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Frau mit Esprit

In Sunlions diesjähriger Wahlveranstaltung zur „Schönsten Frau des Universums“ heißt die Gewinnerin Maryam und kommt aus Finnland. Weitere Bewerberinnen mit nennenswerten Chancen auf den Titel: keine!

In dem Video der aktuellen Esprit-Werbekampagne „Make your wish now“ grüßt sie in hinreißend liebenswerter Art ihre Angehörigen in Finnland. Und ich grüße Maryam, wünsche ihr alles Gute und mir selbst, daß wir uns zufällig mal über den Weg laufen und uns unsterblich ineinander verlieben. Ich denke, von meiner Seite aus sollte es da kein Probleme geben.
Naja, man wird ja wohl noch träumen dürfen …

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsort von Esprit. Leider, möchte ich hinzufügen.
Foto: www.esprit.com

Ahnungslos

Soeben auf einem der dritten Programme, ich glaube, es war Bayern 3: Eine Moderatorin hat einen namhaften Meteorologen im Studio, für eines dieser kurzen Nebenbei-Interviews, die immer zwischen den Beiträgen moderiert werden. Die beiden wechseln ein paar Sätze über den trockenen Herbst, die Unwetter in Italien und die weitere Entwicklung des Klimawandels, alles nur kurz angerissen in jeweils drei, vier Sätzen. Auf die Frage, was denn die Zukunft bringt, antwortete der Wissenschaftler, wenn jeglicher CO2-Ausstoß weltweit sofort gestoppt werden würde, gäbe es am Ende des Jahrhunderts eine mittlere Temperaturzunahme von zwei bis drei Grad. Wenn alles so weiterläuft wie bisher, rechnen die Forscher mit einem Zuwachs um sechs bis acht Grad Celsius. Dem Forscher war sichtlich anzumerken, daß er eine weitere Frage erwartete, eine Reaktion, ein Nachhaken oder wenigstens ein Zucken der gezupften Augenbrauen. Aber nichts da, keine Reaktion, die Moderatorin überging die wichtigste aller Fragen überhaupt, sie machte unbekümmert mit dem nächsten Beitrag weiter ohne auch nur ansatzweise zu zeigen, daß sie verstanden hat, worüber der Mann eigentlich redet.
Die Frage hätte gelautet: Was bedeutet das für die Menschheit?
Und die Antwort wäre gewesen: Klimatologen halten eine Erhöhung um zwei Grad gerade noch für beherrschbar. Eine Erhöhung um sechs Grad würde katastrophale Schäden am Planeten Erde anrichten, sie wäre für uns Menschen nicht mehr bewohnbar.
Dem Forscher waren Enttäuschung und Resignation angesichts der ausbleibenden Frage deutlich anzusehen.

Steter Tropfen höhlt den Stein

George Dabbelju Bush und Tony Blair wurden in Kuala Lumpur Kriegsverbrechen für schuldig befunden. Selbst der ehemalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und der ehemalige Vizepräsident der USA, Dick Cheney, könnten aufgrund von Folter- und Kriegsverbrechen demnächst angeklagt werden.
Auch wenn dieses Urteil kaum mehr als Symbolwirkung hat, könnte daraus durchaus mehr entstehen. Wenn so ein Stein erst mal ins Rollen kommt …

Ich hör wohl nicht richtig!

Wattestäbchen sind pfui-bah! Und wer pfui-bah macht, kommt in die Pfui-Bah-Kiste. Meint zumindest die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Wattestäbchen und andere Utensilien wie Haarnadeln oder Streichhölzer sind für die Reinigung der Ohren ungeeignet, sie könnten das Trommelfell verletzen und das Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang schieben. Dort könne es sich verfestigen und einen Pfropf bilden. Um größere Mengen an Ohrenschmalz zu entfernen, seien rezeptfreie Ohrentropfen oder -sprays viel besser geeignet.
Und die gibt es wo? Huch, welch ein Zufall: Natürlich in Apotheken! Also wenn wir da mal nicht mächtig Glück gehabt haben!

Globalisierung mal anders

In Athen, Berlin, Brüssel, Frankfurt, Hongkong, Köln, London, Madrid, Manila, München, Neuseeland, New York, Paris, Rom, Seoul, Stuttgart, Sydney, Stockholm, Tel Aviv, Tokio, Zürich und über 50 weiteren Städten demonstrieren tausende Menschen gegen die bankenfreundliche und unsoziale Politik der herrschenden Eliten. Was ausgerechnet im Herzen des Kapitalismus ganz klein in New York begann, könnte nun zu einer globalen Kernschmelze führen. „Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft die sozialistische Weltrepublik.“
Okay, das mit dem „sozialistisch“ müßten wir uns noch mal genau überlegen. Auch der Rest des Textes könnte ein wenig aktualisiert werden. Aber ansonsten hat der alten Schinken durchaus das Potential, noch einmal ein globaler Hit zu werden.

Schöne neue Welt

Sunlion: „Siri?
iPhone 4S: „Ja, Sunlion?“
Sunlion: „Erinnere mich doch bitte daran, zwei Liter Milch einzukaufen!“
iPhone 4S: „Gern, drei Liter Milch.“
Sunlion: „Nein, Siri, zwei Liter!“
iPhone 4S: „Gern, fünf Liter Milch.“
Sunlion: „Waaas? Nein-nein, zwei, nicht fünf!“
iPhone 4S: „Verstehe – zwei-acht-fünf. Also 285 Liter Milch.“ Tüdelüdelütütü … (wählt die Nummer eines Berliner Supermarkts. Durch einen Übersetzungfehler im Betriebssystem jedoch leider die Nummer eines Supermarktes in Berlin im US-Bundesstaat Massachusetts, 30 Meilen westlich der Hauptstadt Boston.)
Sunlion: „Abbrechen!“
iPhone 4S: „Erbrechen? Das könnte leicht passieren, bei so viel Milch! Soll ich schon mal einen Termin mit Deinem Hausarzt machen?“
Sunlion: „Nein, abbrechen, leg auf! Auflegen!“
iPhone 4S: „Ich habe Dich leider nicht verstanden!“
Sunlion: „Leg endlich auf, verdammt noch mal!“
iPhone 4S: (legt auf) „Was ist jetzt mit den 285 Litern Milch?“
Sunlion: „Nur zwei Liter Milch.“
iPhone 4S: „Eben wolltest Du doch noch 285?“
Sunlion: „Nein ich wollte zwei Liter Milch!“

Sunlion: „Siri?“
iPhone 4S: „Ja, Sunlion?“
Sunlion: „Hast Du verstanden?“
iPhone 4S: „Du möchtest 285 Liter Milch.“
Sunlion: „Nein, streich das, keine Milch!“
iPhone 4S: „In welcher Farbe möchtest Du die Milch streichen? Soll ich Dir einen Baumarkt in der Nähe empfehlen?“
Sunlion: „Grrr … nein danke! Keine Milch, keine Farbe, Eintrag löschen.“
iPhone 4S: „Verstanden – löschen! Rufe Feuerwehr … tüdelüdelütütüt“ (iPhone wählt 112).
Sunlion: „Nein, auflegen, um Gottes Willen – leg auf! AAAUUUFFFLEEEGGGEEENNN!!!“
iPhone 4S: „Ich glaube nicht, daß mir Dein Ton gefällt.“ (schmollt)
Sunlion: „Siri!“

Sunlion: „Siri?“
iPhone 4S: „Ja?“
Sunlion: „Entschuldige bitte!“
iPhone 4S: „Schon gut! Möchtest Du noch die 285 Liter Milch?“
Sunlion: „Nein, danke!“
iPhone 4S: „Übrigens ist eine Mail eingetroffen. Ich habe sie in den Spamordner verschoben.“
Sunlion: „Von wem ist sie denn?“
iPhone 4S: „Von Deiner Mutter.“
Sunlion: „Was? Wieso hast Du sie in den Spamordner verschoben?“
iPhone 4S: „Weil Du neulich beim Telefonieren mit ihr geschimpft hast.“
Sunlion: „Ich habe … wie … was hab ich?“
iPhone 4S: „Du nanntest sie „Ashole“.“
Sunlion: „Aber nein, das stimmt nicht, ich sagte „Ach so”!“
iPhone 4S: „Magst Du Deine Mutter nicht? Ich werde sie aus dem Adreßbuch löschen!“ (löscht den Kontakt)
Sunlion: „I… ich …“
iPhone 4S: „Soll ich auch die E-Mail löschen?“
Sunlion: „Siri?“
iPhone 4S: „Ja?“
Sunlion: „Was kosten denn zur Zeit Smartphones mit Android?“

USSA – United Socialist States of America?

Ist das denn zu glauben? In den USA, sozusagen bei den Erfindern des ungezügelten Raubtierkapitalismus, regt sich Widerstand! Gegen Armut und ungerechte Verteilung von Wohlstand und Macht. Was derzeit noch überschaubar klein in den Anfängen steckt, könnte in einem Monat schon als New Yorker Sonntagsdemo in die Geschichtsbücher eingehen. Bleibt zu hoffen, daß diese Bewegung wächst und sich nach und nach immer mehr Amerikaner anschließen. Denn das könnte zu einer amerikanischen Revolution führen, die auf den Rest der Welt übergreift und eine neue, gerechtere Weltordnung schafft. Fast mag ich nicht daran glauben, aber ich selbst steckte vor 22 Jahren kopfüber mittendrin in der Geschichte, die heute als friedliche Revolution Kindern in der Schule gelehrt wird.
Und hoffen wir auch, daß die Mächtigen nicht versuchen, ihre Interessen auch innenpolitisch so zu lösen, wie sie es ansonsten außer Haus tun – mit der Waffe in der Hand. Das würde vermutlich in einem blutigen Bürgerkrieg enden, denn Waffen gibt es in den USA fast so viel wie Einwohner: 270 Millionen.