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Musik mit Esprit

Da denkste, Du hast schon alles gesehen und nichts kann dich mehr beeindrucken, da zieht das Schicksal doch wieder einen seiner Trümpfe aus dem Ärmel. Eigentlich sollte der diesjährige Titel „Musik mit Esprit“ an einen ganz anderen Musiker gehen, aber die drei folgenden Künstler haben das Ruder gerade noch zu ihren Gunsten herumgerissen. Keine Ahnung, wer die sind und was die wollen, aber bei der Interpretation eines berühmten Songs bekommt man einfach Gänsehaut. Der Sieg geht dieses Jahr somit an die Band DMK:

Wehe, Du faßt mein Eis an!

Schon seit längerer Zeit fällt Volkswagen immer wieder durch witzige Werbespots auf, beispielsweise zum Thema Drehzahlmesser oder Parkassistent.
Nun gibt es ein paar Werbeclips für den neuen Golf GTD, welche – vorbildlich nach dem Marketinggrundsatz „Zeige die Wirkung und nicht das Produkt!“ – die herausragende Beschleunigung des Fahrzeugs anschaulich darstellen. Das muß man sich auch erst mal trauen!
Unbezahlbar: Der Blick des kleinen Mädchens:

Dumm ist der, der Dummes tut.

Dieses bekannte Zitat stammt von dem berühmten amerikanischen Philosophen … ähm … wie hieß er doch gleich … ach ja, genau – Forest Gump, und beschreibt wohl zweifellos die Situation, welche sich in einer amerikanischen Behörde ereignet hat: Wegen zweier mit Viren befallender Computer wurde, um auf Nummer Sicher zu gehen, Hardware im Wert von 170.000 Dollar vernichtet. Doch nicht nur Computer fielen der Zerstörungsorgie zum Opfer, auch Drucker, Mäuse und Kameras mußten dran glauben.
Erstaunlich, daß nicht gleich noch die Mitarbeiter … sagen wir mal … „neutralisiert“ wurden!

Asyl für Edward Snowden

Die Bundesrepublik Deutschland hat den Asylantrag von Edward Snowden abgelehnt. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Snoden hatte illegale Abhörpraktiken des amerikanischen Geheimdienstes NSA aufgedeckt und wird seitdem von den USA als Verräter gesucht.
Da die amerikanische Politik zunehmend faschistische Tendenzen aufweist, müßte sich die deutsche Regierung, angesichts der eigenen Geschichte, eigentlich verpflichtet fühlen, Snowden Asyl zu gewähren.
Da ich die Ablehnung für eine peinliche Fehlentscheidung halte, habe ich beschlossen, Edward Snowden in meinen eigenen vier Wänden symbolisch Asyl zu gewähren. Und ich fordere alle Blogger und Webseitenbetreiber, die ebenfalls dieser Ansicht sind, auf, sich mir anzuschließen, um ein Signal zu setzen, gegen den ausufernden Überwachungswahn der Regierenden.

Ein zerstörtes Land

Und noch mal USA: Vom Krieg gegen die Drogen, seine Ursachen und die katastrophalen Folgen für Millionen Amerikaner handelt der hochinteressante Beitrag aus den Vereinigten Staaten. Anstatt in der Welt herumzumarodieren, täten die Amerikaner wohl besser daran, sich endlich mal um ihr eigenes Land zu kümmern.
Noch sieben Tage auf Arte.

Selektive Wahrnehmung

Unser aller Bundespräservativ Joachim Gauck ist das Amt und die Nähe zu den Herrschenden anscheinend zu sehr zu Kopf gestiegen. Während er als Pfarrer in der DDR selbst belauscht und bespitzelt wurde und als ehemaliger Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen Einblick in die Arbeit eines der effektivsten Geheimdienste der Welt erhielt, wie kein zweiter, bezeichnet er nun die Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden als Verrat. Dabei übersieht er anscheinend, daß die USA nicht erst seit kurzem deutliche Anzeichen einer faschistischen Gewaltherrschaft zeigen: Bespitzelung nicht nur der eigenen Bürger, sondern auch anderer Staaten, staatlich sanktionierter Mord ohne Gerichtsurteil oder Kriegserklärung, und das bereits seit Jahrzehnten, Festnahme ohne begründeten Verdacht sowie zeitlich unbegrenzte Inhaftierung ohne Gerichtsurteil, faktische Abschaffung der Pressefreiheit, da Journalisten nicht mehr kritisch berichten können, wenn sie gezwungen werden, ihre Quellen offenzulegen. Und nicht zu vergessen – der völkerrechtswidrige Überfall der USA auf den Irak, sowie Verstöße gegen das Völkerrecht, wie die Folterung von Kriegsgefangenen, beispielsweise durch das sogenannte Waterboarding.
All diese Informationen sind heute in Unmengen frei im Internet verfügbar. Vermutlich hat das Bundespräsidialamt einfach nur keinen Internetanschluß.

Durch den Dschungel, durch den Sumpf

Während man sich in früheren Jahren noch mit Landkarte auf dem Schoß hantierend und mit dem Beifahrer zankend durch die Lande bewegte, navigiert man heutzutage computerge- und satellitenunterstützt in der Welt herum. Auf der einen Seite ist das natürlich furchtbar praktisch, denn bei modernen Navigationssystemen muß man nicht mal mehr die Hände vom Lenkrad nehmen, die Ziele lassen sich per Spracheingabe festlegen. Andererseits hat mein Navi eine morbide Faszination zu möglichst unbekannten, abgeranzten Nebenstraßen, so wie heute, als ich vom Parsteiner See zum Werbellinsee fahren wollte. Die letzten, die sich um die Sanierung der Straße gekümmert haben, waren anscheinend die Römer, so schlecht war der Zustand. Allerdings sollte man gerade an solch abgelegenen Strecken ruhig mal die Augen aufmachen und bei Gelegenheit beherzt das mittlere Pedal durchtreten, dann kann man mitunter wunderschöne Aussichten genießen. Zum Beispiel indem man diese versteckten Stufen hinunterläuft …

… dann findet man nämlich einen einsamen See mit seinem geheimen Bootssteg. Und kein Mensch weit und breit:

Damit dieser See auch geheim bleibt, werden nur die wirklich Eingeweihten etwas mit meinem Geheimcode anfangen können: 52 57 27 014 00 09.

Pieselplumps

Da wir gerade beim Thema Donnerbalken waren: Meine geliebte Großtante O. aus S. wohnte zu Lebzeiten im Norden der DDR auf dem flachen Land. Während ich mich sehr gern an Sie als lustige, liebenswerte Dame erinnere, blicke ich auf ihre Bedürfniseinrichtung eher nicht so gern zurück. Sie hatte nämlich ein richtiges Plumpsklo, also einen maroden Holzkasten mit Tür und darin ein Sitzbrett mit Loch, durch welches man seine Hinterlassenschaften drei Meter in die Tiefe schickte. Der Gestank war unbeschreiblich, besonders im Sommer.
Im Grunde genommen sind die heutigen Tiefspülbecken nur eine etwas modernere, geruchsärmere Version der alten Plumpsklos, allerdings mit unangenehmen Nebenwirkungen: Man nimmt Platz, pieselt als erstes und läßt es anschließend plumpsen. Bei den meisten mir bekannten Tiefspülbecken fällt das Geplumpste in das Gepieselte, was nun dazu führt, daß einem das Gepieselte an den Hintern spritzt. Nicht gerade sehr hygienisch, besonders auf öffentlichen Toiletten. Also wer das erfunden hat, hatte offenbar keinen Arsch in der Hose.
Da freue ich mich doch jedes Mal, wenn ich bei meiner Tante C. aus G. aufs Klo gehen darf. Die hat nämlich noch ein originales Flachspülbecken aus der DDR. Das müffelt zwar etwas, aber man kann pieseln und plumpsen wie man will, der Hintern bleibt garantiert trocken.
Es war eben nicht alles schlecht.

So’n Scheiß!

Gestern Abend schaue ich noch mal nach meinem pazifikblauen Spielmobil und entdecke entsetzt, daß der Baum, unter dem es stand, offenbar so eine Art Donnerbalken für Vögel ist. Also noch mal hoch, einen Eimer Wasser gegriffen und bereits bei Dämmerlicht die auf knapp zehn Stellen verteilten Vogelkotflatschen entfernt. An einer Stelle, dicht am Fahrertürgriff, hatte sich die ätzende Substanz aber bereits in den Lack gefressen.
Und was nun? Ich also kurz überlegt, dann kam ich auf die glorreiche Idee, die in der Haushalts-Chemiekiste vor sich hingammelnde Poliercremetube für Kunststoffe hervorzuholen, mit der man normalerweise sensible Plastikteile, wie Plattenspielerhauben und ähnliches aufpoliert. Und siehe da – nach drei Polierrunden war die matte Stelle wieder glänzend! Äußerst befriedigt von soviel Glück ging ich sogleich ins Bett.
Heute früh schaute ich als erstes noch mal nach dem Ergebnis, und was erwartete mich? Ein komplett zugeschissenes Auto. Bin dann gleich in die Waschanlage (zum zweiten Mal diese Woche) und hab das Auto anschließend woanders unter freiem Himmel abgestellt. Ein Parkplatz direkt hinterm Haus ist zwar prima, aber was bringt das, wenn man dafür ständig am Putzen ist. Hoffen wir also, daß der Allmächtige nicht unverhofft Pech und Schwefel schickt. Oder schlimmeres.

Kill’em all!

John McAfee, Gründer des Antivirenherstellers McAfee, verkaufte bereits 1997 seine Anteile an dem Unternehmen, wurde dadurch steinreich und lebte seitdem exessiv den Traum jedes Durchschnittsbürgers. Wie bei vielen anderen Unternehmen auch, passierte nach dem Weggang des kreativen Genies und Visionärs genau das, was immer passiert, wenn uninspirierte Betriebswirte, geldgeile Aktionäre und machtbesessene Manager das Ruder übernehmen: Die Produkte wurden vermurkst.
John McAfee – ja, der Echte – meldete sich nun in einer aktuellen Botschaft an die Öffentlichkeit zurück und demonstrierte anschaulich, wie man die Software, die mittlerweile selbst zum Problem geworden ist, wieder los wird: