Nun haben wir Mutti also weitere vier Jahre an der Backe. Naja, lieber mit Mutti kuscheln, als mit der Dogge vonne SPD. Das Interessanteste am Wahlergebnis ist für mich allerdings der Umstand, daß es doch tatsächlich den Zustand der Gesellschaft widerspiegelt: Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer und die Mittelschicht bricht weg. Die CDU stärker als zuvor, die Linke mit einem erfreulich hohen Ergebnis und die Partei der Besserverdienenden mit dem F… ist mehr oder weniger unerwartet verstorben. Fragt sich nur, wer die SPD gewählt hat! Hartz-4-Empfänger können es jedenfalls nicht sein. Aber der Vita des charismatischen Ex-Kanzlerkandidaten Steinbrück nach dürften es wohl eher die Schönen und Reichen gewesen sein. Schade, daß die AfD den Einzug so knapp verfehlt hat. Etwas mehr Druck auf den etablierten Politzirkus hätte nicht geschadet.
Sollte sich die zwiegespaltene Gesellschaft jedoch weiter in die eingeschlagene Richtung entwickeln, so könnten die Verhältnisse irgendwann wie in den USA enden – mit zwei großen Parteien, die sich gegenseitig das Leben schwer machen und so die politische Weiterentwicklung verhindern.
Daß heutzutage nichts mehr sicher ist, weiß man ja schon aus der Zeitung, zum Beispiel von der Bahn, der laufend die Kupferkabel geklaut werden. Aber das Wertstoffdiebe nun auch vor Privathaushalten nicht mehr halt machen, ist mir neu.
Stürmten doch heute früh zwei Herren mit blauer Tarnbekleidung in mein Bad und klauten vor meinen Augen Waschbecken, Toilette (mit Mützchen) und die Rohre aus der Wand!
Offenbar empfanden sie das dann wohl auch als etwas übertrieben und brachten wenigstens die Rohre zurück. Da werd‘ ich mich wohl erst noch dran gewöhnen müssen, so ganz ohne Becken.

Für alle, die jetzt um 13.17 Uhr noch immer überlegen, ob sie lieber SPD oder Grüne wählen sollten, ein kleiner Tip. Und für alle, die nicht wissen, wem wir Hartz 4 zu verdanken haben, noch ein kleiner Tip.
Na dann viel Spaß beim Kreuzchen kritzeln!
Apple hat das neue iPhone 5s vorgestellt, mit Fingerabdrucksensor zum noch einfacheren Entsperren des Gerätes. Also wenn das mal keine anständige Party wert ist …

Foto: http://weknowmemes.com
Ray Dolby, der Erfinder des Heiligen Grals und Gottvater der Audiobranche ist tot. Er starb am 12. September im Alter von 80 Jahren in San Francisco. Sein Name wird untrennbar verbunden bleiben mit einigen der wichtigsten Innovationen bei der Übertragung von Tonsignalen im privaten, wie auch im professionellen Audiobereich. Nicht nur als genialer Techniker, sondern vielmehr auch als begnadeter Vermarkter schaffte er es, den Namen Dolby zu einer weltweit bekannten Marke zu machen. Das Symbol mit dem spiegelbildlichen Doppel-D auf der Frontplatte eines Kassettenrekorders beschleunigte in den Achzigern meinen Puls auf gefährlich hohe Werte und sorgte für heftige Schweißausbrüche. Zusätzlich mit dem Buchstaben „C“ versehen, ließ dieses Symbol das betreffende Kassettendeck zu einem anbetungswürdigen, heiligen Fetisch mutieren, der einen ähnlich Sog-artigen Haben-Wollen-Effekt auslöste, wie es das bis vor wenigen Jahren nur ein neues iPhone vermochte.
Nun ist er also gestorben, der heilige Medizinmann, der Woodoopriester des High Fidelity. Ruhe in Frieden, Ray Dolby, für mich warst Du einer der ganz Großen, ich werde Dich nie vergessen!

