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Häppi Börsdäi tu juuuhhh …

Liebes Golfilinchen, da bist Du babyblauer kleiner Wonneproppen doch heute gerade erst ein Jahr alt geworden und doch schon weiter herumgekommen, als ich in diesem Alter. Eine – wie ich finde – be8888liche Leistung!

Du hast dabei auch schon vieles gesehen und erlebt: Die AC/DCs Tribute Band in Kühlungsborn an der Ostsee. Und die AC/DCs Tribute Band in Frankfurt/Oder. Und die AC/DCs Tribute Band in Neulietzegöricke, ebenfalls an der Oder. Und meine Verwandten im schönen Görlitz an der Neiße. Und Freunde in Leipzig. Und in Potsdam. Und erst vorgestern ein paar Orte an der Elbe, wo ich meine Armeezeit verbrachte und einige der übelsten Menschenschinder und Arschlöcher kennenlernen „durfte“.
Du hast mich überall mit hingenommen, wir waren richtig gute Kumpels. Die drei kleinen Kratzer, die ich Dir versehentlich zugefügt habe, nahmst Du mir nicht übel. Vielleicht weil ich mich immer gleich mit Pinsel und Farbe darum gekümmert habe, sie ungeschehen zu machen. Wenn ich beim Schalten gelegentlich im falschen Gang lande, heulst Du kurz auf und gehst dann wieder konzentriert und ohne zu schimpfen Deiner Aufgabe nach. Für diese kleinen Mißgriffe entschuldige ich mich vielmals! Bitte glaub mir – es liegt nicht an Dir!
Mittlerweile sind wir aber trotzdem ein prima eingespieltes Team. Und ich hoffe, wir werden noch viele glückliche Jahre miteinander verbringen.
Ich hab Dich lieb!

Dein Sunlion

Ausgeparkt

Die Idee des Veranstalters Eco-Mobility-Festivals, im Berliner Prenzlauer Berg einen Monat lang alle 3500 Fahrzeuge ohne Elektroantrieb aus dem Gebiet rund um den Helmholtzplatz zu verbannen, wurde nun vom Bezirksamt Pankow erst einmal „ausgeparkt“. Wie nicht anders zu erwarten, würde eine solche, von ein paar selbst nicht betroffenen „Aktionskünstlern“ aufgezwungene Spaßmaßnahme viele Anwohner erheblich einschränken und behindern, denn es gibt in einem Wohngebiet eben nicht nur Fußgänger und Radfahrer, die notfalls den öffentlichen Nahverkehr nutzen können. Ich selbst kenne dort auch ein paar Freunde, die jeden Tag über die fehlenden Parkplätze stöhnen, besonders wenn sie im Schichtbetrieb arbeiten und nachts zurückkommen, und dann natürlich keinen Parkplatz mehr finden. Die aber ohne eigenes Auto ihre Arbeitsplätze im Süden Berlins, weit außerhalb des S-Bahnringes nur schwer erreichen würden. Ob die 600 zur Verfügung gestellten Carsharing-Fahrzeuge für alle ausgereicht hätten, ist fraglich. Vielleicht wäre es schlauer, die für das Spektakel veranschlagten drei Millionen Euro lieber in Stromtankstellen zu investieren, denn der Kauf eines Elektroautos scheiterte neben den hohen Kosten und der geringen Reichweite in meinem Fall vor allem an der fehlenden Steckdose auf der Straße. Denn nicht jeder hat nun mal ein eigenes Grundstück, wie mein dienstältester Freund Tom.

Millionen blinkende Katzenaugen

Wer so wie ich sein Leben dem High Fidelity verschrieben und tausende von Mark und Euro in tausend blinkende Katzenaugen investiert hat, der wird möglicherweise viel Spaß daran haben, in den guten alten Zeiten zu schwelgen, als Hifi-Anlagen den Namen auch noch verdienten. Spontan fallen mir da so einige Enthusiasten ein, ich könnte ja mal irgendeinen beliebigen herausgreifen, ganz egal, kommt gar nicht so drauf an, ich schüttle einfach irgendeinen Namen aus dem Ärmel, völlig ungezwungen, einfach nach dem Zufallsprinzip, ohne an jemand Speziellen zu denken, ich sach einfach mal … ääähhhmmm … Herr A.! Der findet zum Beispiel Braun-Anlagen sehr chic. Und von Braun gibt’s da auch alte Kataloge. Und von meiner Lieblingsfirma Onkyo. Und Technics. Und Akai. Sogar von Fisher! Und JVC. Und über 100 weitere Marken. Ach, schaut einfach mal selbst ins Audio-Paradies mit Millionen blinkenden Katzenaugen.

