Über die Unmöglichkeit von Politikern, einen Doktortitel zu erwerben, referiert der Autor Raul Rojas in seinem wirklich lesenswerten Beitrag „Guttenberg und Schavan: Die Doktoren der Herzen“ im Onlinemagazin Telepolis.
Eine unverbindliche Empfehlung von Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. hc. phil. fil. vil. Sunlion Sonniglöw‘.
Zur derzeit vor sich hinköchelnden Sexismus-Debatte um Rainer Brüderle gibt es in „The European“ einen wirklich lesenswerten und klugen Beitrag der Publizistin Birgit Kelle, der in sachlicher und etwas ausführlicherer Form meine eher flappsig formulierte These bestätigt, daß jede Ursache auch eine Wirkung nach sich zieht.
Sag mal, liebe Berliner S-Bahn, ist dieser Zustand hier …
… auch „witterungsbedingt“, wie in den letzten Tagen immer öfter bei Zugausfällen und Verspätungen an der Anzeige vermeldet wurde, weil defekte Weichen, Türen oder Heizungen natürlich nicht das Produkt von Vernachlässigung und Fehlplanung sind, sondern ausschließlich Schuld des schlechten Wetters? Nee, ich frag ja nur mal so! Sieht nämlich eher aus, wie hausgemacht!
Die Dubaier Metro hab ich jedenfalls irgendwie anders in Erinnerung …
Gerade fand ich beim Aufräumen den Ausdruck einer E-Mail, in der mein Lieblingsadministrator des Unternehmens, für das ich zu der Zeit gearbeitet hatte, meine Frage nach der Rechtevergabe in einem Windows-Dateisystem beantwortet. Wegen massiver Putzigkeit dieser Antwort habe ich den Zettel bis heute aufgehoben und möchte meine geneigte Leserschaft gern daran teilhaben lassen. Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten habe ich die Namen anonymisiert:
Das Jahr hat ja gerade erst angefangen, deswegen bin ich nicht ganz sicher, ob ich jetzt schon die diesjährige Verleihung der international hochgeschätzten und begehrten Auszeichnung „Musik mit Esprit“ vornehmen soll. Glücklicherweise hat der Künstler zu dem wirklich beeindruckenden Musikstück mit Suchtfaktor auch noch einen kunstvollen Film gedreht, so daß ich einfach eine neue Kategorie kreiere – Film mit Esprit.
Liebe Kinder! Es gab einmal eine Zeit, in der hatten Menschen wie Du und ich eine große schwarze Kiste unter ihrem Fernseher stehen, in welche man kleine schwarze Kisten hineinschieben konnten, um die darauf gespeicherten Filme abzuspielen. Man nannte das „Videorekorder“, und wer einen hatte, war in der Schule voll der Macker. Wer heute noch so eine Kiste hat, ist in der Schule wohl eher der Vollpfosten. Auf einer dieser kleinen schwarzen Kisten gab es diesen tollen Film, für den der Begriff „Kunstwerk“ wohl der einzig sinnvolle ist, und an dessen Position auf dem Videoband das Trägermaterial vom vielen Anschauen schon so durchgeschubbert war, daß der japanische Hersteller der Kassette vor lauter Angst schon mal ein ganzes Rudel erstklassiger Rechtsanwälte in Stellung brachte, um eventuellen Schadensersatzklagen des Videojunkies von vornherein vorzubeugen. Wobei die Musik für sich allein schon in einer Klasse spielt, die für unzählige Musiker unerreichbar sein dürfte.
Nachdem ich bereits vor einigen Jahren große und kleine schwarze Kisten entsorgt hatte, um meine gesellschaftliche Position nicht zu gefährden, habe ich den Film nun endlich wiederentdeckt und umgehend für die Auszeichnung zum „Film mit Esprit“ nominiert. Sie geht dieses Jahr an Peter Gabriel und sein Spiel mit Licht und Schatten, Andeutungen und Vermutungen in seinem Meisterwerk „Merci Street“:
Ab sofort übernimmt Chuck Norris die Leitung des Flughafens Berlin-Brandenburg. Und es gibt auch schon einen neuen und diesmal endgültigen Termin für die Eröffnung: Morgen früh, 06.30 Uhr.
Weihnachten ist dieses Jahr üppig ausgefallen: Die Weihnachtsmum hat mir ein Auto geschenkt. Oder besser gesagt, einen Gutschein dafür. Vielen Dank, Mum, sehr nett von Dir! Dafür werde ich auch immer fein die schweren Einkäufe für Dich mitbringen, damit Du nicht mehr so viel schleppen mußt.
Im Grunde ist die Idee, sich einen Neuwagen kaufen zu wollen, ziemlich bescheuert, betrachtet man mal unvoreingenommen die Anschaffungs- und Folgekosten, wie Steuern, Benzin, Reparaturen und so weiter. Dafür könnte man grob geschätzt 1000 Jahre lang ununterbrochen Taxi fahren. Andererseits benötigt man auch keinen Fernseher mit einem einsfuffzich breiten Bildschirm, denn der Mist, mit dem die Sender so dieses Land beschmutzen, wird dadurch nicht viel ansehnlicher. Deswegen betrachte ich den Neuwagenkauf auch mehr als persönliche Eurorettungsaktion im Familienkreis, denn so, wie sich die Bankenkrise in Europa derzeit entwickelt, wird es wohl früher oder später zum Zusammenbruch des Euro kommen. Und wenn der Staat eine Währungsreform durchführt, wird wohl so manches Konto auf der Strecke bleiben. Außerdem lebt man nur einmal, ein bißchen Luxus muß auch mal sein. Interessant im Zusammenhang mit allen möglichen Krisen und Unglücken finde ich übrigens, daß es nach dem großen Knall fast immer heißt: „stärker als befürchtet“ oder „schlimmer als bisher angenommen“, und zwar sowohl beim Klimawandel als auch bei finanziellen Problemen.
