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Ausgeturnt

Da wird sie wohl bald das Zeitliche segnen, meine alte Turnhalle, in der uns Olympiateilnehmer Klaus Grogorenz in seiner Funktion als Sportlehrer erbarmungslos übers Parkett scheuchte. Er hatte übrigens eine der ersten Digitaluhren, um die ich ihn sehr beneidete, sogar mit leuchtender Anzeige. Das nur mal am Rande, mit Bezug auf meinen letzten Beitrag.
     In der Halle gab es Duschen, aber in den zehn Jahren meiner Schulzeit habe ich sie nicht ein einziges Mal funktionieren sehen. Die Umkleidekabinen waren abgeranzt, das Parkett im Sportbereich ständig kaputt, die Glasziegel der Außenwand ebenso. Erstaunlich, dass die inzwischen graffitiverseuchte Halle fast 40 Jahre später noch immer in Betrieb ist.
     Doch nun sind ihre Tage gezählt. Keine 100-Meter-Laufstrecke entfernt wird gerade etwas Neues aus dem Boden gestampft. Mächtig groß, gewaltig hoch und mächtig gewaltig schnieke, mit Echtholzdeckenbalken. Da täte ich heute gern noch mal übers Parkett gescheucht werden.

50 Jahre Logistik-Fortschritt

Ich habe etwas bestellt. Eine Digitaluhr. Ich steh auf die Dinger. Noch immer. Als in den Sechzigern geborener durfte ich Mitte der Siebziger, als die Teile noch echt heißer Scheiß waren, die ersten magischen Exemplare bestaunen. Uhren mit Digitalanzeige. Das war wie UFO und Zauberer von Oz gleichzeitig. Nie zuvor hatte etwas Ähnliches diesen Planeten erobert.
     Geliefert wird die gestern bestellte Vintage-Kiste aus den Niederlanden, mit DHL-Express. Am heutigen Freitag abgeschickt, soll sie blitzschnell expressmäßig gleich sofort bereits am … Mittwoch hier eintreffen.
     Wie jetzt? Mittwoch erst? In fünf Tagen? Was ist daran Express? Da ist die DHL ja ohne Express schneller. Oder liefert sie neuerdings CO2-neutral mit der Postkutsche? Viel umweltfreundlicher wäre das aber auch nicht, denn Pferde werden bekanntlich mit Methangas betrieben.
     Da ist die Post also im Jahr 2024 auch nicht schneller als in den Siebzigern. Aber okay, das passt doch ganz gut zum Paketinhalt. Der ist ja auch voll vintage.

Tödlich präzise

Nachfolgendes Video illustriert auf erschütternde Weise die von mir beschriebene Situation auf dem modernen Schlachtfeld der Ukraine, das durch Dronenaufklärung und computerberechnete Zielführung dem „Menschenmaterial“ keine Überlebenschance lässt. Jeder Schuss ein Treffer. Selbst Panzer, die ihren Namen eigentlich wegen der vermeintlich schützenden Panzerung führen, bieten keinen Schutz mehr. Der Tod kommt plötzlich wie aus dem Nichts.
     Dies gilt inzwischen für alle beteiligten Seiten und für alle modernen Kriege. Darum ist es so wichtig, wieder ins Gespräch zu kommen und bestehende Meinungsverschiedenheiten friedlich beizulegen, statt die Gewalt noch mehr anzuheizen.

Zensur in der EU

Da hat mal wieder einer der selbstherrlichen EU-Kommissare das Maul zu weit aufgerissen und von Elon Musk Zensur gefordert. Glücklicherweise bekam er ordentlich Gegenwind von verschiedenen Seiten, sodass die EU-Kommission zurückrudern musste. Richtig so, denn Zensur ist laut deutschem Grundgesetz und auch EU-Charta verboten.
     Meiner Ansicht nach können sich solche Gestalten nur deshalb so weit nach oben schleimen, weil es in der Schule inzwischen nicht mehr gestattet ist, Arschlöcher in der Hofpause zu verprügeln. Sonst würde sich ein derartiges Fehlverhalten bereits in der Kindheit von selbst regulieren.
     Dieser Kommentar enthält Hass und Hetze und wird automatisch zensiert in fünf, vier, drei, zwo, eins …

Näncys PR-Gau

Glückwunsch, Näncy!

