Menü Schließen

High Tech war gestern

Galt Deutschland nicht eigentlich als High-Tech-Land der sogenannten Ersten Welt? Wovor bereits seit Jahren in den „verschwörungstheoretischen“ und „rechtspopulistischen“ Alternativmedien gewarnt wurde und was sich nun allmählich in die Mainstreammedien durchfrist, ist kaum zu glauben: Energieknappheit! Kein Gas, kein Strom. In Berlin soll gegebenenfalls stundenweise der Strom für ganze Stadtteile abgestellt werden. Im Winter! Bei Minusgraden!
     Deutschland im Jahr 2022. Das kannste dir nicht ausdenken! Nicht einmal in der DDR waren die Regierenden so unfähig. Wäre meine Kasse nicht so knapp bemessen, würde ich auswandern. Vielleicht in ein Dritte-Welt-Land.

Autsch … das tat weh!

Und das tut es immer noch. Geprellte Rippen, Blutergüsse in den Knien und im Ellenbogen, eine Beule an der Stirn sowie aufgeschürfte Handflächen. Aber am meisten schmerzt die Erkenntnis, dass ich dem armen Mann, den ich gestern mit dem Fahrrad fast über den Haufen fuhr, ungerechtfertigter Weise und laut schimpfend dafür die Schuld geben wollte.
     Das war natürlich Quatsch, guter Mann. Wenn ich Ihnen hinten reinfahre, bin nur ich allein daran schuld, selbst wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, vor der grünen Ampel vor sich hinkompostieren, statt einfach loszufahren. Ich bitte um Verzeihung!
     Wenn man das Fahrrad mit dem Kopf voran über den Lenker verlässt und hart aufs Pflaster schlägt, funktioniert das mit dem logischen Denken offenbar vorübergehend nicht so richtig. Aber Hauptsache, alle sind noch gesund und am Leben. Nur meine Fahrradklingel hätte es besser treffen können.

Es war nicht alles schlecht

Die Berliner Behörden haben momentan keinen guten Ruf, und ich fürchte, das wird sich mit der Gurkentruppe da oben auch nicht so bald ändern. Aber manches funktioniert doch noch ganz gut, das soll man gar nicht glauben. Wenn man nämlich auf der Webseite des Ordnungsamtes Probleme meldet, dann kümmern die sich tatsächlich darum! Vor zwei Wochen habe ich Sperrmüll unter einer Brücke in Berlin-Mitte dort bekanntgegeben, und heute war er tatsächlich verschwunden!
     Probiert’s einfach mal aus!

Telefonterrorist

Ich hab heute früh beim ADAC angerufen, ihnen mitgeteilt, dass ich schon seit 30 Jahren ein großer Fan von ihnen bin, alle Platten habe und außerdem gefragt, wo sie das nächste Mal auftreten und ob sie wieder „Highway to Hell“ spielen. Sie meinten nur, ich sei falsch verbunden.
     Blöde alte Säcke, die! Verarschen kann ich mich alleine!

Uuunnnd … Action!!!

Am Wochenende gab’s wieder jede Menge Action. Meine Lieblingsband spielte in der Parkbühne Fürstenwalde, und ich durfte sie wieder begleiten. Nicht mehr als Roadie, das ist eher was für junge Leute und nichts mehr für meine alten, morschen Knochen. Aber als königlicher Hoffotograf, als welcher ich, mit begehrtem Backstagepass ausgerüstet, auch an Orte vordringen durfte, die noch nie zuvor ein Fan gesehen hat. Doch schaut selbst:

Das Spektakel endet mit einer (halben) Signierstunde von Zolli (Rhythmusgitarre), Sara (Leadgitarre), Dennis (Schlagzeug), Matze (Gesang) und Lars (Bass).

Falls Ihr diese Action auch mal erleben wollt, fragt einfach beim Management an. Denn im Gegensatz zum Original kann man sich diese hervorragende Tribute Band auch leisten.

Wenn das Schicksal dir mal wieder
mit Anlauf gehörig in den …

Nach langer Zeit war ich heute mal wieder bei einem Konzert. Als Gast, und nicht wie die letzten acht Jahre als Roadie.
     Pink Floyd, man höre und staune! Nein, nein – nicht das Original, sondern eine Coverband. Sie hieß Who’s Pink? und hatte ganze neun Mitglieder. Nun bin ich nicht sooo der Pink-Floyd-Fan, ich habe nur ein paar Hits auf Kassette (das sind diese altmodischen Dinger, wo zwei Spulen mit Magnetband drehen tun), und die höre ich auch nicht sehr oft. Aber wenn so ein Konzert schon nebenan in meinem Urlaubsort stattfindet und kein Eintritt verlangt wird, kann man ja ruhig mal vorbeilöwen.
     Ich setzte mich auf die erste Bank ganz vorn, dem Platz mit dem besten Sound und Ausblick, etwas später gesellte sich noch eine mittelalterliche Dame hinzu, um mucksmäuschenstill die Musik zu genießen.
     Das Konzert lief noch keine halbe Stunde, da schickte mir das garstige Schicksal wieder den Trottel vorbei, der immer wie von Geisterhand plötzlich auftaucht, egal wo ich hingehe und egal was ich tue. Und der sich wohin setzte? Genau! Nicht auf eine der anderen hundert Bänke. Sondern direkt neben mich. Günter Grünwald würde sagen: Ich bin ein Deppenmagnet.
     Sofort fing er an, loszutrotteln, wie Trottel das eben so tun. Er nickte im Takt der Musik mit dem Kopf, wippte mit den Beinen, bis die ganze Bank anfing, zu schaukeln und zu vibrieren.
     Leider passiert mir so was ständig, wie Ihr in meinem Reiseverführer nachlesen könnt. Man könnte meinen, das Schicksal hat es auf mich abgesehen. Aber nicht diesmal! Diesmal habe ich es nicht damit durchkommen lassen! Heldenhaft stürzte ich mich auf den Trottel, prügelte ihn windelweich, schraubte ihm genüsslich den Kopf ab, massakrierte anschließend Musiker und Publikum, brannte die Bühne nieder, planierte den Ort platt und plätter und schickte zuletzt den gesamten Landkreis zu Hackfleisch verarbeitet in die Hölle.
     Siehst Du, Schicksal, Du elendes Miststück? Ich kann auch anders als flauschig!

Verkehrte Welt

Um mich beim Jobportal anzumelden, bei dem mein Arbeitgeber seine Stellenanzeigen schaltet, muss ich inzwischen eine Dreifaktorauthorisierung über mich ergehen lassen. Zuerst fragt die Seite nach der E-Mail-Adresse. Dann nach dem Passwort. Anschließend muss eine Captcha-Sicherung überwunden werden: „Klicken Sie alle Bilder an, die Ampeln zeigen.“ Zuletzt schickt die Seite einen Code an meine E-Mail-Adresse, die ich auf der Seite eingeben muss. Erstaunlich viel Aufwand dafür, dass es nur um Stellenanzeigen geht.
     Dafür ist die Bezahlung der Tankrechnung über 42,80 Euro soeben erstaunlich locker über den Tresen gegangen. Keine PIN, keine Unterschrift, die Zahlung wurde einfach so akzeptiert. Hätte Al Capone persönlich meine geklaute Karte durch den Schlitz gezogen, wäre er wohl damit durchgekommen.
     Irgendwas läuft verkehrt in dieser Welt.

ßänk ju for not träweling wif se Deutsche Bahn

Wie lange ist das her, dass die Deutsche Bahn Schlagzeilen machte, mit ausgefallenen Klimaanlagen, mitten im Hochsommer? Fünf Jahre? Zehn Jahre? Auf jeden Fall eine gefühlte Ewigkeit. Geändert hat sich anscheinend nicht sehr viel, wie Bernadette Conrad in der Berliner Zeitung zu berichten weiß. Hinzugekommen sind Zugausfälle, durch Verspätungen verpasste Anschlüsse und eine miese Logistik im Hintergrund, die es nicht mal mehr schafft, das eigene Bordrestaurant zu beliefern, was angesichts der happigen Preise, die deshalb nicht für die überteuerten Speisen und Getränke eingenommen werden können, eindeutig ein Verlustgeschäft für die Bahn ist.
Immer mehr wird mir klar, wie wertvoll so ein Führerschein nebst Auto heutzutage ist. Die beiden bringen einen überall hin – schnell, bequem, voll klimatisiert und mit all den Annehmlichkeiten, die man in so einem Auto unterbringen kann, wie etwa einen Strandstuhl und eine Kühlbox mit Speisen und Getränken.
     Ach, noch was, Deutsche Bahn: Gute Reise! Ich hoffe, wir sehen uns nicht so bald wieder.

Mein geheimer Privatstrand an der Müritz, mit der Bahn unerreichbar:


In meinem Golfilinchen gibt es sogar ein Schlafabteil. Selbstverständlich voll klimatisiert und mit Musik nach Wunsch: