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Ein Leben leben

Allen Statistiken nach habe ich mit Anfang 40 mein halbes Leben bereits hinter mir. Und auch wenn es bisher verschont blieb von Krieg, Hunger und Leid, so war es doch nicht unbedingt übermäßig gesegnet von Glück, Gesundheit und Wohlstand, sondern eher geprägt von Sehnsüchten, Entsagungen, unerfüllten Träumen, Verzicht und dem täglichen Kampf um Anerkennung, beruflichen Erfolg und privates Glück.
Ein unermüdlicher Zulieferer für Wünsche und Sehnsüchte ist sicherlich auch das Fernsehen. Wann immer ich Leute, wie die blonde Erbin einer weltumspannenden Hotelkette, deren Namen zu nennen ich mich weigere, weil ich befürchte, unverzüglich durch die Gemeine Hirnmuchte hinweggerafft zu werden, oder die Pelzmodenschickeria in St. Moritz sehe, die nichts Besseres mit sich anzufangen weiß, als mit den neuesten Millionärsspielzeugen herumzuprotzen, kann ich nur deprimiert mit dem Kopf schütteln und mein Schicksal verfluchen, das mich an meine armselige Existenz gekettet hat, von der ich mich weder durch meinen Beruf noch durch meine gescheiterte Selbständigkeit befreien konnte, und die mich auch leider nicht in eine vermögende Familie hineingeboren hat, mit deren finanziellem Polster ich mir ein erquicklicheres Leben leisten könnte. Und da mich weder Rolex noch Rolls Royce interessieren, wäre das viele schöne Geld, was bei oben genannten Subjekten so sinnlos verplempert wird, bei mir so viel besser aufgehoben. Kürzlich auf Arte der Bericht über die Uhrmacher von Le Locle, vor zwei Wochen auf 3Sat eine Beschreibung herrlicher Gärten in Südfrankreich. Am Donnerstag ebenfalls auf 3Sat die Sendung „Insel aus einer anderen Zeit“, eine Dokumentation über den Aufbruch in Kuba. Und soeben auf Eins Extra ein Reisebericht über den Lago Maggiore in der Schweiz. Es gibt so viele interessante Orte auf der Welt, die ich noch nicht gesehen habe und die ich vielleicht nie sehen werde, weil ich die ganze Zeit damit verbringen muß, meine armselige Existenz mit einem Job zu finanzieren, der mich aufgrund meiner teils unerträglich primitiven Kollegen furchtbar nervt, der aber zum Bezahlen der alltäglichen Rechnungen nun mal notwendig ist. Geld mag vielleicht nicht glücklich machen, aber es hat einen entscheidenden Vorteil: Finanzielle Unabhängigkeit. Hat man Geld im Überfluß, kann man ein ganz anderes Leben führen und ist durch viel weniger Zwänge eingeschränkt.

Schatten einer Palme im Wasser auf den Malediven, 2002

Hätte ich viel Geld, würde ich reisen. Ich würde mir die ganze Welt ansehen, und ich würde mir dafür richtig Zeit nehmen. Ich würde mich drei Stunden lang am Zürcher Boulevard auf eine Bank setzen und auf den See starren. In Havanna würde ich mir die Tanzschule von Lizt Alfonso anschauen, deren Tänzer und Tänzerinnen spektakuläre Vorführungen bieten. Und in Dubai würde ich jeden der 828 Meter des Burj Khalifa eigenhändig nachmessen. Ich würde fotografieren, mich mit Leuten unterhalten, vielleicht ihre Sprache lernen, Museen und Galerien besuchen und unendlich viel Neues lernen.
Deswegen habe ich mich nun entschlossen, diese Stellenanzeige aufzugeben:

Ich bin ein gutsituierter, überdurchschnittlich gebildeter, recht passabel aussehender Mann, Anfang Vierzig, verfüge über ein hervorragendes Allgemeinwissen und interessiere mich für unendlich viele Dinge. Vor allem bin ich neugierig auf die Welt und suche deshalb einen

Millionär (m/w)

Sie sind intelligent, wißbegierig und interessiert an einer Weltreise, oder einfach daran, mir eine Weltreise zu finanzieren. Sie verfügen über ausgesprochen reichhaltige finanzielle Möglichkeiten und möchten diese unbedingt mit mir teilen.
Wenn Sie sich in der Beschreibung wiedererkennen, freue ich mich über Ihre Bewerbung. Senden Sie diese bitte an sunny.burnett (ät) live.de.
Ihre Bewerbung wird selbstverständlich vertraulich behandelt, jedes Schreiben wird beantwortet.

Ich bin gespannt, wie ein Flitzebogen!

Tick-tack, tick-tack, tick-tack …

Wer, wie ich, Uhren liebt, wird diesen Film mögen: Die hochinteressante Geo-Reportage begleitet Uhrmacher-Studenten an der Technischen Hochschule von Le Locle in der französischen Schweiz. Noch sieben Tage lang kann man dabei zuschauen, wie die Studenten das Restaurationshandwerk an unersetzlichen Uhren lernen und dabei glückliche und weniger glückliche Momente durchleben. Natürlich bei Arte.

Klangharmonie mit tausend Katzenaugen

Ende der Achziger, als ich gerade mitten in meiner Lehre zum Einzelhandelskaufmann für Unterhaltungselektronik steckte, damals in der DDR hieß das „Fachverkäufer für Rundfunk, Fernsehen und Elektroakustik“ und war ein angesehener Beruf, besonders, weil man als Verkäufer an alles rankam, also nicht unbedingt an die Mädels, sondern an alles, was es im Handel gab, aber nicht gab. Also über dem Ladentisch. Nur darunter.
Da fällt mir gerade ein, ich habe mal versucht, ein Buch von Günter Grass zu lesen, ich weiß nicht mal mehr den Titel, so wenig hat mich der Schinken beeindruckt. Jedenfalls habe ich nach etwa fünf Seiten das Buch wieder weggelegt, weil die Sätze so lang und unübersichtlich waren, daß man am Ende gar nicht mehr wußte, wie sie überhaupt angefangen haben. Das nur mal zum Nachdenken an alle, die meinen, der Satz mit dem Verkäufer, den Mädels, dem Handel und allem, was es über und unter dem Ladentisch gab, sei kompliziert.
Auf jeden Fall war das damals die Blütezeit des High Fidelity, nie zuvor und niemals wieder danach hatten die Ingenieure soviel Ehrgeiz, Wissen und Können in die Entwicklung der Musiktechnik für den Heimanwender gesteckt, soviel Aufwand bei der Optimierung des Klanges betrieben. Es gab vollautomatische, computergesteuerte Plattenspieler, die vollgepackt mit Sensoren den Höhenschlag einer Schallplatte vorausberechnen und die Bewegung des Tonarms mit jener der Platte synchronisieren konnten. Und es gab Kassettendecks, deren Laufwerke im Inneren komplizierter waren, als mechanische Uhren, wobei diese damals sowieso gerade nicht so angesagt waren, denn wer etwas auf sich hielt, trug eine Digitaluhr.
Der offizielle volkseigene Betrieb RFT ging bei der Entwicklung von DDR-Audiotechnik gänzlich andere Wege. Während die Designer des nichtsozialistischen Wirtschaftsbereichs es aus unerfindlichen Gründen für angebracht hielten, Güter für den Privathaushalt möglichst attraktiv zu gestalten, um im unüberschaubaren Angebot positiv aufzufallen, erteilte Walter Ulbricht dem Formalismus eine Absage, was letzten Endes dazu führte, daß es in der DDR kaum attraktiv gestaltete Produkte zu kaufen gab. Deswegen standen Oliver und ich auch in der Mittagspause häufig im Intershop herum und drückten uns an den Glasscheiben, hinter denen teuflische Hifi-Machwerke des imperialistischen, besonders des fernöstlich-imperialistischen Klassenfeindes verführerisch mit LEDs und Fluoreszenzanzeigen blinkten, die Nasen platt.
Jener Oliver hatte unanständigerweise einen Westonkel, der in einem Anfall von Großmut drei Kataloge bekannter westlicher Elektronikhersteller in einen Umschlag packte und für wertvolles Westgeld in den Osten schickte, um uns mal so richtig zu zeigen, wo der Hammer hängt. Mehr oder weniger interessiert, blättere ich nach der Schule in Olis Zimmer die beiden Kataloge von Pioneer und Technics durch, um als letztes den Katalog der Firma in die Hand zu nehmen, von der ich bis dato noch nie etwas gehört hatte.
Es war Liebe auf den ersten Blick. So wie damals mit Annette, die ich als etwa 12-Jähriger in dem kleinen Fischerdorf Freest traf. Oder Silvia mit den blonden Haaren und den grünen Katzenaugen, die ich im „Treffpunkt Buchholz“ in der Disco kennenlernte und eigentlich hätte heiraten sollen.
Die Hifianlage im Katalog der japanischen Edelschmiede Onkyo (zu Deutsch „Klangharmonie“) leuchtete und funkelte mit tausend grünen Katzenaugen, ein unfaßbarer Anblick für jemanden, der das Siebziger-Jahre-Design von DDR-Stereoanlagen gewohnt ist und unvorbereitet einen solchen Katalog in die Hand bekommt.

