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Und warum ist das so?

Warum treffe ich auf der Straße eigentlich immer nur die unsympathischen Nachbarn? Zum Beispiel den älteren Herren aus dem Parterre, der sich mit seinen impertinenten Fragen ständig in das Privatleben anderer Leute einmischt? Oder die blöde Tussi aus’m Nachbarhaus, die ständig mit ihrem nervigen kleinen Köter Gassi geht und aufgrund ihrer absurd häßlichen Frisur, der grotesken Bekleidung und der völlig vermanschten Figur die Bezeichnung „Frau“ eigentlich wieder an die Ausgabestelle zurückbringen müßte?
Warum treffe ich nie die scheue, zierliche Blonde, die zwei Aufgänge weiter wohnt und manchmal mit dem Fahrrad vorbeihuscht?
Das Leben ist echt ein Sadist!

Warum ist das so?

Warum rufen Leute eigentlich immer genau dann an, wenn man gerade auf der Toilette sitzt, die Zahnbürste im Hals hat oder ein Nickerchen macht?
Warum nicht in den restlichen 23 Stunden und 15 Minuten?

Hätte …

Hätte ich lieber etwas weiter rechts geparkt, anstatt dem Fahrer des rechts neben mir stehenden Autos zu mißtrauen. Hätte sie besser nicht auf der schraffierten Fläche geparkt. Hätte sie ihre fünfjährige Tochter ermahnt, sitzenzubleiben und die Tür nicht zu öffnen. Hätte, hätte, hätte …
Der Fahrer des rechts neben mir parkenden Autos kam aber nicht, um unvorsichtig die Tür zu öffnen. Stattdessen kam sie und parkte links neben mir auf der schraffierten Fläche und außerdem viel zu dicht. Und ihre fünfjährige Tochter blieb nicht artig sitzen, bis die umsichtige Mutter ihr die Tür öffnete. Nein, sie betätigte den Türgriff und stieß die Tür mit beiden Händen und ganzer Kraft weit auf. Der Knall der sich in das Blech meines jungfräulichen Golfes rammenden Türkante hallt mir jetzt noch in den Ohren. Als Ergebnis blieb eine deutlich sichtbare Beule und eine tiefe Schramme zurück. Und dann behauptete sie auch noch dreist, der Schaden könnte ja auch schon vorher vorhanden gewesen sein. Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, daß sich am makellosen Lack eines vier Monate alten Autos rein zufällig an der Stelle, wo die Ecke der Türkante auf das gegnerische Blech trifft, ein Schaden abzeichnet, der außerdem noch Farbspuren in demselben Farbton, wie das Auto des Schadensverursachers aufweist?
Glücklicherweise habe ich in dem entscheidenden Moment gerade aus dem Fenster geschaut und das Unglück kommen sehen. Als ich die Treppen aus dem zweiten Stock meines Fitneßstudios heruntergelaufen war, wollten sich Mutter und Tochter bereits klammheimlich davonschleichen, als wenn nichts geschehen wäre.
Aber was will man auch erwarten von jemandem, der sich nicht mal anschnallt und keinerlei Papiere dabei hat.

Willst Du einmal pleite gehen, sag den Kunden „Auf Wiedersehen!“

Der Zurich Versicherungsgruppe geht’s anscheinend gerade nicht so gut. Soeben hat sich deren Finanzvorstand Pierre Wauthier umgebracht, was ich persönlich nicht unbedingt nachvollziehen kann, denn in dieser Position hatte er doch bestimmt einen ordentlichen Batzen Geld verdient, genug, um auszusteigen und ein angenehmes, streßfreies Leben zu führen. Zum Beispiel am Strand von Dubai.
Vor ein paar Jahren hatte ich eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung bei der Zurich abgeschlossen und war sehr erstaunt, daß die mir nach nicht mal einem Jahr mitteilten, in diesem Bereich nicht mehr tätig sein zu wollen und alle Versicherungspolicen zu kündigen. Gleichzeitig boten sie mir etwa 150 Euro an, wenn ich selbst sofort kündige, das war mehr Geld, als ich Versicherungsbeitrag gezahlt hatte. Auch das kann ich nicht unbedingt nachvollziehen. Während andere händeringend um Kunden werben, trifft irgend ein durchgedrehter Manager die Entscheidung, alle Kunden loszuwerden.
Nun also hat die Zurich schlechte Unternehmensergebnisse.
Das … kann ich absolut nachvollziehen.

Findiger Finder

In meinem Ärger über den blöden Finder von Mac OS X (das Mac-Pendant zum Windows-Explorer) und auf der Suche nach einer Alternative, bin ich über ein nettes Tool gestolpert, daß dem Finder ein paar unangenehme Macken abgewöhnt und ein paar neue Tricks hinzufügt. Der Xtra Finder macht den Mac-Dateimanager beispielsweise Tab-fähig und bringt einen Zweifenstermodus mit. Das ist an sich schon ganz nett, überrascht haben mich aber die Möglichkeiten in den Einstellungen, welche mir zu Gemüte zu führen, ich soeben die richtige Muße hatte. So kann man zum Beispiel festlegen, daß die Ordner gefälligst alle am Anfang zu stehen haben, so wie bei Windows auch. In der Spaltenansicht werden die Spalten nun endlich automatisch der Breite des Inhalt angepaßt, so geht nicht ständig wertvoller Platz verloren, und überbreite Dateinamen sind nicht mehr angeschnitten. Und das Beste ist, der Xtra Finder kostet – nix!
Trotzdem fehlt mir auch weiterhin die linke Ordnerleiste des Explorers … links werden alle Ordner angezeigt und rechts deren Inhalt. Dabei kann man festlegen, ob dieser in Form von kleinen Vorschaubildern oder beispielsweise als Liste angezeigt werden soll, die jeweiligen Ordner merken sich diese Einstellung und werden beim nächsten Aufrufen wieder genauso angezeigt. Einen Fotoordner kann ich nun mal nicht als Liste gebrauchen, und Word-Dokumente nicht als Miniaturbild. Beim Mac-Finder muß man aber jedes Mal die Ansicht umschalten, wenn man in einen anderen Ordner wechselt. Echt dämlich!
Einen Versuch, dieses praktische Windows-Tool nachzuahmen, gibt es schon seit Jahren, nur ist der Macintosh Explorer leider etwas instabil und halbherzig umgesetzt und wird anscheinend auch nicht weiterentwickelt.
Schade, dafür hätte ich meine rechte Tatze gegeben.

Dicke Hose

Fast schon pleite aber groß auf dicke Hose machen, so kennt man die Amis! Dabei ist noch nicht mal geklärt, ob denn nun überhaupt Giftgas eingesetzt wurde, auch wenn manches dafür spricht. Gänzlich offen ist derzeit aber noch – wenn denn überhaupt – wer der Bösewicht war, der es eingesetzt hat. Da die Medien sich wieder mal einmütig auf Assad stürzen, ist aber tendenziell schon absehbar, wie das Ganze enden wird, denn ich habe bisher nur Beiträge gelesen, in denen aggressiv über das Assad-„Regime“ hergezogen wird, aber keinen einzigen, in denen die Aufständischen in gleicher Manier angegangen werden. Scheint so, als sei der Krieg schon lange beschlossene Sache.
Ich persönlich vermute ja, es waren weder die Aufständischen, noch die Regierungstruppen. Es werden wohl mal wieder die Amis selbst gewesen sein, so wiesonstauch.
Aber nur keine Angst, liebe Syrer – was die Amerikaner kaputt machen, das bauen sie auch garantiert wieder auf!

Sunlions Wahl-o-mat

Liebe Parteien, es ist mal wieder soweit, und wie bereits vor über zwei Jahren versprochen, habe ich Euch nicht vergessen. Da Eure Parteienprogramme so reichhaltig und überzeugend sind, kann ich mich mal wieder nur schwer entscheiden, wem von Euch ich mein Kreuzchen schenken soll. Am besten ist es vielleicht, wenn ich Euch alle noch einmal etwas genauer unter die Lupe nehme, und zwar in alphabetischer Reihenfolge:

Liebe Bayernpartei,
also echt, Ihr Arschgeigen, das war ja wohl nix!

