Menü Schließen

Kreeeiiisch!!!

Sehr geehrter Depeche-Mode-Fan,

danke, daß Sie gestern unser Konzert besucht haben! Vier hoffen, Sie hatten viel Spaß! Ihr Konzertticket hält nun noch einige Optionen bereit. Bitte treffen Sie eine Auswahl:

  • Um das ganze Konzert erneut zu erleben, drücken Sie bitte die 1.
  • Um nur einzelne Titel erneut zu erleben, drücken Sie bitte die 2 und anschließend die Titelnummer.
  • Um das Konzert zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu erleben, wählen Sie bitte die 3.
  • Um die Bandmitglieder persönlich live zu treffen, wählen Sie bitte die Nummer 4.

Für alle anderen Optionen wählen Sie bitte die 5 oder bleiben Sie in der Leitung!
Piiieeeppp …!

Steine und Sand

Weisheiten zum Frühstück, soeben im Internet gefunden:
Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Als der Unterricht begann, nahm er ein großes leeres Glas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Sie stimmten ihm zu.
Nun nahm der Professor eine Schachtel mit Kieselsteinen und schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten in die Zwischenräume der größeren Steine. Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten.
Der Professor nahm jetzt eine Schachtel mit Sand und schüttete auch ihn in das Glas, wo er die letzten Zwischenräume im Glas ausfüllte. „Nun“, sagte der Professor zu seinen Studenten, „ich möchte, daß Sie erkennen, daß dieses Glas wie Ihr Leben ist: Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben – Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Gesundheit, Ihre Kinder, also Dinge, die – wenn alles andere wegfiele und nur sie übrigblieben – Ihr Leben immer noch erfüllen würden. Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie etwa Ihre Arbeit, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto. Und der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum mehr für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in Ihrem Leben: Wenden Sie all Ihre Energie für die kleinen Dinge in Ihrem Leben auf, haben Sie keine mehr für die großen Dinge. Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder oder Ihren Partner, achten Sie auf Ihre Gesundheit. Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt und Partys. Achten Sie zuerst auf die großen Steine: Sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand.“

Das Reich des Bösen

Daß die Berichterstattung über Russland trotz Beendigung des Kalten Krieges noch immer nicht neutral, sachlich und ehrlich ist, das wußte ich schon von meinem Cousin, der bereits zum zweiten Mal mit einer Russin verheiratet ist. Um so mehr freut es mich, diese Tatsache nun auch mal in den Medien bestätigt zu sehen. Wenn auch nicht vom Mainstream.

Verrannt in Ideologien

Als Apple-Chefdesigner Jony Ive vor einigen Monaten in einem Interview seine Abscheu gegenüber skeuomorphem Design bekanntgab und einen entsprechenden Strategiewechsel ankündigte, ahnte ich bereits, was mit zukünftigen Produktgenerationen auf Apple-Kunden zukommen würde. Manchmal ist es gar nicht so schwer, vage die Zukunft vorauszusehen.
Mit Skeuomorphismus bezeichnet man den Umstand, daß Produkte etwas vorgeben, was sie nicht sind. Ein Schrank beispielsweise kann aussehen, wie aus Holz gefertigt, obwohl er tatsächlich aus Plastik besteht, beklebt mit einer Dekorfolie, auf welche eine wie Holz aussehenden Oberfläche aufgedruckt ist. Auch glänzender, wie Aluminium aussehender Kunststoff ist ein bei vielen Produkten häufig anzutreffendes Beispiel. Der Elektronikhersteller Bang & Olufsen ist ein energischer Verfechter gegen den Skeuomorphismus – was aussieht wie Aluminium, muß auch aus Aluminium hergestellt sein.