Geniale und weniger geniale Menschen

Ich programmiere schon seit über zehn Jahren Internetseiten, und vor einiger Zeit machte ich mal eine staatlich geförderte Weiterbildung, um meine autodidaktisch erworbenen Fachkenntnisse weiter zu vertiefen. Die Seitenbeschreibungssprache HTML ist dabei noch recht einfach, so als würde man Englisch lernen. PHP, Javascript und MySQL erinnern da hingegen schon eher an Chinesisch, Japanisch und Koreanisch, drei für uns Europäer eher schwierige Sprachen, weil sie sich von unserer indogermanischen Sprachgruppe völlig unterscheiden. Und wenn man diese dann nicht regelmäßig übt, vergißt man die Regeln und Vokabeln auch schnell wieder. Um heute noch PHP programmieren zu können, müßte ich daher auch erst mal meine alten Unterlagen wieder hervorkramen und mich einlesen.
Ursprünglich programmierte ich mit dem Texteditor von Windows, was meinem Dozenten Schauer über den Rücken jagte. Das sei in etwa so, als würde man zu Silvester im Dorfteich anbaden gehen, meinte er. Denn mittlerweile sind Informatiker weniger knüppelhart drauf und nutzen lieber kuschelig-komfortable Werkzeuge, wie Notepad++, ein geniales Tool mit tollen Eigenschaften wie automatischer Vervollständigung von Parametern und so weiter. Ein echtes Genie war übrigens auch mein Dozent; meldete man sich, weil irgendetwas nicht so funktionierte wie es soll, machte er sich nicht extra die Mühe, vom Lehrertisch aufzustehen und die fünfzehn Meter zum Schüler zurückzulegen, um auf dessen Monitor zu schauen, nein – er nannte vielmehr ganz entspannt und ohne groß darüber nachzudenken die Zeilennummer, in welcher sich der Fehler vermutlich versteckte und hatte damit immer recht.
Bereits vor längerer Zeit von Windows abgesprungen, suche ich nun schon ein Weilchen nach einem alternativen Editor, denn Notepad++ gibt es leider nicht für den Mac. Nach mehreren früheren Versuchen hab ich heute neben einigen anderen Programmen auch den Komodo-Editor ausprobiert und bin mal wieder kurz vorm Ausrasten. Da implementieren die Entwickler zwar die Möglichkeit, die Zeilengröße zu ändern, damit man sich am Monitor keinen Wolf guckt, vergessen aber eine Änderungsmöglichkeit für den Zeilenabstand. Somit liegen die Zeilen direkt aufeinander, was nicht gerade zu einer besseren Lesbarkeit führt. Und das Hervorheben von zusammengehörigen Klammern (Start- und Endtags) ist zwar vorhanden, leider aber leuchtet beim Anklicken des Starttags der Endtag nur für eine Sekunde kurz auf. Was ziemlich sinnlos ist, wenn die Tags so weit auseinanderliegen, daß man erst runterscrollen muß, weil die Hervorhebung dann schon wieder erloschen ist.
Und insgesamt versaut mir diese Erkenntnis mal wieder komplett den Tag, weil ich den Eindruck habe, daß es nur noch Krüppel und Bekloppte auf der Welt gibt. Wie bitte kann man denn die Schriftgröße erhöhen und dabei nicht bemerken, daß die Zeilen nicht mehr genügend Abstand haben? Soetwas muß doch auffallen, während man auf den Bildschirm schaut, das springt einem doch „buchstäblich“ ins Auge! Wie kommt so etwas nur? Besoffen? Bekifft? Oder einfach nur mental nicht … sagen wir mal … „wettbewerbsfähig genug“ ausgestattet?
Bescheuerte Menschheit!

Rock-Zombies

Ich finde es echt erschreckend, was Alkohol und Rockmusik aus Menschen machen. Da werden handelsübliche Spießer, die sich tagsüber im Büro vermutlich ganz normal benehmen, zu völlig enthemmten, jeder Kontrolle beraubten Zombies, die sich selbst und ihre Umgebung anscheinend völlig ausblenden, während sie Getränkebecher durch die Gegend werfen, mit den Armen um sich schlagen und wild herumspringen, ohne Rücksicht auf Verluste. Das erinnerte mich spontan an Knorkators Song „Für meine Fans“: „… stattdessen seh‘ ich jeden Tag erbärmliches Proletenpack“.
Da steht man auf der geilsten Party der Welt und hat trotzdem schon nach kurzer Zeit das dringende Bedürfnis, einfach nur noch schnell nach Hause zu fahren. Schade, daß es immer ein paar Arschlöcher geben muß, die einem die gute Laune vermiesen.

Fahrschulprüfungsfrage Nr. 1009:

Sie fahren im dichten Feierabendverkehr, es bildet sich zähfließender Verkehr. Wie können Sie die kurzen Wartezeiten beim Anhalten des Fahrzeugs sinnvoll nutzen?
Richtige Antwort: Ich überprüfe den Zustand meiner Zahnhygiene und korrigiere wenn nötig mit Zahnseide.
Soeben hinter mir beobachtet.
Kein Witz!

Angst vorm gelben Strahl

Soeben in der Berliner Abendschau: Die Freßbuden am Breitscheidplatz rund um die Gedächtniskirche müssen weg. Die Stadt ist der Ansicht, daß es dem Gedanken des Denkmalschutzes widerspricht, wenn es rund um die Kirche aussieht, wie auf ’nem Rummelplatz. Der Pfarrer der Kirche befürchtet nun, daß durch das Wegfallen der Selbstkontrollen durch die Budenbesitzer das Gelände wieder unter zunehmender Verwahrlosung leiden könnte, beispielsweise weil Passanten gegen die Kirche pinkeln.
Also als ich das hörte, dachte ich so bei mir – da sind die jetzt bestimmt ganz schön angepißt!