Schon gewusst? Am Berliner Pergamon-Museum restaurieren die bereits seit 2013 herum. Das sind mehr Jahre, als ich Finger habe. Beendet werden sollen die Arbeiten im Jahr 2037, wenn alles glatt läuft. Das sind noch mehr Jahre, als ich Zehen habe.
Kommt Euch das nicht auch irgendwie seltsam lange vor? Da ging ja der Neubau flotter voran, und das mit erheblich einfacheren technischen Mitteln!
Irgendwas läuft in dieser Stadt verkehrt. Und im Rest des Landes auch.
Es ist schon wieder ein paar Jahre her, dass ich eine Band mit dem Goldenen Sonnenlöwen ausgezeichnet habe, denn – sein wir mal ehrlich – die Geräusche, die heutzutage aus dem Radio suppen, mag man kaum noch als Musik bezeichnen. Auch heute habe ich wieder mal aus purer Langeweile alle schnölfzig Sender im Radio angekurbelt und mich fast übergeben. Doch dann, im letzten Moment, kurz vor dem Ausschalten, entdeckte ich sie auf Kulturradio: The Teskey Brothers. Echte, handgemachte Musik, mit echten Instrumenten und lebenden Vollblutmusikern. Die heisere Stimme von Sänger Josh Teskey gräbt sich einem tief in die Seele. Darum werfe ich, kurz vor Jahresende, noch die Auszeichnung „Musik mit Esprit 2024“ weit hinüber nach Australien, in die Heimat der Band, woher übrigens auch meine andere Lieblingsband stammt, und hoffe, der Preis möge dort noch vor Silvester aufschlagen, sonst wäre es nämlich der Preis für 2025. Und das würde ja allen Musikern, die mir ab Neujahr durch die Schallwandler wandeln, die Chance auf den Sieg im nächsten Jahr nehmen, auch wenn das angesichts des Radioprogrammes ziemlich unwahrscheinlich scheint.
Die meisten Auto-Navigationssysteme haben in den Einstellungen die Möglichkeit, bestimmte Streckenarten aus den Routenberechnungen herauszunehmen, indem ein Häkchen vor den gewünschten Eintrag gesetzt wird, zum Beispiel „Autobahnen meiden“, „Mautstrecken meiden“ oder „Fähren meiden“. Das Navi versucht dann, Alternativen anzubieten und die ausgeklammerten Optionen zu umfahren.
Nach den ersten – „Erfahrungen“ (das ist doppelsinnig zu verstehen!) mit meinem pazifikblauen Golfilinchen schickte ich VW den Verbesserungsvorschlag, auch die Option „Innenstädte meiden“ mit in die Auswahlmöglichkeiten aufzunehmen, weil es äußerst frustrierend ist, von Berlin-Pankow nach beispielsweise Potsdam zu reisen und quer durch die Stadt zu fahren, die wegen der vielen Baustellen und Veranstaltungen fast rund um die Uhr einem Hindernisparcours ähnelt. Schneller ist man da über den Berliner Ring, die kreisförmige Autobahn, welche die Stadt umarmt.
Seit dem Lesen der heutigen Berliner Zeitung habe ich einen weiteren, dringenden Verbesserungsvorschlag fürs nächste Navi-Update: „Berliner Brücken meiden“. Das könnte nämlich durchaus überlebenswichtig sein.
Da hatte gestern tatsächlich jemand das Glück, bei einer (Un)wahrscheinlichkeit von 1:140.000.000 den mit 120 Millionen gefüllten Eurojackpot zu knacken, und dann macht ihm das Schicksal einen Strich durch die Rechnung, und zwar genau in der Mitte. Denn ein zweiter Spieler hatte dieselben Zahlen und streicht deshalb die Hälfte des Gewinns ein.
Völlig unklar ist, wie man nun mit der lausigen Summe von 60 Millionen Euro über die Runden kommen soll. Da wird die geplante Jacht wohl nur halb so lang. Erklär das mal deiner Frau!
Die erste Frau starb in seinen Armen an Leukämie. Vor fast genau zwei Jahren musste er dann seinen jüngeren Sohn – meinen ehemaligen Mitschüler und langjährigen Freund, beerdigen. Heute nun starb unerwartet seine zweite Frau im Alter von 87 Jahren.
