„Europa ist, wenn die armen Leute in den reichen Ländern die reichen Leute in den armen Ländern finanziell unterstützen.“
Ist was dran. Hab ich aus einem Forum von einem, der es aus einem Forum hat.
Gestern früh hörte ich, wie sonst auch, in der S-Bahn Musik. Abends auf dem Weg nach Hause stellte ich dann erstaunt fest, daß auf dem Weg von Morgenrot nach Sonnenuntergang der linke Gummiflummi meines Ohrhörers heimlich desertiert ist. Also bestellte ich bei Amazon erzwungenermaßen acht (!) Ersatzflummis zum stattlichen Wucherpreis von 17,80 Euro. Wieso man gerade acht Stück statt nur einem oder zweien kaufen muß, weiß vermutlich nur der Hersteller.
Um aber nun bis zur Lieferung nicht ohne Musik unterwegs sein zu müssen, griff ich heute früh zur älteren Zweitausstattung. Aber wenn der Sand erst mal im Getriebe ist, knirscht es bekannlich etwas länger. Heute Abend auf dem Heimweg mußte ich entsetzt feststellen, daß auch der linke Flummi des alten Hörers das Weite gesucht hat. Entweder habe ich etwas extrem Ekeliges im linken Ohr oder aber das Schicksal hat mal wieder Langeweile und sich ausgerechnet mich ausgesucht, um seine grausamen kleinen Spielchen zu spielen.
Gab es heute sonst noch etwas Nennenswertes? Nöö, eigentlich nicht.
Ach doch – halt: Ich bin ja heute früh durch die fahrpraktische Prüfung gefallen. Was auch überhaupt kein wirklich großes Problem ist, außer, daß ich mich nun auch weiterhin wochenlang mit Schlaflosigkeit, daraus resultierender Müdigkeit und nervlichem Streß auseinandersetzen muß. Und wofür?
Ich hasse mein Leben!
Ich würde gern auch mal wieder etwas Positives erleben.
Meine Bewunderung, verbunden mit einem offiziellen Heiratsantrag geht dieses Jahr an Aleksandra „Ola“ Rosiak. Die hübsche Moderatorin aus Polen schafft es durch ihre natürliche und fröhliche Art immer wieder, mir beim Durchzappen meiner 30 digitalen Fernsehkanäle mit Ihrem Erscheinen auf dem Bildschirm die Finger auf der Fernbedienung einfrieren zu lassen, während gleichzeitig in meinem Kopf die Musik anfängt zu spielen, tausend Schmetterlinge in meinem Bauch erwachen und Millionen kleine flauschige rote Herzchen im Zimmer umhertanzen. Was für eine tolle Frau!
Der schlechteste Filmtod aller Zeiten. Wirklich richtig, richtig, richtig schlecht. Schlechter geht’s nicht:
Früh um Sieben quäle ich mich schlaftrunkend aus dem Bett, fahre miesgelaunt zur Arbeit und sitze dann mit Watte im Kopf acht Stunden lang vor dem Computer. Nach dem Mittagessen fallen mir regelmäßig fast die Augen zu, mit Mühe schaffe ich es dann, bis zum Feierabend wach zu bleiben. Abends noch schnell etwas Sport/Fernsehen/Im-Internet-surfen, was halt gerade so ansteht, und nach dem Zähneputzen schleppe ich mich todmüde und ultraschlaff ins Bett.
Exakt in dem Moment, wo das Klicken des Nachttischlampenschalters das Verlöschen der letzten Photonen akustisch begleitet, bin ich plötzlich hellwach. Mein Gehirn schaltet auf Burstmodus und fängt an, irgendwelche unglaublichen und unerklärlichen, fiktiv-synthetischen Filme abzuspielen oder nervige Hitsingles in Endlosschleife zu dudeln, die ich garantiert noch nie mochte und auch ganz sicher nicht in meinem umfangreichen Repertoire führe.
Muß das so sein? Läuft da nicht irgendetwas falsch? Hab ich vielleicht einen wichtigen Schalter übersehen? Kann man das reparieren? Muß ich das reklamieren? Und wenn ja … bei wem?
Ich habe soeben eine neue humanoide Spezies entdeckt: Menschen, die so empfindliche Augen haben, daß sie selbst in der U-Bahn Sonnenbrillen tragen müssen!
Welch trauriges Schicksal!
Seit ich im öffentlichen Nahverkehr Kopfhörer aufhabe, ist der morgendliche Weg zur Arbeit viel entspannter. Selbst die nervigen Musiker, die immer noch allen Ernstes glauben, daß ihr Geschrammel und Getröte zu plärrender Kassettenmusik eine Bereicherung der Kultur darstellt und sich dann über die teilnahmslosen oder genervten Gesichter der Fahrgäste und leere Pappbecher wundern, sind mit den Klängen von Jean Michel Jarre, Winona oder Future Loop viel erträglicher.
Dabei wollte ich eigentlich gar keinen MP3-Player. Wie dumm von mir!
Als diese Woche die Medien wieder in schönster Einigkeit das Märchen vom 11. September 2001 erzählten, hätte man meinen können, die Geschichte ist unstrittig und unwiderruflich im kollektiven Bewußtsein verankert und in den Geschichts-
büchern für alle Zeit unauslöschlich gedruckt.
Aber sie ist es nicht. Genau wie mich gibt es weltweit viele tausende Menschen, die den alptraumhaften Spuk vom islami(sti)schen Terroranschlag durch Osama Bin Laden (der bei einer geheimen Kommandoaktion der USA einfach abgeknallt und anschließend hastig ins Meer gekippt wurde, damit keine Untersuchungen mehr möglich sind) nicht glauben wollen. So gibt es nun wieder Forderungen nach einer Neuaufnahme der Ermittlungen. Letztendlich kommt die Wahrheit immer ans Licht, auch wenn es manchmal etwas länger dauert.
Während ich soeben an der Straßenbahnhaltestelle wehmütig das nahende Ende des Sommers konstatierte, weil sich die Kühle des Morgens hemmungslos durch meine dünne Windjacke und das kurzärmlige Hemd an meinen ehrenwerten Alabasterkörper heranwanzte, und auch alle anderen Fahrgäste mittlerweile wieder mehr oder weniger hübsch verpackt (von Pankow aus betrachtet) Richtung Süden zu ihren Arbeitsplätzen ziehen, da wunderte ich mich über einen leicht übergewichtigen kleinen Mann, der als einziger ohne Jacke und mit einem Tankshirt, also einem T-Shirt ohne Ärmel, bekleidet in der Bahn saß. Als sein Telefon klingelte, wußte ich, warum: Er sprach Russisch. Vermutlich ist er aus seiner Heimat ganz andere Temperaturen gewohnt, sodaß ihm der naßkalte Berliner Spätsommer vorkommt, wie das Wetterfroschparadies auf Erden.
Glückspilz!
Die coolste und vielleicht berühmteste Brille der Welt, und ich kann sie mir leisten! Ist das nicht toll? Wer hätte das gedacht, als ich mir vor 25 Jahren noch die Nase an den Vitrinen der volkseigenen Intershops plattgedrückt habe. Selbst er hat sie schon getragen! Der Hersteller produziert übrigens die meisten seiner Modelle auch nach Jahrzehnten noch immer unverändert.
Es kommen halt doch nicht nur schlechte Dinge aus Amerika.
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