Geschichten gibt’s, die kann man sich nicht ausdenken! Für den Süden von Berlin wurde eine Raubtierwarnung herausgegeben. Eine Löwin unbekannter Herkunft soll die Stadt unsicher machen. Ich persönlich vermute einen Zusammenhang mit dem bösen Klimawandel! Dem armen Tier ist es bestimmt zu heiß geworden in Afrika. Andererseits glaube ich jedoch, dass die gefährlicheren Raubtiere in Berlin-Mitte sitzen.
Fast hätte ich’s vergessen: Du hast ja heute Geburtstag, Golfilinchen, mein pazifikblauer Wonneproppen! Zehn Jahre alt bist Du heute geworden, alle Achtung! Was wir zwei in dieser Zeit alles erlebt haben? Auf jeden Fall viele interessante Geschichten, die ich ohne Dich nie erlebt hätte, weil ich die geschichtsträchtigen Orte allein niemals hätte erreichen können.
Ein paar Tage kannst Du Dich noch ausruhen, denn bei dem schönen Wetter nehme ich lieber das Rad. Aber am Wochenende unternehmen wir wieder was zusammen, versprochen! Und nächste Woche spendiere ich Dir eine Durchsicht in der Werkstatt.
Ich freu mich schon auf Dich! Bis nachher …

Bisher war André Rieu für mich nur ein selbstverliebter, eitler Fatzke mit schlechter Frisur, der Menschen mit schlechtem Musikgeschmack geschmacklose Musik präsentierte. Und mit dieser bequem in eine Schublade passenden Ansicht musste ich mich auch nicht weiter um eine Überprüfung kümmern. Lediglich die Uraufführung einer Eigenkomposition von Anthony Hopkins – ja, der berühmte Schauspieler komponiert auch erfolgreich Musik – verursachte leichte Risse in der Schublade.
Nachdem ich mir Rieus komplettes Konzern im arabischen Bahrain angeschaut hatte, musste ich meine Meinung jedoch revidieren. Die humorvolle Art, mit der er das Publikum mit sich reißt, ist wirklich eindrucksvoll. Doch erst das Einbinden einiger arabischer Musiker, darunter den in der Region beliebten Sänger Faisal Al Ansari, die zusammen die bekannte bahrainische Volksweise „tabeen ayni“ (ich zeige meine Augen) zum Besten gaben (ab 47:50) und damit bei den Zuschauern zuerst ungläubiges Erstaunen, dann heftige Freudentränen und schließlich Begeisterungsstürme auslösten, zeigte mir, wie stark André Rieu sich um die Völkerverständigung verdient gemacht hat, und wie sehr ihm sein Publikum am Herzen liegt. Der Blick in die glücklichen Gesichter geht direkt ins Herz.
Tja, André, da hab ich mich in Ihnen wohl geirrt. Ich bitte um Verzeihung! Und sooo schlimm ist die Frisur nun auch wieder nicht. Doch das Beste ist: Ich habe ein neues Urlaubsziel gefunden.
Manche Unternehmen sind doch recht penetrant. Zum Beispiel Twitter. Hat man Mitteilungen eingeschaltet, wird man ständig mit Mitteilungen überschwemmt. Hat man Mitteilungen ausgeschaltet, wird man ständig mit Mitteilungen überschwemmt, ob man denn nicht Mitteilungen einschalten möchte. Wir leben echt im Irrenhaus!
Berlin: Bei den durch die umstrittene sogenannte Letzte Generation für heute großflächig angekündigten Störungen der öffentlichen Ordnung greift die Berliner Polizei hart durch. Die bisher anscheinend fruchtlosen Bemühungen, die Klimadioten mittels deeskalierender Maßnahmen zum Umdenken zu bewegen, haben zu einer Strategieänderung der Exekutive geführt. Statt wie bisher die angeklebten Hände mit Speiseöl und umweltfreundlichen Holzspachteln zu lösen, greifen die Beamten nun zu Flex und Kettensäge. Diese Maßnahme reduziert die zukünftigen operativen Möglichkeiten der demokratiefeindlichen Chaoten um bis zu fünfzig Prozent. Oder anders formuliert: Nach dem zweiten Schuss ist Schluss.
Unser rasender radelnder Reporter, Sunlion Sonniglöw‘, der sich mit seinem Dienstfahrrad wie der Blitz am etwa zschnölfzig Kilometer langen Stau auf der Prenzlauer Allee vorbeischlängelte, berichtet von einem auf nur wenige Minuten begrenzten Einsatz. Die nach dem Einsatz an der Fahrbahn haftenden, biologisch abbaubaren Chaoten-Restbestände stellen den Behörden zufolge keine Gefahr für den fließenden Verkehr dar und können bedenkenlos ignoriert werden.
