Seit ich im öffentlichen Nahverkehr Kopfhörer aufhabe, ist der morgendliche Weg zur Arbeit viel entspannter. Selbst die nervigen Musiker, die immer noch allen Ernstes glauben, daß ihr Geschrammel und Getröte zu plärrender Kassettenmusik eine Bereicherung der Kultur darstellt und sich dann über die teilnahmslosen oder genervten Gesichter der Fahrgäste und leere Pappbecher wundern, sind mit den Klängen von Jean Michel Jarre, Winona oder Future Loop viel erträglicher.
Dabei wollte ich eigentlich gar keinen MP3-Player. Wie dumm von mir!
Als diese Woche die Medien wieder in schönster Einigkeit das Märchen vom 11. September 2001 erzählten, hätte man meinen können, die Geschichte ist unstrittig und unwiderruflich im kollektiven Bewußtsein verankert und in den Geschichts-
büchern für alle Zeit unauslöschlich gedruckt.
Aber sie ist es nicht. Genau wie mich gibt es weltweit viele tausende Menschen, die den alptraumhaften Spuk vom islami(sti)schen Terroranschlag durch Osama Bin Laden (der bei einer geheimen Kommandoaktion der USA einfach abgeknallt und anschließend hastig ins Meer gekippt wurde, damit keine Untersuchungen mehr möglich sind) nicht glauben wollen. So gibt es nun wieder Forderungen nach einer Neuaufnahme der Ermittlungen. Letztendlich kommt die Wahrheit immer ans Licht, auch wenn es manchmal etwas länger dauert.
Während ich soeben an der Straßenbahnhaltestelle wehmütig das nahende Ende des Sommers konstatierte, weil sich die Kühle des Morgens hemmungslos durch meine dünne Windjacke und das kurzärmlige Hemd an meinen ehrenwerten Alabasterkörper heranwanzte, und auch alle anderen Fahrgäste mittlerweile wieder mehr oder weniger hübsch verpackt (von Pankow aus betrachtet) Richtung Süden zu ihren Arbeitsplätzen ziehen, da wunderte ich mich über einen leicht übergewichtigen kleinen Mann, der als einziger ohne Jacke und mit einem Tankshirt, also einem T-Shirt ohne Ärmel, bekleidet in der Bahn saß. Als sein Telefon klingelte, wußte ich, warum: Er sprach Russisch. Vermutlich ist er aus seiner Heimat ganz andere Temperaturen gewohnt, sodaß ihm der naßkalte Berliner Spätsommer vorkommt, wie das Wetterfroschparadies auf Erden.
Glückspilz!
Die coolste und vielleicht berühmteste Brille der Welt, und ich kann sie mir leisten! Ist das nicht toll? Wer hätte das gedacht, als ich mir vor 25 Jahren noch die Nase an den Vitrinen der volkseigenen Intershops plattgedrückt habe. Selbst er hat sie schon getragen! Der Hersteller produziert übrigens die meisten seiner Modelle auch nach Jahrzehnten noch immer unverändert.
Es kommen halt doch nicht nur schlechte Dinge aus Amerika.
Dieser Beitrag wurde nicht gesponsort von Shuron. Aber das Geld habe ich wirklich gern ausgegeben.
Was hinter der Finanzkrise steckt: Die Finanzbranche hebelt weltweit die Demokratien aus. Ein Hörbeitrag von WDR 5.
Michael Clarke Duncan ist tot.
Michael wer?
Michael Clarke Duncan. Das kam nun aber auch ziemlich unerwartet.
Schade, ich mochte ihn.
Mach’s gut und vielen Dank, für Deine Präsenz, Deine Kunst und Deinen Humor.
Gestern um 23 Uhr ins Bett gegangen, um 04.30 Uhr immer noch wach gelegen, gegen fünf Uhr dann endlich eingeschlafen, um sieben Uhr aufgestanden, in der Straßenbahn von zwei Kindergartengangs terrorisiert worden und dann totmüde mit dicken Augen am Computer bei der Dekra die Theorieprüfung absolviert. Was für ein Ergebnis kann man da wohl erwarten?
Tja … nun: Dreißig Fragen, zwölf Minuten … null Fehler!
Bestanden!!! Juchuuu …
Dafür heute Abend in der Fahrpraxis mal wieder bei Rot über die Ampel gefahren (hätte Meister Ralf nicht schnell die Füße gesteckt). Echt blöd!
1979 gelang dem mittlerweile berühmten Regisseur Ridley Scott ein filmisches Meisterwerk, das Maßstäbe setzte und Vorbild für viele weitere Nachahmer wurde. Der Film „Alien“ war so klaustrophobisch und gruselig, daß viele Kinobesucher mit schlotternden Knien und flatternden Nerven den Saal verließen und dessen namentliche Erwähnung auf dem Schulhof bereits ein flaues Gefühl in der Magengrube hinterließ, ohne daß man ihn gesehen hatte. Alien!
Derzeit läuft in den Kinos der Film Prometheus, der die Vorgeschichte der Alien-Saga erzählt und in dessen letzter Szene die Alienkreatur dann auch tatsächlich erstmals auftaucht.
Bis dahin muß man jedoch zwei Stunden lang den größten Schwachsinn erdulden, der jemals durch das Glas der Linse in den dunklen Kasten der Kamera geschickt wurde: In einem futuristischen Raumschiff erwacht nach langer Reise die Crew aus dem Kälteschlaf. Bei der folgenden Lagebesprechung erfahren die Mitglieder zum ersten Mal, um was es bei der Reise eigentlich geht, nämlich die Suche nach den (lächerlich schlecht animierten) Göttern, beziehungsweise den „Konstrukteuren“. Und ich frage mich unwillkürlich, wie dann wohl das Einstellungsgespräch abgelaufen ist: „Wir fliegen drei Jahre im Weltraum herum, aber ich darf Ihnen leider nicht sagen, wieso“? Bemerkenswert sind auch die Weltraumanzüge der Crew – es gibt keine! Jeder hat das an, was er zuletzt auf der Erde trug, bevor er in der Kneipe sein Bier bezahlte und zum Weltraumhafen trampte.
Anscheinend wurden für das Team auch nicht die besten der Besten der Besten ausgesucht, die perfekt miteinander harmonieren und eine professionell agierende, sich ergänzende Einheit bilden, nein-nein – es handelt sich natürlich um egoistische, aggressive, unkollegiale, extrem leichtsinnige, zu unüberlegten Handlungen neigende und vereinzelt auch recht ungepflegt wirkende Individuen. Also halt Menschen wie du und ich, wie man sie eben auf jeder normalen Weltraummission findet.
Kaum ist das Raumschiff gelandet, wird erst mal behutsam und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen die Umgebung abgetastet, nach Lebenszeichen gesucht und vorsichtig ein Schritt nach dem ander…
Ach Quatsch, Klappe auf und raus in die Wüste, wozu mit Sicherheitsmaßnahmen aufhalten? Eine Waffe mitnehmen, zur Sicherheit? Aber nicht doch, das ist ja schließlich eine wissenschaftliche Erkundungsmission!
Was ist das? Oh, eine Höhle! Nein, wir warten nicht erst die Ergebnisse ab, was sich darin verbergen könnte, wir laufen möglichst schnell, möglichst tief hinein und nehmen am besten gleich noch die Helme ab, weil der Computer sagt, die Luft ist rein. Hey, hallo – wir haben hier einen Alienkopf gefunden, den nehmen wir gleich mal mit. Zurück im Raumschiff wird dieser dann sofort untersucht, natürlich ohne Sicherheitsschleusen, ohne durch Glas abgetrennten Untersuchungsraum, wozu auch? Wir sind ja nur auf einem völlig fremden Planeten!
Zwei Crewmitglieder, die sich in der Höhle von der Truppe entfernten, weil sie es plötzlich mit der Angst zu tun bekamen (siehe an, in dieser diffusen Situation hörten sie auf ihren Instinkt!), stehen plötzlich zwei schlangenartigen Wesen gegenüber, aber anstatt sich still zu verhalten und sich zurückzuziehen, tun sie was? Genau: Wie man es auch auf der Erde machen würde, wenn man sich einer unbekannten Schlange gegenübersieht, nähern sie sich den Wesen und strecken ihnen auch noch die Hand entgegen. Schön blöd, wer da nicht zubeißt!
Und so kommt es, wie es kommen muß, die Protagonisten verabschieden sich nach und nach aus der … nennen wir es der Einfachheit halber mal „Handlung“. Recht so, wer sich so haarsträubend dämlich verhält, der soll bitteschön auch aus dem Genpool verschwinden.
Vom Planeten ist übrigens nicht viel zu sehen. Anstatt diese tolle Chance zu nutzen und atemberaubende Welten zu zeigen, verlegt Ridley Scott die Handlung überwiegend in die Höhle und das Raumschiff. Und statt knisternder Spannung gibt es nur überflüssiges Gelabere. Deshalb darf sich der Film nun zu den zehn schlechtesten Filmen zählen, die meine Breitleinwand-Augen je ertragen mußten.
Laborchef Dr. Klenk weiß die Antwort. Glaub ich. Ab 1.21:
PS: Je öfter man es guckt, desto lustiger wird’s!
Nachdem ich aufgrund ungünstig gelegener „Lokäischens“ und rückwärtigen Totalschadens leider keinen einzigen Konzerttermin der besten AC/DC-Kopie der Welt wahrnehmen konnte, hatte ich mich Anfang Juni nun doch endlich dazu entschlossen, mir jenes sagenumwobene Stück Papier zuzulegen, das zu DDR-Zeiten noch 60 Ostmark kostete, für das man heutzutage locker 1800 Euro hinblättern muß (das sind etwa 25.200 Ostmark), und für das manche Menschen bereit sind, zu töten.