Auch Apple hat diese Philosophie bei der Produktgestaltung stets umgesetzt. Die Computergehäuse der letzten Generationen waren aus echtem Aluminium gefertigt, was die Produkte hochwertig, robust und wertstabil machte. Jony Ive setzte sich nun auch für die Weiterentwicklung dieser Philosophie im Softwarebereich ein. Die Nachahmung von plastisch anmutenden Tasten oder Symbole mit Schatten beim iPhone-Betriebssystem sowie die Lederimitation samt pseudo-abgerissener Blätter beim Kalenderprogramm von Mac OS waren Ive ein Dorn im Auge. Und so sah ich am Horizont bereits ein glattgeschliffenes, eindimensionales Betriebssystem hervordämmern.
Gestern nun wurden auf der Entwicklerkonferenz WWDC die neuen Produkte vorgestellt, und natürlich kam es, wie es kommen mußte, wenn Designer sich in Ideologien verrennen: Das Design des neuen iPhone-Betriebssystems iOS 7 wirkt flach, eindimensional und unübersichtlich. Wo früher (simulierte) Tasten einen eindeutigen Hinweis darauf gaben, wo man hintippen muß und was nur zum Lesen gedacht ist, herrscht nun das Chaos von zusammen in einen Topf geworfenen Bedienelementen in Form von Textlinks sowie Überschriften und Textelementen, alles nur schwer voneinander zu unterscheiden. Nur wer sich bereits mit iPhones auskennt, wird intuitiv wissen, wohin er tippen muß, um die gewünschte Funktion auszulösen.
Worin genau besteht nun eigentlich Ives Irrtum? Daß ein Holzgehäuse auch wirklich aus Holz erschaffen sein sollte, darüber kann man geteilter Meinung sein. Ein Produkt mit Kunststoffgehäuse und holzbedruckter Oberfläche ist möglicherweise preiswerter zu produzieren. Und mir persönlich ist ein federleichter, preiswerter Fön mit chromglänzendem Kunststoffgehäuse wahrscheinlich lieber, als fünfmal so teuer und dreimal so schwer, dafür aber aus echtem Aluminium. Doch nachvollziehen kann ich diesen designideologischen Ansatz durchaus und begrüße ihn da, wo es sinnvoll ist. Völliger Unsinn ist der Verzicht auf skeuomorphe Elemente hingegen bei der Gestaltung der Softwareoberfläche, und zwar aus einem ganz simplen Grund: Es ist völlig egal, was der Bildschirm anzeigt … Aluminiumdesign, Holzoberfläche, Lederimitat oder einfach nur weißer Text auf grauem Hintergrund – alles, was ein Display anzeigt, ist eine Simulation! Jedes Element, ob nun dreidimensionale Taste, Mauszeiger, Textlink, buntes Hintergrundfoto, all das wird zusammengesetzt aus roten, grünen und blauen Pixeln. Es ist also gar nicht möglich, hier etwas aus echten Materialien darzustellen. Somit treten bei der Gestaltung der Softwareoberfläche gänzlich andere, wichtigere Parameter in den Vordergrund, wie Benutzerfreundlichkeit, Übersichtlichkeit und Funktionalität. Mir persönlich gefällt zum Beispiel die aluminiumfarbene Oberfläche von Mac OS, sie paßt nämlich perfekt zum Alugehäuse von iMac und Macbook Pro. Aber die Geschäftigkeit in einschlägigen Internetforen zeigt, daß es in diesem Punkt durchaus Verbesserungsbedarf gibt. Warum kann der Benutzer nicht zwischen zehn oder zwanzig verschiedenen Designs wählen? Warum kann er sich nicht sein eigenes Design erstellen? Warum merkt sich der Finder nicht die Darstellung der einzelnen Ordner? Ein Foto-Ordner nützt mir in der Listenansicht recht wenig, ein Ordner mit Textdokumenten ist in der Coverflow-Ansicht möglicherweise unpraktisch. Warum kann ich im Jahr 2013 noch immer nicht die dämlichen Systemsounds verändern? Bei Windows ist das seit 1995 möglich! Warum findet Spotlight viele Dokumente nicht, zeigt mir stattdessen aber Unmengen von Daten, die augenscheinlich nichts mit dem Suchbegriff zu tun haben? Warum gibt es bei iTunes kein Coverflow mehr? Selbst der Medienplayer in meinem Golf 7 hat mittlerweile Coverflow! Warum wird die zufallsgesteuerte Musikwiedergabe (iTunes DJ) nicht mehr ständig als Wiedergabeliste angezeigt sondern nur mit einer zusätzlichen Aktion?

Es gäbe viele Baustellen, an denen Apple etwas verbessern könnte. Anstatt das bisher recht gute Design der Software durch zweifelhafte Ideologieansätze zu verschlimmbessern wäre Vorsicht angebracht, denn die Konkurrenz ist mittlerweile aufgewacht. Auch wenn viele Bestandteile, wie das Navigieren durch Listen mit einem Fingerstrich, bei Apple geklaut sind.