Auch sie hatte sich gutgläubig mit der Corona-Giftbrühe „impfen“ lassen und bekam alsbald Probleme mit der Blutgerinnung. Blutverdünner konnten das Problem etwas abmildern, dennoch verstopften die feinen Gefäße in den Beinen immer wieder. Im August wurde sie operiert, bekam künstliche Gefäße eingesetzt, was eine Weile anhielt, bis letzten Dienstag, da brachte man sie wieder in die Klinik zur Operation, anschließend auf die Intensivstation. Einen Tag später schaute ein Arzt nach ihr, doch da war sie schon nicht mehr da.
Ein weiterer herzensguter Mensch hat uns also verlassen, eine Frau, die ihr Leben, ihre eigenen Bedürfnisse stets zurückstellte, so verblüffend selbstlos und uneitel ihrer Familie „diente“. Die selbst zuletzt, von Krankheit geplagt, von Krücke und Makuladegeneration behindert, keine Hilfe annehmen konnte, weil es sie beschämte und ihrer Würde widersprach. Die den kaum sechs Monate alten Geschirrspüler aus meiner alten Wohnung, den ich ihr gratis überlassen wollte, trotzig ablehnte, mit den Worten – sie habe doch immer mit der Hand abgewaschen. Die mich selbst für einfachste Hilfeleistungen, wie das Reinigen der Regenrinnen oder das Renovieren des Hausflurs bezahlen wollte, obwohl wir uns schon seit Jahrzehnten kennen. Ich wiederum hätte mich in Grund und Boden geschämt, hätte ich Geld angenommen, denn wie oft habe ich zusammen mit der Familie am Mittagstisch gesessen? Kaffee und Kuchen genossen? Gemeinsam im Trabant den ansonsten schwer erreichbaren Liebnizsee besucht, um dessen Insel im Schlauchboot zu umrunden? Als ich 1991 meine erste Wohnung bezog und die ganze Familie, ohne überhaupt zu fragen, sofort mit dem Auto zur Stelle war, um meine drei, vier armseligen Möbel in die neue Wohnung zu schaffen, die gleich den Anhänger an den Trabi hängte, um den kaputten Kachelofen wegzuschaffen, mit eigener Farbe zum Renovieren vorbeikam, hatte sie da auch nur einen einzigen Pfennig von mir verlangt?
Natürlich nicht. Und daher schmerzt es mich umso mehr, dass ein solch netter Mensch nun so überraschend fortgegangen ist.
Zwischen den tiefen Furchen des in den 97 Jahren unbeweglich gewordenen Gesichtsausdrucks ihres Mannes – meines jetzigen Vermieters – konnte ich die Schwere der tief empfundenen Trauer dennoch erahnen, als ich ihm die Hand zur Beileidsbekundung reichte.
97 Jahre. Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen?
Liebe Frau Z., ich danke Ihnen für Ihre Güte, Gastfreundschaft und selbstlose Hilfsbereitschaft. Ich trage Ihr Andenken gern in meinem Herzen.
Da bin ich doch eben erst hier eingezogen, schon tritt mir das garstige Schicksal wieder mit Anlauf in den Allerwertesten. Neulich, nach der Arbeit, beim Nachhausekommen, fand ich einen Zettel vom Vermieter auf der Treppe, die hinauf zum Wolkenschlösschen führt: „Rohrbruch! Bei uns tropft das Wasser von der Decke!“
In meinem Bad jedoch nichts zu sehen, kein tiefer Teich, kein morastiger Tümpel, nicht mal ein feuchtes Pfützchen. Der Handwerksmeister, ein freundlicher, fachkundiger Mann, direkt hier aus Dingenskirchen stammend, kündigte baldigen Besuch an. Es hat schon seine Vorteile, nicht in Berlin zu wohnen, man bekommt hier, jwd, nämlich immer schnell einen Handwerker, wenn man einen braucht. Die wollen bloß nicht nach Berlin reinfahren, in diese laute, verrückte Stadt, so wie ich inzwischen auch. Und warum sollten sie? Es gibt hier draußen, in den vielen Einfamilienhäuschen, auch so genügend zu tun.
Bevor er heute Nachmittag eintraf, wunderte ich mich noch über ein Zischeln im Spülkasten. Der zischelt nämlich nur, wenn der Wasserstand sinkt, dann öffnet sich das Ventil und füllt Wasser nach, bis der Höchststand wieder erreicht ist. Im Becken jedoch kein Sturzbach, kein Rinnsal, nicht mal ein Tröpfeln zu entdecken. Dafür aber zu hören: Tipp-tipp-tipp-tipp-tipp … pladderte es unter dem Kasten verdächtig vor sich hin.
Erst wollte der Meister es nicht glauben, als ich ihm bei seinem Eintreffen ordnungsgemäß Bericht erstattete. „Der Kasten kann nicht unbemerkt leerlaufen, das geht immer ins Becken ab“. Aber seine Endoskopkamera brachte das Leck ans Tageslicht. Der Spülkasten war gerissen und schickte seinen Inhalt durch Estrich und Betonarmierung bis ins darunterliegende Stockwerk.
Glück gehabt, Problem gefunden! Pech gehabt, die Wand muss trotzdem aufgestemmt werden. Da werde ich den Samstagnachmittag mal wieder im Baumarkt verbringen müssen, Abteilung Fliesen. Hoffentlich gibt es die 20 Jahre alten Dinger noch zu kaufen. Aber warum auch nicht? Scheußliche Siebzigerjahre-Spülkästen in Monstergrün gibt es ja auch noch.
Pünktlich zu den vorgezogenen Neuwahlen geht den Grünen nun ein Licht auf: Es reicht nicht, gegen rechts kämpfen zu wollen, die Menschen wollen auch besser leben.
Eine erstaunlich späte Einsicht, so sie denn ehrlich gemeint und keine durchschaubare Wahlkampfstrategie ist. Denn mit einem ausgiebigen Studium der DDR-Geschichte hätte den Grünen das auch schon früher klar werden können. Doch leider haben es manche Politiker nicht so mit Studium.
Die friedliche Revolution kam, weil wir frei sein wollten, reisen, wohin wir wollen, nicht eingesperrt ein Leben lang. Weil wir konsumieren wollten, aber keine leeren Parolen, sondern Autos, Möbel, Kleidung, modern und attraktiv wie im Intershop, nicht das uralte Opa-Design aus den Sechzigern von Trabant, Hellerau und VEB Jugendmode.
Und wir wollten frei unsere Meinung sagen, ohne dafür verfolgt zu werden. Dank Netzwerkdurchsetzungsgesetz und Verstößen gegen die Pressefreiheit engt sich die Breite des Sagbaren immer weiter ein, und das obwohl der Öffentlichkeit von staatlicher Seite aus ein starkes Interesse daran vorgegaukelt wird. Schon erstaunlich, dass Pressefreiheit immer nur für die eigene Seite gilt.
Schon gelesen? Im nächsten Jahr sollen Überstunden vielleicht geringer versteuert werden. Also echt, wenn das kommt, deklariere ich jeden Tag zum Sonntag und mache nur noch Überstunden. Die normalen vierzig Stunden lasse ich einfach weg.
Wie wenig Feingefühl Politiker haben, beweist aktuell gerade FDP-******** Christian Lindner, der über den Verkauf seines Porsches schwadroniert und bekennt, etwas neues „Altes“ müsse her, während sich immer mehr Bürger immer weniger leisten können. Und das ausgerechnet kurz vor der nächsten Bundestagswahl!
Kein Wunder, wenn den Menschen der Kragen platzt und die FDP in den Umfragen immer weiter abnibbelt.
Während Kohl, Schröder und Merkel noch gelassen blieben, drehen einige deutsche Politiker inzwischen völlig durch, wenn sich die Bürger in überzogener Weise über sie äußern. Auch der Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel sieht diese Eskalation sehr kritisch. Man sollte es sich also heute lieber verkneifen, Herunterwirtschaftsminister Habeck als *****, FDP-******** Strack-Zimmermann als ****** und Kandisbunzler Scholz als ************ ***** ************** *** ********* ***************** ****** **********-*******, ***** mit ******************** *************** zu bezeichnen.
Wirkungsvoller ist es ohnehin, Politiker lieber bei der nächsten Wahl mit dem Stift auf dem Stimmzettel zu bewerten. Blondie von den Blue Devils hat hierzu ein paar hilfreiche Tipps.