Falls das Compact-Magazin irgendwer bisher noch nicht kannte, jetzt kennt es jeder. Und das nur, dank Ihrer kostenlosen PR-Aktion. Das kommt dabei raus, wenn man Frauen, statt sie an den Herd zu ketten … in … äh …
     Nee, sorry! Falsches Jahrzehnt. Ich dachte, wir leben noch in den Fünfzigern.

Alle Jahre wieder

Wieder mal hacken derzeit verschiedene Akteure, darunter auch die FDP, auf Sozialhilfeempfängern herum. Es sei zu viel, man müsse die Zuwendungen kürzen. Also im Grunde dasselbe, was alle paar Jahre wieder durch Deutschland schwappt.
     Ich empfehle jedem, der auch diese Meinung vertritt, mal persönlich zu überprüfen, wie viel Geld er im Ernstfall bekommen würde, und ob er damit über die Runden käme. Ich selbst war bereits betroffen und kann versichern, am Monatsende wird es wirklich knapp. Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich aufgrund des Fachkräftemangels zwar zugunsten der Arbeitnehmerseite gebessert, aber dennoch bleiben eine Menge Gründe, warum ein Mensch nicht mehr so funktioniert, wie „der Markt“ es erwartet oder warum manche Bewerber keinen Job mehr finden. Allein schon das Alter kann trotz aller Bemühungen gegen Diskriminierung zu Absagen führen, wenn denn die Personalabteilungen überhaupt noch antworten.
     Statt sich immer und immer wieder an den Ärmsten des Landes abzuarbeiten, empfehle ich, stattdessen mal darüber nachzudenken, ob die Zahlung von Sozialhilfe nicht das kleinere Übel ist, angesichts der menschenunwürdigen Zustände in anderen Ländern wie etwa den USA, wo inzwischen die Straßenränder ganzer Stadtviertel von Obdachlosencamps gesäumt sind. Eine Gesellschaft, die es toleriert, dass wenige Menschen unfassbare Reichtümer anhäufen dürfen, sollte auch bereit sein, die Hilfsbedürftigkeit von Menschen zu ertragen, die in ihrem Leben nicht so viel Glück hatten.

Der Beweis

Heute früh, noch im Bett liegend, ertastete ich schlaftrunken eine halbkreisförmige, etwa sieben Zentimeter lange Schnittwunde auf der Stirn. Sie blutete nicht, war eher Narbe als Wunde, mehr so eine gebogene Strichlinie, aber deutlich zu ertasten. Gestern Abend, beim Zähneputzen, unmittelbar vor dem Zubettgehen, ist mir das mysteriöse Ding noch nicht aufgefallen. Und an einen wie auch immer gearteten Vorfall in der Nacht kann ich mich nicht erinnern.
     Die Wohnungstür war von innen abgeschlossen. Einen fremden menschlichen Einfluss würde ich daher ausschließen wollen. Und tierisches Leben gibt es hier nur in sonnenlöwiger Form. Ich werd‘ mich ja wohl nicht selber gekratzt haben.
     Wenn es also nicht menschlichen Ursprungs ist, was sonst sollte dieser Kratzer sein, als der ultimative Beweis Außerirdischer, die sich nachts heimlich durch Wände hindurchdiffundieren und anschließend geheime Experimente mit uns machen? Fragt sich nur, ob sie etwas in meinen Kopf hineingetan oder etwas herausgeholt haben, wobei ersteres wahrscheinlicher ist, denn aus einer leeren Keksdose kann man nun mal keine Kekse klauen.
     Vielleicht sollte ich eine Infrarotkamera aufstellen.

Frauenboxen, männlich dominiert?

Nun hat er/sie/es sich also bis ins Finale durchgeprügelt, der/die/das Boxer*in_ennixchen oder wie man ihn/sie/es halt nennen will. Das umstrittene Boxwesen Imane Khelif aus Algerien besiegte im Halbfinale Janja Suwannaphum aus Thailand. Wenn ich mir nun aber Bilder von Janja anschaue … nuuunjaaa … öööhhhmmm … also ich weiß ja nicht … ob das überhaupt noch irgendwas mit XX-Chromosomen im klassischen Sinne zu tun hat.