Foto: Onkyo

Somit war mein Schicksal besiegelt. Gleich nach der Währungsunion brachte ich mein erstes, sauer getauschtes Westgeld in den erstbesten Hifi-Laden in Westberlin und erfüllte mir meinen ersten großen Traum. Er steht noch heute in meinem Wohnzimmer, schwächelt hier und da ein wenig, das Kassendeck leiert gelegentlich, was aber nicht schlimm ist, weil Kassetten sowieso nicht mehr ganz zeitgemäß sind, auch wenn ich diese Technik abgöttisch geliebt habe. Allein schon der Tuner ist ein Traum: Mit über 40 Tasten und rund 30 Lämpchen gehört er technisch auch zwanzig Jahre nach seiner Herstellung noch zum Besten, was in der Radiotechnik je erdacht wurde. In letzter Zeit litt er vermehrt an sporadischer Vergeßlichkeit, er konnte sich einfach die Stationen nicht mehr merken, was angesichts des katastrophalen Radioprogrammes auch kein großes Problem ist, aber trotzdem wollte ich ihn nicht in diesem traurigen Zustand belassen. Ich besorgte mir eine Anleitung und einen neuen Goldcap-Kondensator für 1,78 Euro. Nach einer guten Stunde basteln, schrauben und löten – Achtung, jetzt kommen wir endlich zum Kern dieses ganzen Geschreibsels hier – hat der Tuner nun wieder ein perfekt funktionierendes Gedächtnis. Ich bin stolz auf mich! Besonders, weil es soetwas Schönes heute gar nicht mehr gibt. Nicht einmal von Onkyo.
Hoffen wir, daß es das Analogradio noch ein paar Jahre gibt, damit ich mich noch eine Weile an den vielen grünen Katzenaugen erfreuen kann.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsort von Onkyo. Aber das ist okay, Jungs! Während meiner aktiven Zeit im Handel habe ich ja jede Menge Zeugs von Euch verkauft und dafür von Peter P. und Alex K. schon mal die eine oder andere Aufmerksamkeit bekommen.