Die Rede ist vom Führerschein, und da in meiner engeren Familie sich jahrzehntelang keiner dazu durchringen konnte, mal endlich einen anzuschaffen, habe ich nun das schwere Los übernommen, die Familienehre zu retten. Unter’m Strich wohl eher eine Milchmädchenrechnung, denn für die gesamten Kosten, die man für Pappe, Auto, Versicherung und Reparaturen aufwenden muß, kann man vermutlich 1000 Jahre lang am Stück Taxi fahren. Doch die Abhängigkeit von Bus, Bahn und Mitfahrzentrale wolle ich endlich durchbrechen, und jetzt, gut zwei Monate später, erscheint mir das Vorhaben doch leichter, als befürchtet. Manche Fragen in der theoretischen Vorbereitung sind mitunter etwas unlogisch oder widersprüchlich, und wenn man absolut keine Ahnung von Autos hat, so wie ich, kann man technische Zusammenhänge auch nicht immer gut durchschauen. Da hilft eben nur Lernen!
Aber in der Fahrpraxis mache ich mich jedes Mal besser, das Auto fährt fast von alleine und dem Fahrlehrer neben mir stehen zunehmend weniger Schweißperlen und Sorgenfalten auf der Stirn. Spätestens nachdem ich eine plötzliche Notbremsung meisterhaft absolvierte, hat er wohl etwas mehr Zutrauen in mein Können gefaßt: Minutenlang dackelte ein kleiner, weißer Fiat von einem bekannten Sozialdienst hinter mir her, während ich mit hastigen 33 Kilometern pro Stunde durch eine fünfziger Strecke eilte, um mich dann auf der eher schmalen und leicht ansteigenden Pankower Damerowstraße zu überholen. Und ich freue mich noch darüber, den fiesen kleinen Drängler endlich los zu sein, sage das auch mit einem einsekündigen Seitenblick zu meinem Fahrlehrer, als der miese kleine Köter plötzlich mit rotleuchtenden Augen vor mir steht, um nach links abzubiegen. Ein kräftiger Tritt auf das Eisen in der Mitte brachten den Yeti dann einen halben Meter hinter dem amtlichen Kennzeichen der gemeinen Drängelbremse zum Stehen. Also wenn er sowieso abbremsen muß, um anschließend abzubiegen, hätte er die 200 Meter auch noch ohne zu überholen ausgehalten. Und überhaupt – wieviel Verrückte es dort draußen gibt! Wenn ich mit 49 auf einer fünfziger Strecke unterwegs bin und mit gefühlten 180 km/h und merkwürdig ruckeligen Lenkbewegungen überholt werde, wird mir schon ein wenig mulmig!
Jedenfalls rückt die Frage nach dem richtigen Auto nun langsam in nähere Reichweite, und nach intensiver Beratung durch die Internetcommunity soll es nun doch ein Neuwagen werden, sponsored by Mum. Erstaunlicherweise sind für einen, durch seinen Beruf als Grafiker und Fotograf im Sehen geschulten Ästheten wie mich die Möglichkeiten recht stark eingeschränkt, denn die meisten aktuellen Autos sind häßlich! Unharmonische Linien, merkwürdige Knicke und Falze in Karosserie und Lampen, es ist wirklich zum Jammern. Gelegentlich habe ich den Eindruck, daß Autos umso häßlicher werden, je billiger sie sind. Ein Schalk, wer den Herstellern hier Böses unterstellt! Und die richtig geilen Schlitten sind zwar als Gebrauchtwagen schon günstig zu bekommen, dafür dürfte man aber spätestens bei Fälligwerden der Versicherungsprämie und den unaufhaltsam näherkommenden Ersatzteilkosten ins finale Koma fallen.
Richtig sexy und noch halbwegs erschwinglich könnte aber der kommende Golf 7 werden. Das Design spricht mich wirklich sehr an, und als Zweitürer hat er auch die richtige Alltagsgröße. VW hat anscheinend sogar verschiedene alternative Antriebskonzepte in der Schublade, wobei zu befürchten ist, daß ein elektrischer Golf nicht bezahlbar ist, denn für die grob geschätzt 10.000 Euro mehr, die er im Vergleich zu einem Benziner in der Anschaffung teurer sein dürfte, kann man schon einige tausend Kilometer auf herkömmliche Art zurücklegen. Und die passende Steckdose hat der Parkplatz vor meinem Haus leider auch nicht. Interessant finde ich die Idee, von vier Zylindern zeitweilig zwei abzuschalten, wenn sie nicht benötigt werden, um Benzin zu sparen. Allerdings hatte ich diese Idee als autotechnischer Laie bereits vor über zehn Jahren, wenngleich in etwas abweichender Form, nämlich mit abwechselnd arbeitenden Zylindern, um den Verschleiß gleichmäßiger zu verteilen.
Ich persönlich bin jedoch eher ein bekennender Fan der Kernenergie und hoffe noch immer auf die in den sechziger Jahren propagierten Fahrzeuge mit eigenem Kernreaktor. Soweit ich mich erinnern kann, stammt diese Erfindung von dem japanischen Professor Fukushima, eine Idee, die ihn weltweit mit einem Knall berühmt gemacht hat.
Dieser Beitrag wurde nicht gesponsort von VW. Die Chance solltet Ihr Euch allerdings nicht entgehen lassen! Wie wär’s mit einem gesponsorten Golf 7? Ich verspreche auch hoch und heilig, daß ich ihn hier seligsprechen werde!