Liebes Bündnis 90
Mit den Grünen habt Ihr Euch zusammengeschlossen? Ausgerechnet mit denen?
Nee also wirklich, Sachen gibt’s …

Liebe CDU,
also echt, Ihr Arschgeigen, das war ja wohl nix! Na wenigstens haben sich Eure Parteiführer energisch um die Aufklärung des Skandals um die schwarzen Kassen bemüht. Ach nee, so’n Quatsch, das mit dem Kohl und seiner Weigerung, die Spender zu nennen, war ja ein ganz anderer Skandal.
Vielleicht finde ich ja noch eine andere positive Perspektive, die Eure … okay, nennen wir sie mal – „Christlich“ – Demokratische Union in einem besseren Licht erscheinen läßt? Vielleicht der Panzer-Deal mit Saudi Arabien? Nää …! Na gut, okay, immerhin hat sich da bei einigen CDU-Mitgliedern das Gewissen gemeldet. Vielleicht der Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernenergieversorgung? Die SPD hat es zusammen mit den Grünen auf den Weg gebracht, ihr hab es gekippt, zusammen mit den … mit der … äh … wie hieß die Partei gleich noch mal … irgendwas mit F … Und dann habt Ihr’s wieder rückgängig gemacht. Gibt es eigentlich sowas, wie einen Plan bei dem, was Ihr tut? Bei der Bankenrettung mit Steuergeldern, da hattet Ihr einen, stimmt’s, gelle? Och kommt schon, gebt’s zu! Einen dunklen, finsteren …

Liebe CSU,
Ihr Bayern, also ich weiß auch nicht, mit den Skandalen – vererbt sich sowas? Ich meine nur, weil das da unten bei Euch so gehäuft auftritt.
Ach halt, ich hab noch was: Also – die Erde ist keine Scheibe! Und Bayern nicht der Mittelpunkt der Welt! Das mag in den Ohren von solch strenggläubigen Christen vielleicht blasphemisch klingen, aber Ihr müßt mir ja nicht glauben, überzeugt Euch einfach selbst davon.

Liebe F… F…
äh … verdammt, … wie hieß doch gleich noch mal diese Partei mit dem F? F… F… F…, irgendwas mit F.
Ääähhh … die hatte doch da, als sie neulich an die Macht kam, gleich die Mehrwertsteuer für Hotels gesenkt. Und der Parteivorsitzende hatte arbeitslosen Hartz-4-Empfängern spätrömische Dekadenz vorgeworfen. Und dann waren da noch diese Spendentricksereien. Und die falschen Doktortitel – Mathiopoulos, Kotz-Merin und Chatzimarkakis. F… F…
Hach verdammt, ich komm nicht drauf!

Liebe Graue Panther!
Vielen Dank, daß Ihr …
Hallo? Nein, für mich keinen Kaffee. Nein, auch keine Kuchen, danke. Nein, ich bin nicht Thomas, Ihr Pfleger. Ja, ich weiß, er hat immer so wenig Zeit. Was? Ach das ist Ihre Enkelin? Nein, ich will sie nicht heiraten, ich kenne sie doch gar nicht, jaaa-nein-doch, sie ist schon sehr hübsch. Ihre Tabletten holen? Welche von denen sind es denn? Ach … so, bitte schön. Nein, ich bin nicht der Pfleger.
Also, liebe Graue Panther,
vielen Dank, daß … Ihre Enkelin, ja sehr hübsch. Also vielen Da…, bitte? Aber ich hab Ihnen doch gerade die Tabletten … Ach so, ein Kriegsleiden. Jaja, 1945, is‘ klar.
Öhm … liebe Gr…
Jaja, nein … nicht heiraten.
Sooo, ich glaube, für mich wird’s jetzt Zeit.
Jaaa doch, Thomas kommt gleich!
Ich muß jetzt.
Wirklich, ich muß los!
Tschüssi!

Liebe Grünen,
Du alte Antikriegspartei Du. Ihr seid vielleicht ein paar Typen: Erst mit Kindern kuscheln und gleich anschließend Bomben auf Jugoslawien schmeißen. Und den guten, sauberen Atomstrom hab Ihr auch abgeschafft, weshalb ich nun ständig das teure Benzin tanken muß. Mit einem eigenen Kernreaktor würde mein Lieblingsspielzeug bestimmt tausend Mal so weit kommen. Wenn’s nach Euch ginge, würden wir wohl alle wieder im Wald auf Bäumen leben …
Ach ja – fast vergessen: Danke für Hartz 4, Ihr Säcke! Mitgefangen – mitgehangen. Aber dazu komme ich gleich noch mal.