Tastenzauberer

Im alltäglichen Allerlei von langweiligen grauen Gestalten und Möchtegernstars, die mit zweifelhaften Aktionen versuchen, sich aus der Masse herauszuheben, gibt es gelegentlich doch immer wieder mal Menschen, die einen durch unglaubliches Können beeindrucken und sprachlos zurücklassen. Einer dieser Menschen ist Cameron Carpenter aus den USA. Der Musiker hat sich eines der schwersten Instrumente ausgesucht, was nicht nur auf Größe und Gewicht bezogen ist, denn eine Orgel hat, im Gegensatz zum Klavier, nicht nur einen Satz Tasten, die als Manual bezeichnet werden, sondern je nach Bauart gleich mehrere. Und als wenn das nicht schon schwer genug wäre, gibt es auch noch Tasten, die mit den Füßen gespielt werden, die Pedale. Letztere sprechen normalerweise die großen, tiefen Orgelpfeifen an, um das Musikstück mit kräftigen Bässen zu begleiten und werden in der Regel eher in überschaubarem Tempo gespielt. Aber was Cameron Carpenter mit all den Tasten und Pedalen anstellt, ist nicht mehr von dieser Welt. In dem gleich folgenden Video spielt er Chopins Revolutionsetüde, und wer dieses schwierige, extrem schnelle Stück auf dem Klavier beherrscht, ohne sich dabei die Finger zu brechen, darf sich schon zu den wirklichen Könnern zählen und über einen niemals versiegenden Pool an willigen Groupies freuen, die sich nach dem Konzert um die Pflege der geschundenen Finger … äh … kümmern.
Carpenter treibt dieses Stück auf seiner Orgel jedoch auf die Spitze, indem er …
Ach schaut es Euch einfach selber an. Unbedingt sehenswert sind auch noch die beiden Videos auf der Startseite seiner Website. Im ersten beschreibt er in einem Interview, wie er sich fit hält und im zweiten spielt er eine Variation von Mozarts Türkischem Marsch, wobei er teilweise mit einer Hand gleichzeitig über drei Manuale spielt. In sechs Jahren Klavierunterricht habe ich es nicht mal geschafft, ein Manual zu spielen.
Ich gehe dann jetzt mal unter die Dusche, um heimlich zu weinen, während Ihr bitte solange angeschnallt bleibt, bis das Video zum Stillstand gekommen ist:

Mission erfüllt!

Seit ich von Leonardo DiCaprios Film „Inception“ so enttäuscht war, bin ich nicht mehr ins Kino gegangen. Ich hatte mich von der tollen Szene, wo die halbe Stadt umgeklappt wird, hinreißen lassen, leider war das dann auch schon die einzige interessante Szene, der Rest war eher das Übliche.
Gestern habe ich mich dann aber doch mal wieder überreden lassen und mir Mission Impossible 4 angeschaut. Und ich bin wirklich begeistert, perfektes Popcorn-Kino mit vielen spektakulären Szenen und Momenten zum Schaudern, Staunen und ungläubigem Augenaufreißen. Wirklich sehenswert und sehr unterhaltsam.
„Mission erfüllt“ würde ich sagen.

Dieser Beitrag wurde gesponsored von Achim, meinem ehemaligen Klavierlehrer.
Der hat mich nämlich eingeladen.

Aus und vorbei!

Anläßlich des bevorstehenden Weltuntergangs am 21. Dezember dieses Jahres schnell noch ein wenig Poesie von Peter Gabriel, „Here Comes The Flood“ in der deutschen Übersetzung:

Wenn die Nacht droht,
der Himmel rot – das Radio
spielt das Lied dreimal,
ein Paar tanzt still im leeren Saal.
Ein Seestern stirbt und
stumme andre Zeichen,
das Meer zeigt das Ende der Gezeiten,
wo du jetzt auch stehst –
es ist die falsche Seite.

Ich geh den alten Weg,
die Schlucht der hohlen schrillen Töne,
auf den Klippen siehst du
Töchter und erwachs’ne Söhne.
Die Unterwelt treibt nach oben,
Stahlwogen am Himmel toben,
wenn Nägel durch die Wolken schlagen,
beginnt der erste von den letzten Tagen.

Ja, jetzt kommt die Flut,
das Ende naht von Fleisch und Blut.
Sind die Meere still,
um dich ist nur noch Schweigen,
lass dich ins dunkle Wasser gleiten.
Trinkt leer, Träumer, bald ist nichts mehr.

Wenn die Flut dich sucht,
schützt keine Mauer auf der Flucht.
Wenn der Donner schreit,
spalten Blitze Seelen breit.
Weine nicht in diesem matten Licht,
leere Bühne – hier sind nur noch
du und ich.
Und wenn wir dann vorm Morgen gehn,
werden andere
unsre Spur verstehn.

Ja, jetzt kommt die Flut,
das Ende naht von Fleisch und Blut.
Sind die Meere still,
um dich ist nur noch Schweigen,
lass dich ins dunkle Wasser gleiten.
Trinkt leer, Träumer, bald ist nichts mehr.

Solltet Ihr diesen Text am 22. Dezember noch lesen können, dann … tja, dann wurde der Weltuntergang wohl mal wieder verschoben.

Die Stimme

Einer der besten deutschsprachigen Musiker ist im Osten vielen und im Westen kaum jemandem bekannt. Holger Biege startete seine Karriere Ende der siebziger Jahre in der DDR, veröffentlichte ein paar Singles und zwei Langspielplatten, von denen die zweite – „Circulus“ – wohl als sein Meisterwerk bezeichnet werden kann. Stilistisch eher im Chanson angesiedelt, gelingt Holger Biege mit herausragenden Texten, genialen Melodien und einer unglaublichen Stimme die nötige Distanz zu Volksmusik und deutschem Schlager.

Biege siedelte Anfang der Achziger in den Westen über und veröffentlichte noch mehrere Platten, von denen „Das eigene Gesicht“ an seine Erfolge in der DDR anknüpfen konnte. Diese enthält mit dem Lied „Diesseits vom Leben“ das traurigste deutsche Lied, das mir bekannt ist und kann nun in Bieges neuem Onlineshop heruntergeladen werden. „Circulus“ ist dort leider nicht erhältlich, aber bei Ebay und Amazon noch preiswert zu bekommen. Gerüchten zufolge soll es in den Tiefen des Internets sogar Seiten geben, wo man vorher mal in die Lieder reinhören kann, aber mit Rücksicht auf den Künstler und die arg gebeutelte Musikindustrie überlasse ich deren Auffinden dem interessierten Leser.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsort von Ebay und Amazon. Ihr verdammten Geizhälse!
Foto: www.ostbeat.de

Geschichten vom Untergang

Auf der immer schneller sinkenden Titanic hat das kanadische Rettungsteam nun beschlossen, aus den Rettungsmaßnahmen auszusteigen. „Wenn die da nicht mitmachen“, beschweren sich die Kanadier, mit dem Finger auf das amerikanische und chinesische Team zeigend, „dann haben wir da auch keine Böcke mehr drauf!“
Leichtmatrose Hein aus’m Funkerraum vermutet, das die kanadische Weigerung zum Wasserschippen auch darin begründet sein könnte, den drohenden Strafzahlungen in Milliardenhöhe für zu schleppende Bemühungen beim Rettungseinsatz zu entgehen.
„Kein Problem“, meint der Ozean. „Dann geht das scheiß Geld eben mit unter!“

Intelligent

Nach eifrigem Studieren der interessanten Artikel des Onlineportals „The Intelligence“ habe ich mir mal erlaubt, es auf meiner Seite in der Rubrik „Anspruchsvoll“ dauerhaft zu verlinken. Es werden dort nämlich immer wieder interessante Beiträge veröffentlicht, welche die öffentliche Meinung und die Darstellung aktueller Ereignisse kritisch unter die Lupe nehmen und hinterfragen. Es kann also nicht schaden, wenn man neben Tagesschau und Co. auch mal bei The Intelligence vorbeischaut, bevor man sich ein eigenes Urteil bildet.

Musik mit Esprit

In Sunlions diesjähriger Wahlveranstaltung zum „Interessantesten Lied des Jahres“ heißen die Gewinner William Baldé und Pascal Lafa. Weitere Bewerber mit nennenswerten Chancen auf den Titel: keine! Nein, auch nicht die handelsüblichen Dieter-Bohlen-Zombies.
In dem fiktiven Film „Strahlende Wüste“, der gestern Abend auf Arte lief und die Machenschaften des real existierenden französischen Staatsunternehmen Areva thematisiert, lief mir dieses anrührende Musikstück namens „Wanté Amoul Natou“ im Abspann über den Weg. Mangels Fremdsprachenkenntnissen, dem Inhalt des Films nach und gemessen an dem normalerweise höhergelegten Anspruch von Arte, gehe ich mal davon aus, daß der Song auch inhaltlich keine unangenehmen Überraschungen bereithält.
Noch sieben Tage lang kann man sich den Film online anschauen oder einfach nur das Lied anhören, indem man den Regler bis fast nach ganz hinten schiebt.