Zwei Tage vor Silvester habe ich mir zum Fahren üben mal ein Auto gemietet und bin damit nach Freest gefahren, einem kleinen Fischerdorf an der Peenemündung, also nicht weit entfernt von der Ostsee. Dort verbrachte ich während meiner Kindheit regelmäßig die Sommerferien mit meiner Familie. Gemessen an meinen Erwartungen und meinen dreißig Jahre alten, romantisch verklärten Erinnerungen waren die Veränderungen im Ort „schlimmer als befürchtet“. Also nicht, daß der Ort nun verfallen und verrottet wäre, so ist das nicht gemeint. Aber manchmal sind Dinge, die sich zum Positiven verändern auch mit einem Verlust behaftet. So kann ich zum Beispiel einem kleinen sandigen Feldweg, der von der Hauptstraße des Dorfes an einer Siedlung vorbei zum Strand führt, nicht mehr viel abgewinnen, sobald er gepflastert ist. Und die vormals daneben verlaufende Weite einer unbewirtschafteten Wiese, flankiert von Obstbäumen, ist nun der bedrückenden Enge von Häusern und Grundstücken gewichen, alle hübsch aufgereiht und makellos zurechtgestutzt, wie in einem Baumarkt-Katalog.
Am Ende des Weges gab es früher zwei Höfe, beide hatten Hühnerställe, Federn wurden vom Wind durch die Gegend geweht und der Gestank war im Sommer unerträglich. Heute sind die Ställe verschwunden, die Eier gibt es im Supermarkt, die Hühner ebenfalls. Auch das Gackern ist verstummt, kein Laut ist mehr zu hören, das ganze Dorf wirkt wie ausgestorben.
Kurz dahinter gab es früher eine schmale Gasse zum Strand, hindurch zwischen Schilfrohren und mückenverseuchten Schlammlöchern. Heute ist das Areal zugewachsen, die Natur hat es sich zurückerobert und gleich noch ein Stück des Strandes mit dazugenommen. Das, was davon übrig ist, sieht heute so aus:
Auch bei dem Rettungsturm ist wohl nichts mehr zu retten.
Andererseits ist Freest wohl immer noch ein florierendes Fischerdorf, in dem frisch gefangene Fische geräuchert und verkauft werden, im Hafen liegen die Kutter, wie schon vor 30 Jahren:
Vielleicht sollte man einen Ort wie Freest nur einfach nicht im Winter besuchen, wenn man ihn bisher nur im Sommer kannte. So ein Strand muß schließlich ordentlich gepflegt und eingeölt sein, damit er gefällt. Also werde ich im Sommer noch einmal vorbeischauen, das dafür benötigte Auto ist bis dahin hoffentlich vorhanden, ansonsten nehme ich den hier:
Sportliche Seitenlufteinlässe (in Verbindung mit dem Paket Countrydrive), Driver-Protect-Chain, Sonderfarbe Oceanblue, Felgen in Wagenfarbe lackiert und Kofferraum mit edlem Echtholzlook, dafür zahlt man beim Golf schon 1.952 € Aufpreis (danke an Willi Tanner für diese perfekte, detaillierte Analyse).
Ach siehste – fast vergessen: Ihr Autohäuser Ihr, das ist jetzt Eure Chance! Wie man so liest, geht es Euch nicht so gut, weil keiner mehr Autos kauft. Also ich kaufe eins, Golf 7 Highline in hellblau. Angebote an sunny.burnett(ät)live.de. Aber unter 20 Prozent läuft gar nix, nich‘? Nich‘?
Kein bißchen!
Nix!
Keine Lust auf Maloche? Keinen Bock auf Überstunden? Karriere machen in New York ist doof? Die Führungsposition im Unternehmen übernehmen ist unattraktiv? Da geht es Euch genauso wie mir! Und offenbar vielen anderen auch. Wie sehr es mich freut, soetwas zu lesen!
Ich hatte soeben eine neue geniale Geschäftsidee! Ich mache mich selbständig und werde Urlaubsvertreter. Und das funktioniert so: Wenn jemand einen Urlaub gebucht hat und vor lauter Arbeit keine Zeit findet, dort auch hinzufahren, überträgt er mir einfach diese Aufgabe als Urlaubsvertretung. Also den Urlaub, nicht die Arbeit. Dafür bekommt er von mir wöchentlich ein bis zwei Urlaubskarten und ein paar Fotos, damit er auch etwas davon hat. Alle Spesen und eine geringe Aufwandsentschädigung (bei Politikern heißt soetwas „Diäten“) sind natürlich inbegriffen. Für mich.
Also, wer hat demnächst Urlaub und keine Zeit? Vielleicht sogar in Dubai? Anfragen bitte wie immer an sunny.burnett(ät)live.de.
Ich habe doch am Freitag erst bei Apple angerufen und für mein iPhone eine Reparatur angefordert. Keine 14 Stunden später stand der UPS-Mann schon an meiner Tür und holte das tote Teil ab. Aber bereits heute – Dienstagmittag – stand der Mann mit einem neuen Gerät wieder vor meiner Tür! Ich kann es kaum glauben!
Dummerweise war ich nicht zu Hause, sondern arbeiten. Also habe ich soeben gegen 18.45 Uhr um eine Umleitung hin zu meinem Arbeitsplatz gebeten. „Möchten Sie es dort morgen angeliefert bekommen?“ Was, morgen schon?
Jungs, Ihr seid echt schnell! Und zwar beide!