Man beachte die Begriffe „umstritten“, „sogenannte“, „Störungen“, „Klimadioten“, „demokratiefeindlich“ und „Chaoten“! Wie leicht sich doch ein Feindbild aufbauen lässt, nicht wahr? Achtet mal darauf, wenn Ihr demnächst wieder die Nachrichten konsumiert.
Um das Verständnis zwischen den Generationen zu fördern, an dieser Stelle mal ein kurzer Einblick in mein neues generationenübergreifendes Wörterbuch, das noch nicht existiert und vermutlich auch nie geschrieben werden wird. Kapitel 1, korrekte Anrede:
Generation Z: „Ey, Digga, ’s läuft?“
Generation Ü30: „Na, Alta, alles senkrecht?“
Generation Ü50: „Tach, Keule, was toucht dich an?“ (im Sinne von: was berührt dich?)
Generation Ü80: „Gebt Obacht, Gevatter, wie steht es mit der Fortbewegung?“
Guten Morgen, mein Mütterlein,
und herzlichen Glückwunsch zu Deinem Ehrentag, dem Tag der Frauen! Als Frau darfst Du diesen in besonderer Weise genießen. Außer natürlich, Du hast Dich umdingsen lassen, dann musst Du bis zum Herrentag warten mit dem Feiern. Heutzutage darf ja jeder so sein, wie er sich gerade fühlt.
Darf man eigentlich als entschieden unentschiedener X-Mensch an beiden Tagen feiern?
Sonnige Grüße
Dein entschieden entschiedenes Söhnlein
„Moneypenny!“
„Uh, Mister Bond! Sie sehen wie immer blendend aus! Die Bahamas scheinen Ihnen gut bekommen zu sein. Viel Sonne, trockene Martinis, leichte Mädchen …?“
„Danke, Miss Moneypenny, es geht mir prima. Und Sie sehen zauberhaft aus wie immer.“
„Jaja, die alte Bond-Platte. Wann werden Sie mich endlich mal zum Essen ausführen?“
„Sobald die Schurken dieser Welt mir eine Verschnaufpause gönnen. Steht’s Vaterland erneut in Brand, auch sonntags komm‘ ich angerannt.“
„Wie charmant! Apropos Schurken: M wartet bereits auf Sie. Es scheint dringend zu sein, gehen Sie lieber schnell rein.“
„Hallo M!“
„Sie sind zu spät, 007, langweilt Sie die Sicherheit unserer Nation?“
„Mitnichten, Sir.“
„Dann kommen Sie aus dem Knick, es eilt. Der Weltuntergang steht unmittelbar bevor. Hier ist Ihre Walther PPK. Q wird Sie über alles weitere informieren. Fangen Sie an, Q.“
„Danke Sir, und hallo 007! Hier ist Ihr neues Fahrzeug, ein Trabant 601 S. Er kann nichts, fährt sich beschissen und sieht bekloppt aus, aber das ist irrelevant, denn in Absurdistan fallen Sie damit garantiert nicht auf.“
„Wussten Sie schon, Q, das Wort ,irrelevant‘ enthält die Bestandteile ,irre‘ … und ,Elefant“.
„Unterlassen Sie gefälligst Ihre infantilen Späßchen, Agent Null-Null … Null!
Desweiteren wäre da noch diese Weste. Sie ist kugelsicher … nun ja, sie war es – in den Sechzigerjahren. Gegen moderne Munition kann sie leider nichts ausrichten. Aber etwas Stärkeres haben wir nicht.“
„Geben Sie her, Q, das ist besser als mein Brusthaartoupet.“
„Tja, und hier habe ich noch eine neue Uhr für Sie. Bitte bringen Sie alles wieder heil zurück. Gute Reise!“
„Halt, halt, Moment mal, nicht so schnell! Eine neue Uhr? Was für eine Marke ist es denn diesmal? Omega? Seiko? Eine Rolex vielleicht, so wie früher?“
„Nicht so wichtig.“
„Jetzt sagen Sie’s schon!“
„Nun, äh … nein, es ist zu peinlich.“
„Verdammt, Q, haben Sie M nicht zugehört? Es ist eilig! Ich muss wieder los!“
„Na schön, 007, also … es ist … eine Tusenö.“
„Ei… eine … was???“
„Eine … Tus…“
„Moneypenny, heute Abend hätte ich Zeit!“
Warum hacken eigentlich alle so auf unserer Außenministerin herum? Besonders auf der Aussage über die 360-Grad-Wendung von Wladimir Putin? Sie hat sich doch nur um ein einziges Grad vertan, denn mit 361 Grad wäre es bereits ein gravierender Richtungswechsel. Also echt jetzt, Pingels, seid nicht immer so pingelig!
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