Da verplappert sich der amerikanische Außenminister Kerry doch leichtfertig, und sofort schnappt sich sein russischer Gegenspieler und Politprofi Lawrow den Ball, schießt ihn zum syrischen Teamplayer Walid al-Mualem, der die Murmel dann auch tatsächlich im Tor des Gegners versenkt. Ich wette, Lawrow hatte das nicht mal vorher mit den Syrern abgesprochen, weil er sofort erkannte, daß die Amis gerade die Hose heruntergelassen hatten. Somit haben die Russen die kriegseifernden Amerikaner mal wieder herrlich vorgeführt und ihnen gezeigt, wie man Außenpolitik macht. Denn die tausenden Chemiewaffen zu kontrollieren und außer Landes zu bringen, dürfte Wochen oder Monate dauern. Viel Zeit, um im syrischen Bürgerkrieg eine Entscheidung zu erzwingen, während die Amerikaner und ihre Verbündeten tatenlos zusehen müssen. Denn solange sich die Syrer kooperativ zeigen, kann man sie nicht mit Bomben beschmeißen, das würde die moralische Verkommenheit der westlichen Politikamateure nur noch stärker zum Vorschein bringen, als sie es ohnehin schon ist.
Wirklich – so viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr beim Ansehen der Tagesschau!
Warum treffe ich auf der Straße eigentlich immer nur die unsympathischen Nachbarn? Zum Beispiel den älteren Herren aus dem Parterre, der sich mit seinen impertinenten Fragen ständig in das Privatleben anderer Leute einmischt? Oder die blöde Tussi aus’m Nachbarhaus, die ständig mit ihrem nervigen kleinen Köter Gassi geht und aufgrund ihrer absurd häßlichen Frisur, der grotesken Bekleidung und der völlig vermanschten Figur die Bezeichnung „Frau“ eigentlich wieder an die Ausgabestelle zurückbringen müßte?
Warum treffe ich nie die scheue, zierliche Blonde, die zwei Aufgänge weiter wohnt und manchmal mit dem Fahrrad vorbeihuscht?
Das Leben ist echt ein Sadist!
Warum rufen Leute eigentlich immer genau dann an, wenn man gerade auf der Toilette sitzt, die Zahnbürste im Hals hat oder ein Nickerchen macht?
Warum nicht in den restlichen 23 Stunden und 15 Minuten?

Hätte ich lieber etwas weiter rechts geparkt, anstatt dem Fahrer des rechts neben mir stehenden Autos zu mißtrauen. Hätte sie besser nicht auf der schraffierten Fläche geparkt. Hätte sie ihre fünfjährige Tochter ermahnt, sitzenzubleiben und die Tür nicht zu öffnen. Hätte, hätte, hätte …
Der Fahrer des rechts neben mir parkenden Autos kam aber nicht, um unvorsichtig die Tür zu öffnen. Stattdessen kam sie und parkte links neben mir auf der schraffierten Fläche und außerdem viel zu dicht. Und ihre fünfjährige Tochter blieb nicht artig sitzen, bis die umsichtige Mutter ihr die Tür öffnete. Nein, sie betätigte den Türgriff und stieß die Tür mit beiden Händen und ganzer Kraft weit auf. Der Knall der sich in das Blech meines jungfräulichen Golfes rammenden Türkante hallt mir jetzt noch in den Ohren. Als Ergebnis blieb eine deutlich sichtbare Beule und eine tiefe Schramme zurück. Und dann behauptete sie auch noch dreist, der Schaden könnte ja auch schon vorher vorhanden gewesen sein. Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, daß sich am makellosen Lack eines vier Monate alten Autos rein zufällig an der Stelle, wo die Ecke der Türkante auf das gegnerische Blech trifft, ein Schaden abzeichnet, der außerdem noch Farbspuren in demselben Farbton, wie das Auto des Schadensverursachers aufweist?
Glücklicherweise habe ich in dem entscheidenden Moment gerade aus dem Fenster geschaut und das Unglück kommen sehen. Als ich die Treppen aus dem zweiten Stock meines Fitneßstudios heruntergelaufen war, wollten sich Mutter und Tochter bereits klammheimlich davonschleichen, als wenn nichts geschehen wäre.
Aber was will man auch erwarten von jemandem, der sich nicht mal anschnallt und keinerlei Papiere dabei hat.
Der Zurich Versicherungsgruppe geht’s anscheinend gerade nicht so gut. Soeben hat sich deren Finanzvorstand Pierre Wauthier umgebracht, was ich persönlich nicht unbedingt nachvollziehen kann, denn in dieser Position hatte er doch bestimmt einen ordentlichen Batzen Geld verdient, genug, um auszusteigen und ein angenehmes, streßfreies Leben zu führen. Zum Beispiel am Strand von Dubai.
Vor ein paar Jahren hatte ich eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung bei der Zurich abgeschlossen und war sehr erstaunt, daß die mir nach nicht mal einem Jahr mitteilten, in diesem Bereich nicht mehr tätig sein zu wollen und alle Versicherungspolicen zu kündigen. Gleichzeitig boten sie mir etwa 150 Euro an, wenn ich selbst sofort kündige, das war mehr Geld, als ich Versicherungsbeitrag gezahlt hatte. Auch das kann ich nicht unbedingt nachvollziehen. Während andere händeringend um Kunden werben, trifft irgend ein durchgedrehter Manager die Entscheidung, alle Kunden loszuwerden.
Nun also hat die Zurich schlechte Unternehmensergebnisse.
Das … kann ich absolut nachvollziehen.