Liebe Linke,
Danke für die vergurkte Chance einer an sich recht guten Idee – einer gleichberechtigten, klassenlosen Gesellschaft. Da kommt das Proletariat einmal im Laufe der Menschheitsgeschichte an die Macht und was macht ihr daraus? Nur Übel und Elend! Ist Euch eigentlich klar, daß wegen Euch die ganzen gefallenen Helden der Revolution umsonst gestorben sind?
Schämt Euch, Ihr Torfköpfe!

Liebe NPD!
Vielen Dank für … och nöö.

Ach doch: Vielen Dank für die 60 Millionen Toten des zweiten Weltkriegs. Danke auch für ein halb verwüstetes Europa und nahezu ausgelöschte deutsche Städte. Wenn ich mir auf alten Fotos anschaue, wie schön Berlin mal vor dem Krieg aussah, treibt es mir die Tränen in die Augen! Und schiebt die Schuld jetzt bitte nicht den Engländern und Amerikanern in die Schuhe! Wir haben schließlich angefangen!
Glücklicherweise sind Rechtsextreme auch heute noch doof genug, sich noch immer mit den gleichen oder ähnlichen Symbolen und Ritualen zu schmücken. So erkennt man sie wenigsten gleich und geht ihnen nicht auf den Leim. Und solange bei NPD-Aufmärschen mehr Gegendemonstranten als Sympathisanten aufmarschieren, mache ich mir keine Sorgen.
Für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, daß Ihr die Wahl auch dieses Mal wieder nicht gewinnt, ärgert Euch nicht, holt Euch einfach eine Scheibe gute Laune mit den Stimmungshits der 40er und träumt weiter von alten Zeiten.

Liebe SPD,
und jetzt zu Dir, Du alte Arbeiterklassenverräterin Du! Danke für Hartz 4! Hab Ihr eigentlich eine Statistik, wie viele Menschen daran zerbrochen sind und sich vielleicht sogar das Leben genommen haben? Nennt Ihr das vielleicht „sozial“? Das vergesse ich Euch nie! Niemals wieder wird mein Kreuzchen neben Eurem Namen stehen, Ihr Verbrecher!
Und was soll das eigentlich mit dem Steinbrück, meint Ihr das wirklich ernst? Der beste Kumpel der Finanzindustrie soll Bundeskanzler von Deutschland werden? Schon mal seinen Lebenslauf bei Lobbypedia gecheckt? Von wegen „Kontrolle der Finanzmärkte“.
Wer hat eigentlich den verdammten Euro eingeführt? Da wart Ihr doch auch gerade an der Macht oder? Ach was soll’s, ich schieb Euch das jetzt einfach mal auch noch mit in die Schuhe, kommt eh nicht mehr drauf an.
Und gleich noch meine herzlichsten Glückwünsche zum 150. Geburtstag hinterher, Otto Stransky und Julian Arendt haben Euch ein Ständchen komponiert. Und zwar schon vor über 80 Jahren.

Was bleibt also als Fazit? Eine politische Klasse, die sich einen Dreck schert um die Belange der Bevölkerung, die von Skandalen, Korruption und Unfähigkeit verseucht ist und mit Vorliebe und ohne Scham Steuergelder verpraßt, für Flughäfen, Opern, Bahnhöfe oder praktisch in die eigene Tasche. Willkommen im Selbstbedienungsladen! Eine Klasse, die am Interesse des Gemeinwesens vorbei kommunales Eigentum verstaatlicht, bis hin zum Trinkwasser. Die wie besinnungslos die Einheit Europas vorantreibt (die es eigentlich mit der EWG bereits gab), ohne Rücksicht auf Verluste, die entgegen aller Warnungen den Euro einführte, ohne die Mitgliedsstaaten gründlich zu überprüfen, die geschlossene Verträge bricht und stattdessen anfängt, mit Unsummen in Schieflage geratenen Staaten zu retten, die ihrerseits vorher die durch Zockerei in Schieflage geratenen Banken gerettet haben. Die ohne vorherige Angleichung des Lebensniveaus in den beteiligten Ländern die Grenzen öffnete und so für eine beispiellose Schwemme an Kriminalität verantwortlich ist, zum Beispiel in den Bereichen Prostitution, Diebstahl sowie Raubüberfälle und Einbrüche. Das ist so, als würde man erst die Käfigtür öffnen und danach den Löwen zähmen. Aber wie komme ich jetzt ausgerechnet auf Löwe? Naja, egal …