Warnung vor dem schnellen Wilhelm

Achtung-Achtung! Es folgt eine wichtige Durchsage:
Bei übermäßigem Verzehr, besonders in Form von damit gesüßten Getränken, kann das von mir so vollmundig angepriesene Sucolin dazu führen, daß man vom schnellen Wilhelm ersucht wird. Nee, warte mal … vom flinken Fridolin besucht wird. Nee, auch nicht. Verdammt, wie hieß denn der Kerl gleich noch mal?
Ach, jetzt hab ich’s. Es kann dazu führen, daß man vom flotten Otto heimgesucht wird. Und außerdem könnte es sein, daß man anschließend zwei Stunden damit beschäftigt ist, die Keramik zu putzen. Und zwar selbst, denn in dem pyramidal-desaströsen Zustand dürfte sich da selbst Elli Schubberstiel trotz all ihrer Menschenliebe und Selbstlosigkeit weigern, das wieder in Ordnung zu bringen. Oder wie Charlies Haushälterin Berta sagen würde: „Also ich mach das nicht weg!“

Wie konnte ich nur?

Mein Gott, wie konnte ich nur? Wie nur konnte ich dieses wundervolle Lied 18 Jahre lang übersehen?
Anne Clark entdeckte ich 1984 in einer Schuldisko in der Otto-Grotewohl-Schule in Berlin Pankow, ein paar ziemlich cool gekleidete Typen mit Anzug und Hüten tanzten zu „Our Darkness“, damals eine völlig neuartige Form von Musik, eine Mischung aus Computersounds und Sprechgesang. Nach und nach besorgte ich mir die ersten Schallplatten zum Überspielen auf Kassette, und gleich nach der Wende gehörten die CDs selbstverständlich mit zu meinem Repertoire. Mit „Unstill Life“ stieg ich dann aus, die Musik wurde mir mit den vielen Streicher-Arrangements zu klassikartig.
Und nun entdecke ich, daß Anne Clark mit dem 1995 erschienenen Album „To Love and Be Loved“ doch wieder zu alter Form zurückgefunden und diese sogar noch sanft modernisiert hat! Daraus das Stück „The Key“ – was für ein wundervolles, poetisch-melancholisches Kunstwerk! 18 Jahre lang übersehen! Wie konnte ich nur!

Kriegserklärung

Heute war ich bei Ikea. Natürlich gehört auch ein Restaurantbesuch dazu, um meine geliebten Köttbullar zu genießen. Ich also ran an den Tresen, die hübsche Bedienung kümmerte sich freundlich lächelnd um den vor mir stehenden Kunden und wurde plötzlich durch einen anderen Mitarbeiter abgelöst. Vielleicht mußte sie dringend ein körperliches Bedürfnis befriedigen oder sie mochte mich nicht – egal, jedenfalls übernahm ihren Job ein Mitarbeiter, welcher der Kleidung nach wohl eher im Management arbeiten dürfte, denn er trug ein gestreiftes Hemd, im Gegensatz zu den anderen am Tresen bedienenden Personen. Auch er bediente mich freundlich, reichte mir meinen Teller mit den dunklen Fleischklößchen auf Kartoffelbrei, dazu noch ein Schälchen mit Gemüse. Ich zahlte, setzte mich und fing an zu essen und dachte die ganze Zeit, irgendetwas stimmt hier nicht, das schmeckt heute so merkwürdig fade.
Und dann plötzlich überkam mich die ungeheuerliche, bleischwere, unerträgliche, alles vernichtende und zerstörende Erkenntnis, was in diesem Moment gerade schief lief: Preiselbeeren!
Der Manager hat die Preiselbeeren vergessen!
Köttbullar ohne Preiselbeeren!
Köttbullar ohne Preiselbeeren?
Köttbullar ohne Preiselbeeren!
Das geht gar nicht! Das ist Blasphemie! Das ist das Ende! Das ist wie Paris ohne Eiffelturm! Das ist wie Dubai ohne Burj Khalifa! Das ist wie Sommer ohne Sonne! Eine Beleidigung! Das bedeutet unausweichlich Krieg!
Schweden, ich komme!