Diesmal geht es nicht um Silvester, auch wenn es bereits direkt auf der brennenden Fußmatte steht. Nein, es geht um mein Unverständnis gegenüber Menschen, welche die Anschaffung von Plastikdosen zum Event aufblasen. Tupperware-Partys sind vom Aussterben bedroht, weil das amerikanische Unternehmen Tupperware gerade am abnibbeln ist. Die Firma schickte Vertreter zu potentiellen Interessenten direkt ins Haus und ließ sie dort Verkaufsveranstaltungen durchführen, was jahrzehntelang offenbar prima funktionierte.
Inzwischen hat sich die Welt jedoch weitergedreht: Hausfrauen sitzen nicht mehr gelangweilt zu Hause, wo sie jede noch so kleine Abwechslung vom eintönigen Alltag dankbar annahmen. Das Internet, das vielen Branchen inzwischen das Genick gebrochen hat, erlaubt es der modernen stressgeplagten Teilzeitbeschäftigten mit Kindermädchensupport, Auswahl und Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs minutenschnell online zu erledigen. Wozu dann noch kostbare Freizeit verschwenden und stundenlang Vertreter ins Haus holen?
Und schaut Euch mal bitte die Preise an! Dutzende von Euro für einen simplen Kunststoffbehälter? Da muss man schon ein beachtliches Keksdefizit in der Blechdose haben, um so viel Geld dafür auszugeben. So was nimmt man für ein paar Cent beim samstag-vormittäglichen Wochenendeinkauf im Supermarkt mit, und das auch nur, wenn’s im Sonderangebot ist.
Schon gewusst? „Weißer Schimmel“ ist purer Pleonasmus, schwarzer Schimmel hingegen karzinogen. Verrückte Welt, oder?
Die derzeit überall gehypte Dubai-Schokolade kam bei Untersuchungen gar nicht gut weg. Lug und Trug und Gammel, so weit das Testlabor reichte. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.
Da hat Wladi der NATO ja mal wieder eine hübsche Falle gestellt. Er bietet an, ein Ziel zu nennen, das er mit der neuen Oreshnik-Rakete vernichten will, und die NATO darf ihre Raketenabwehr um dieses Ziel herum aufstellen und versuchen, die Oreshnik abzufangen.
Für die NATO das Gegenteil einer Win-win-Situation: Eine Loose-loose-Situation. Entweder, sie kneift und steht dann als Feigling da, oder sie nimmt die Wette an und riskiert, dass Wladi neben dem genannten Ziel auch gleich noch ein paar Raketenabwehrsysteme ausschaltet. Wenn sie schon mal da sind und man weiß, wo genau sie herumstehen, bietet sich das doch an, oder?
Ganz schön clever!
Soeben las ich einen Artikel in der „Welt“, wo er aber leider hinter einer Bezahlschranke versteckt ist. Bei MSN fand ich ihn dann unverschlüsselt und bemerkte erstaunt, dass ich offenbar nicht der einzige bin, der Menschen bizarr findet, die Besteck und Geschirr per Hand vorspülen, bevor sie es in den Geschirrspüler einräumen. Meine Mutter ist auch so eine. Es würde nicht richtig sauber, da könnten anschließend noch Essensreste drankleben, verteidigt sie sich stets.
Dabei ist das Ganze doch nur eine rein mathematische Frage: Entweder ist alles nach dem Spülgang restlos sauber, oder eben nicht, die Chancen stehen fifty-fifty. Man kann doch dem automatischen Helferlein erst mal eine Chance geben, seinen Job vernünftig zu tun, dafür ist er schließlich da. Wenn anschließend Speisereste anhaften sollten, kann man sie immer noch manuell entfernen. Erfahrungsgemäß geht das dann durch den Spülgang vorab sogar einfacher.
Darum mein Tipp: Alles muss rein! In den Geschirrspüler. Einmal komplett durchnudeln, danach sehen wir weiter.
Schon gewusst? Am Berliner Pergamon-Museum restaurieren die bereits seit 2013 herum. Das sind mehr Jahre, als ich Finger habe. Beendet werden sollen die Arbeiten im Jahr 2037, wenn alles glatt läuft. Das sind noch mehr Jahre, als ich Zehen habe.
Kommt Euch das nicht auch irgendwie seltsam lange vor? Da ging ja der Neubau flotter voran, und das mit erheblich einfacheren technischen Mitteln!
Irgendwas läuft in dieser Stadt verkehrt. Und im Rest des Landes auch.
Es ist schon wieder ein paar Jahre her, dass ich eine Band mit dem Goldenen Sonnenlöwen ausgezeichnet habe, denn – sein wir mal ehrlich – die Geräusche, die heutzutage aus dem Radio suppen, mag man kaum noch als Musik bezeichnen. Auch heute habe ich wieder mal aus purer Langeweile alle schnölfzig Sender im Radio angekurbelt und mich fast übergeben. Doch dann, im letzten Moment, kurz vor dem Ausschalten, entdeckte ich sie auf Kulturradio: The Teskey Brothers. Echte, handgemachte Musik, mit echten Instrumenten und lebenden Vollblutmusikern. Die heisere Stimme von Sänger Josh Teskey gräbt sich einem tief in die Seele. Darum werfe ich, kurz vor Jahresende, noch die Auszeichnung „Musik mit Esprit 2024“ weit hinüber nach Australien, in die Heimat der Band, woher übrigens auch meine andere Lieblingsband stammt, und hoffe, der Preis möge dort noch vor Silvester aufschlagen, sonst wäre es nämlich der Preis für 2025. Und das würde ja allen Musikern, die mir ab Neujahr durch die Schallwandler wandeln, die Chance auf den Sieg im nächsten Jahr nehmen, auch wenn das angesichts des Radioprogrammes ziemlich unwahrscheinlich scheint.
Die meisten Auto-Navigationssysteme haben in den Einstellungen die Möglichkeit, bestimmte Streckenarten aus den Routenberechnungen herauszunehmen, indem ein Häkchen vor den gewünschten Eintrag gesetzt wird, zum Beispiel „Autobahnen meiden“, „Mautstrecken meiden“ oder „Fähren meiden“. Das Navi versucht dann, Alternativen anzubieten und die ausgeklammerten Optionen zu umfahren.
Nach den ersten – „Erfahrungen“ (das ist doppelsinnig zu verstehen!) mit meinem pazifikblauen Golfilinchen schickte ich VW den Verbesserungsvorschlag, auch die Option „Innenstädte meiden“ mit in die Auswahlmöglichkeiten aufzunehmen, weil es äußerst frustrierend ist, von Berlin-Pankow nach beispielsweise Potsdam zu reisen und quer durch die Stadt zu fahren, die wegen der vielen Baustellen und Veranstaltungen fast rund um die Uhr einem Hindernisparcours ähnelt. Schneller ist man da über den Berliner Ring, die kreisförmige Autobahn, welche die Stadt umarmt.
Seit dem Lesen der heutigen Berliner Zeitung habe ich einen weiteren, dringenden Verbesserungsvorschlag fürs nächste Navi-Update: „Berliner Brücken meiden“. Das könnte nämlich durchaus überlebenswichtig sein.
Da hatte gestern tatsächlich jemand das Glück, bei einer (Un)wahrscheinlichkeit von 1:140.000.000 den mit 120 Millionen gefüllten Eurojackpot zu knacken, und dann macht ihm das Schicksal einen Strich durch die Rechnung, und zwar genau in der Mitte. Denn ein zweiter Spieler hatte dieselben Zahlen und streicht deshalb die Hälfte des Gewinns ein.
Völlig unklar ist, wie man nun mit der lausigen Summe von 60 Millionen Euro über die Runden kommen soll. Da wird die geplante Jacht wohl nur halb so lang. Erklär das mal deiner Frau!