Hab ich eigentlich jemanden vergessen? Ach ja, es gibt ja noch einen Newcomer: Die „Alternative für Deutschland“. Das Wahlprogramm liest sich ja ganz vernünftig: Langfristige Abschaffung des Euro, Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild und eine Stärkung demokratischer Bürgerrechte. Nun ja, Papier ist geduldig. Aber schlimmer als die anderen können die es auch nicht machen, immerhin handelt es sich um kluge Leute, Professoren, Doktoren … zumindest bis zur nächsten Plagiatsaffäre.
Schauen wir mal, ein paar Wochen sind es ja noch bis zur Wahl. Genügend Zeit, den Bleistift zu spitzen. Für das alles entscheidende Kreuzchen …

Nachtrag vom 29. August:

Liebe Piraten,
da hat mich doch gerade ein höflicher Sprockhöveler darauf hingewiesen, daß ich Euch in meinem Wahl-o-mat glatt vergessen habe! Wie peinlich! Und zwar für Euch nicht weniger als für mich. Das bedeutet nämlich, daß die Medien Euren Schlingerkurs ein bißchen aus dem Fernrohr verloren haben. Vielleicht nehmen die Euch ja wegen Eurer ständigen innerparteilichen Kielholerei nicht mehr so richtig ernst? Buschi, mein ehemaliger Staatsbürgerkundelehrer, würde sagen: „Denen fehlt die straffe Hand!“
Dabei fand ich die frische Brise, mit der Ihr das politische Flachwasser ein wenig zum Sprudeln gebracht habt, gar nicht schlecht. Ganz besonders Euren Einsatz für das Bedingungslose Grundeinkommen finde ich zum Schiffeversenken genial. Damit würde ich mich sofort in Dubai an den Strand legen und nie wieder aufstehen. Vorausgesetzt, ich bekomme ’ne Hotelflatrate. Oder Ihr schickt mich dort einfach als neuen Botschafter hin, wenn Ihr die Wahl gewinnt. Dafür verspreche ich Euch, daß uns allen der Schiffsdiesel niemals ausgehen wird!
Ach Quatsch, Ihr segelt ja lieber …

Unkraut vergeht nicht

Lieber Bürgermeister,

ich hab Dir heute eine E-Mail geschrieben, da das Erscheinungsbild meiner Wohngegend in den letzten Jahren heftig gelitten hat. Überall nur noch Unkraut, wo früher mal mehr oder weniger gut gepflegte Rasenflächen waren. In den letzten Jahren kümmerte sich jedoch niemand mehr um deren Instandhaltung, und wenn doch, dann wurde nur noch hastig „Rasen gemäht“, inklusive Unkraut. Doch Unkraut vergeht nicht durch mähen, man muß es entfernen. Durch die immer größer werdenden Abstände zwischen den Pflegeterminen kann sich das Unkraut nun wunderbar ausbreiten, denn es wächst schnell und verbreitet seinen Samen in der Gegend, sodaß es mit der Zeit immer schwieriger wird, es in den Griff zu kriegen.
Außerdem leidet die Gegend unter dem sich immer weiter verschlechternden Zustand der defekten Gehwege. In meiner Straße beispielsweise gibt es teilweise große Bereiche, in denen gar keine Platten mehr verlegt sind. An vielen Stellen fehlen einzelne Platten, sind beschädigt oder ragen aus der Fläche heraus, was die Unfallgefahr erhöht, insbesondere, da hier viele ältere Menschen wohnen (mich selbst zähle ich natürlich nicht mit dazu!). Der ungepflasterte Bereich verwandelt sich bei Regen übrigens in eine unpassierbare Sumpflandschaft. Und auf dem gleich daneben befindlichen, öffentlichen Parkplatz entsteht bei starkem Regen eine Seenplatte, da die Gullis anscheinend seit Jahrzehnten nicht mehr gereinigt wurden.
Also, lieber Bürgermeister, vielleicht kümmerste Dich ja freundlicherweise mal darum. Wir wollen doch schließlich die vielen Touristen, die uns hier besuchen, nicht wieder verlieren, nich‘? Stimmt’s? Oder?

Herzlichst!
Dein Sunlion Sonniglöw‘