Nach Unglücken und Verbrechen beginnt immer die Suche nach den Schuldigen. Dabei wird inzwischen auch berücksichtigt, wer vorab öffentlich sein Mitwirken bekundet hat, etwa bei Amokläufen.
Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien haben zehntausende Häuser vernichtet, darunter auch die exklusiven Villen vieler Hollywoodstars. Fast könnte man meinen, der Neid auf die Reichen und Schönen hätte hier mitgezündelt. Aber wer käme dafür infrage?
Derzeit schieben sich Bürgermeisterin und Feuerwehrchefin gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Doch ich wüsste da jemanden, der seit Jahrzehnten bekannt ist für anarchisches Verhalten und die Feuersbrunst bereits vor über dreißig Jahren angekündigt hatte: „Burn, Hollywood, burn! Taking down Tinseltown, burn down into the ground …
Die Unterhaltung zwischen Elon Musk und Alice Weidel macht gerade überall Schlagzeilen, und je nach politischer Orientierung fallen die Meinungen mal so und mal anders aus. Wer sich selbst ein Urteil bilden möchte, findet das Gespräch in deutscher Übersetzung ungekürzt im Nordkurier. So wie ich den Nordkurier kenne, darf man wohl davon ausgehen, dass die übersetzenden Journalisten nichts als die reine Wahrheit veröffentlicht haben.
Nanu? Was’n da los? Lauter kleine weiße Kuschelhäschen fallen plötzlich vom Himmel! Sie fühlen sich kalt an und sind sehr scheu, denn wenn man sie mit der Hand auffängt, werden sie sofort unsichtbar. Ansonsten lungern sie überall herum: Auf Bäumen, Büschen, Wegen, Straßen, Dächern und abgestellten Autos.
Wenn das mal keine Invasion vom Planeten Leporidae ist! Dann können wir uns noch auf was gefasst machen …
Ich habe anscheinend ein Händchen für ungünstig terminierte Missgeschicke. Die ganzen Monate seit meinem Umzug habe ich mich bereits gefragt, wann es wohl so weit sein würde. Heute Nachmittag nun, ausgerechnet Silvester, rutschte mir der Türknauf aus der Hand und die Tür ins Schloss. Natürlich mit dem Schlüssel im Schloss. Unglücklicherweise auf der anderen Seite. Somit nützte auch der Zweitschlüssel meines Vermieters nichts, denn das Schloss bewegt sich nur, wenn der Schlüssel auf der anderen Seite nicht ganz eingesteckt ist.
Glücklicherweise gibt es einen Schlüsselservice, keine fünf Minuten entfernt. Unglücklicherweise erklärte mir dieser, er sei heute nicht mehr erreichbar, weil außerhalb zu Besuch. Glücklicherweise rief er mich Sekunden nach dem Auflegen zurück und teilte mit, seinen Cousin erreichen zu wollen, vielleicht habe der Zeit. Glücklicherweise hatte er und war in wenigen Minuten vor Ort, das Schloss nach wenigen Sekunden geöffnet.
Die hundert Euro plus Anfahrtspauschale werde ich wohl trotzdem blechen müssen, aber das tue ich gern, bei solch einem erstklassigen Service.
Also dann: Passt auf, dass Euch heute Nacht nichts aus der Hand rutscht und rutscht gut rein! Bis nachher … auf der anderen Seite!
Diesmal geht es nicht um Silvester, auch wenn es bereits direkt auf der brennenden Fußmatte steht. Nein, es geht um mein Unverständnis gegenüber Menschen, welche die Anschaffung von Plastikdosen zum Event aufblasen. Tupperware-Partys sind vom Aussterben bedroht, weil das amerikanische Unternehmen Tupperware gerade am abnibbeln ist. Die Firma schickte Vertreter zu potentiellen Interessenten direkt ins Haus und ließ sie dort Verkaufsveranstaltungen durchführen, was jahrzehntelang offenbar prima funktionierte.
Inzwischen hat sich die Welt jedoch weitergedreht: Hausfrauen sitzen nicht mehr gelangweilt zu Hause, wo sie jede noch so kleine Abwechslung vom eintönigen Alltag dankbar annahmen. Das Internet, das vielen Branchen inzwischen das Genick gebrochen hat, erlaubt es der modernen stressgeplagten Teilzeitbeschäftigten mit Kindermädchensupport, Auswahl und Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs minutenschnell online zu erledigen. Wozu dann noch kostbare Freizeit verschwenden und stundenlang Vertreter ins Haus holen?
Und schaut Euch mal bitte die Preise an! Dutzende von Euro für einen simplen Kunststoffbehälter? Da muss man schon ein beachtliches Keksdefizit in der Blechdose haben, um so viel Geld dafür auszugeben. So was nimmt man für ein paar Cent beim samstag-vormittäglichen Wochenendeinkauf im Supermarkt mit, und das auch nur, wenn’s im Sonderangebot ist.
Schon gewusst? „Weißer Schimmel“ ist purer Pleonasmus, schwarzer Schimmel hingegen karzinogen. Verrückte Welt, oder?
Die derzeit überall gehypte Dubai-Schokolade kam bei Untersuchungen gar nicht gut weg. Lug und Trug und Gammel, so weit das Testlabor reichte. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.
Da hat Wladi der NATO ja mal wieder eine hübsche Falle gestellt. Er bietet an, ein Ziel zu nennen, das er mit der neuen Oreshnik-Rakete vernichten will, und die NATO darf ihre Raketenabwehr um dieses Ziel herum aufstellen und versuchen, die Oreshnik abzufangen.
Für die NATO das Gegenteil einer Win-win-Situation: Eine Loose-loose-Situation. Entweder, sie kneift und steht dann als Feigling da, oder sie nimmt die Wette an und riskiert, dass Wladi neben dem genannten Ziel auch gleich noch ein paar Raketenabwehrsysteme ausschaltet. Wenn sie schon mal da sind und man weiß, wo genau sie herumstehen, bietet sich das doch an, oder?
Ganz schön clever!
Soeben las ich einen Artikel in der „Welt“, wo er aber leider hinter einer Bezahlschranke versteckt ist. Bei MSN fand ich ihn dann unverschlüsselt und bemerkte erstaunt, dass ich offenbar nicht der einzige bin, der Menschen bizarr findet, die Besteck und Geschirr per Hand vorspülen, bevor sie es in den Geschirrspüler einräumen. Meine Mutter ist auch so eine. Es würde nicht richtig sauber, da könnten anschließend noch Essensreste drankleben, verteidigt sie sich stets.
Dabei ist das Ganze doch nur eine rein mathematische Frage: Entweder ist alles nach dem Spülgang restlos sauber, oder eben nicht, die Chancen stehen fifty-fifty. Man kann doch dem automatischen Helferlein erst mal eine Chance geben, seinen Job vernünftig zu tun, dafür ist er schließlich da. Wenn anschließend Speisereste anhaften sollten, kann man sie immer noch manuell entfernen. Erfahrungsgemäß geht das dann durch den Spülgang vorab sogar einfacher.
Darum mein Tipp: Alles muss rein! In den Geschirrspüler. Einmal komplett durchnudeln, danach sehen wir weiter.

