Menü Schließen

Vorbei und vorbei!

Da triffst Du einmal einen interessanten Menschen. Einmal in tausend Jahren. Auf dem Heimweg. Er kommt Dir entgegen … lächelt … und geht vorbei. Du schaust ihm hinterher, aber er blickt nicht zurück. Zwei Sekunden. Drei. Vorbei. Für immer verloren in der Zeit.
Echt schade.

Musik mit Esprit

Der Name des Gewinners des diesjährigen Sunlion-Musik-Ehrenpreises 2012, der mit rein gar nix dotiert ist, lautet (und diesen Satz habe ich deshalb so umständlich formuliert, damit nach „Der Gewinner des diesjährigen Blabla-Preises, der mit nix dortiert ist,“ nicht gleich noch ein „ist“ folgt) … äh …
Ach was soll’s! Also der Gewinner ist der berühmte Filmkomponist John Williams. 1979, also lange vor der Erfindung von Internet, Mobiltelefon und kleinen putzigen Sesselchen, die man im Internet bestellen und sein Mobiltelefon reinstellen kann, gelang es dem Regisseur John Badham, dem damals bereits abgedroschenen Dracula-Thema neues Leben einzuhauchen, indem er die Hauptrolle nicht, wie sonst üblich, mit irgendeinem Gruselmonster sondern dem verflucht attraktiven Schauspieler Frank Langella besetzte, der mit seiner unterschwellig gefährlichen Präsenz und den wahrlich hypnotisierenden Augen den Kinobesuchern das Fürchten lehrte. Verstärkt wurde dieses Schaudern durch die geniale Komposition John Williams: Im Abspann sind die im Film auftauchenden Themen noch einmal sehr schön, wie in einer Ouvertüre versammelt, zu hören (ab 11:16 min.). Von der unschuldigen, melancholischen Klarinette, die bereits von den pulsierenden Bässen bedrohlich eingekreist wird, über die zunehmend unruhiger werdenden, von Hörnern flankierten Streicher, bis hin zum schmerzhaft gesteigerten Finale, das nach seinem Höhepunkt sanft ausklingt. Ein echtes Meisterwerk.

Sunlion internäschennell

Heute möchte ich mal alle Leser meines Blogs persönlich begrüßen! Die kommen laut Statistik aus immerhin 14 verschiedenen Staaten, nämlich aus (wer hätte das gedacht) Deutschland – hallöchen! Aus Frankreich – bonjour madame et monsieur! Von der weit entfernten Insel Mauritius – hello Jean Marie and Benjamin, it was nice to meet you! Hope your keyboard is still playing.
Sie kommen aus Polen – Dzien dobry, śliczny Aleksandra! Aus der Russischen Förderation – добрый день, дорогие друзья! Ich habe auch ein paar Leser in Schweden – god dag! In der Schweiz – Grüezi Dana, wie gahts der? Erstaunlicherweise sogar in Thailand – sawad-di! In der Ukraine – доброго дня! In Österreich – gruess Gott Micha, Du alter Bergaffe! Wir sehen uns Montag. Besucher aus Lettland – labdien, kā tev iet? Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten – لسلام عليكم, see you next month in Dubai! Und natürlich sind da auch noch ein paar Leser im Vereinigten Königreich – Good afternoon ladies and gentlemen! Sowie in den Vereinigten Staaten. Aber das ist wohl nur der CIA, der ein argwöhnisches Auge auf meinen Blog gerichtet hat.
Hab ich sonst noch jemanden vergessen? Falls ja, fühlt euch hiermit einfach liebevoll geknuddelt!

Doppelt grausam

Gestern früh hörte ich, wie sonst auch, in der S-Bahn Musik. Abends auf dem Weg nach Hause stellte ich dann erstaunt fest, daß auf dem Weg von Morgenrot nach Sonnenuntergang der linke Gummiflummi meines Ohrhörers heimlich desertiert ist. Also bestellte ich bei Amazon erzwungenermaßen acht (!) Ersatzflummis zum stattlichen Wucherpreis von 17,80 Euro. Wieso man gerade acht Stück statt nur einem oder zweien kaufen muß, weiß vermutlich nur der Hersteller.
Um aber nun bis zur Lieferung nicht ohne Musik unterwegs sein zu müssen, griff ich heute früh zur älteren Zweitausstattung. Aber wenn der Sand erst mal im Getriebe ist, knirscht es bekannlich etwas länger. Heute Abend auf dem Heimweg mußte ich entsetzt feststellen, daß auch der linke Flummi des alten Hörers das Weite gesucht hat. Entweder habe ich etwas extrem Ekeliges im linken Ohr oder aber das Schicksal hat mal wieder Langeweile und sich ausgerechnet mich ausgesucht, um seine grausamen kleinen Spielchen zu spielen.
Gab es heute sonst noch etwas Nennenswertes? Nöö, eigentlich nicht.
Ach doch – halt: Ich bin ja heute früh durch die fahrpraktische Prüfung gefallen. Was auch überhaupt kein wirklich großes Problem ist, außer, daß ich mich nun auch weiterhin wochenlang mit Schlaflosigkeit, daraus resultierender Müdigkeit und nervlichem Streß auseinandersetzen muß. Und wofür?
Ich hasse mein Leben!
Ich würde gern auch mal wieder etwas Positives erleben.

Frau mit Esprit

Meine Bewunderung, verbunden mit einem offiziellen Heiratsantrag geht dieses Jahr an Aleksandra „Ola“ Rosiak. Die hübsche Moderatorin aus Polen schafft es durch ihre natürliche und fröhliche Art immer wieder, mir beim Durchzappen meiner 30 digitalen Fernsehkanäle mit Ihrem Erscheinen auf dem Bildschirm die Finger auf der Fernbedienung einfrieren zu lassen, während gleichzeitig in meinem Kopf die Musik anfängt zu spielen, tausend Schmetterlinge in meinem Bauch erwachen und Millionen kleine flauschige rote Herzchen im Zimmer umhertanzen. Was für eine tolle Frau!

Mureh trhekrev

Früh um Sieben quäle ich mich schlaftrunkend aus dem Bett, fahre miesgelaunt zur Arbeit und sitze dann mit Watte im Kopf acht Stunden lang vor dem Computer. Nach dem Mittagessen fallen mir regelmäßig fast die Augen zu, mit Mühe schaffe ich es dann, bis zum Feierabend wach zu bleiben. Abends noch schnell etwas Sport/Fernsehen/Im-Internet-surfen, was halt gerade so ansteht, und nach dem Zähneputzen schleppe ich mich todmüde und ultraschlaff ins Bett.
Exakt in dem Moment, wo das Klicken des Nachttischlampenschalters das Verlöschen der letzten Photonen akustisch begleitet, bin ich plötzlich hellwach. Mein Gehirn schaltet auf Burstmodus und fängt an, irgendwelche unglaublichen und unerklärlichen, fiktiv-synthetischen Filme abzuspielen oder nervige Hitsingles in Endlosschleife zu dudeln, die ich garantiert noch nie mochte und auch ganz sicher nicht in meinem umfangreichen Repertoire führe.
Muß das so sein? Läuft da nicht irgendetwas falsch? Hab ich vielleicht einen wichtigen Schalter übersehen? Kann man das reparieren? Muß ich das reklamieren? Und wenn ja … bei wem?