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Winterradwechsel für Dummies

Der Winter steht vor der Tür. Die Temperaturen sinken allmählich ab, daher wollte ich die letzten Sonnenstrahlen in meiner Garage nutzen …

… um meinem pazifikblauen Spielmobil die Winterstiefelchen anzuziehen. Für diejenigen unter Euch, die das auch gern selbst machen würden aber nicht wissen, wie es geht, folgt hier eine bebilderte Anleitung.
     Zunächst einmal brauchen wir Werkzeug. Das findet Ihr in Eurer Garage oder im Keller in dem pazifikblauen Wandschrank:

Besonders wichtig: Dicke Handschuhe! Die Räder mögen es nicht, abgeschraubt zu werden und anschließend ein halbes Jahr im Dunkeln herumzustehen, deshalb beißen sie gern mal.

Auch sehr hilfreich ist es, die zu demontierenden Räder zärtlich zu waschen, zu trocknen und danach ein wenig zu massieren, das sorgt für gelöste Stimmung. Zum Waschen unbedingt Eimer und Lappen in Wagenfarbe besorgen! Komplementärfarben führen schnell zum Kippen der Stimmung (das Übliche: Liebst Du mich nicht mehr? Hast Du eine andere? usw.).
     Hier also Eimer und Lappen in Pazifikblau:

Ein Sicherheitsständer kann im Falle, dass die Stimmung kippt, hilfreiche Unterstützung leisten:

Auch seichte musikalische Unterhaltung sorgt für ein geschmeidiges Ambiente:

Keinesfalls sollte man versuchen, gleichzeitig das Auto anheben und die Räder wechseln zu wollen. Anatomisch betrachtet fehlt uns hierfür ein paar Extraarme. Stattdessen benutze man einfach diesen Hubelix. Dessen Farbe ist egal, da das Auto unten keine Augen hat.

Die Schrauben am Vorderrad sollten niemals mit Gewalt gelöst werden, siehe oben (Kippen der Stimmung). Sanftes Zureden und neckisches Liebkosen wirken hier oft Wunder.

Physisch und psychisch gelöste Schrauben:

Das demontierte Rad rolle man am besten in die hinterste, dunkelste Ecke der Garage. Dort bietet sie über die kalte Jahreszeit allerei Getier, wie Spinnen, Mäusen und Mardern ein schützendes Habitat.

Vor dem Befestigen des Winterrades betrachte man aufmerksam die Nabe. Befinden sich wie in diesem Fall kleine braune Punkte auf dem Metall, ist das Fahrzeug hoffnungslos verloren. In spätestens eintausend Jahren wird nur noch Roststaub vorhanden sein, es lohnt sich also im Prinzip nicht, weiterzumachen. Wer sich jedoch nicht sofort ein neues Fahrzeug leisten kann, dem sei geraten, vorsichtig weiterzumachen und zu hoffen, dass es die nächsten zwanzig Jahre noch gut geht.

Bei dieser Gelegenheit kann man auch gleich die Federn etwas höherschrauben, damit es die Marder nicht so schwer haben, in den angenehm warmen Motorraum zu gelangen. Während der kalten Jahreszeit frieren die armen Tiere sehr schnell und werden dann stinksauer. Hier sieht man das Gegenteil von „tiefergelegt“:

Doch halten wir uns nicht mit zu vielen Details auf, das nächste Rad wartet bereits:

Im Gegensatz zum Vorderrad lassen sich beim Hinterrad die Schrauben nicht durch gutes Zureden lösen. Hier geht es nur unter Androhung brachialer Gewalt:

Derart eingeschüchtert, geben die Streikenden schnell auf:

Den obligatorischen Rost (Fachausdruck: Rostlaube) ignorieren wir wieder …

… und schrauben schnell das Rad darüber.
Zum Anziehen der Schrauben benötigen wir einen Drehmomentschlüssel mit einer Kraft von 120 Kilometern.

Zweimal gestützt ist doppelt geschützt:

Die Garage sollte nicht zu knapp bemessen sein, damit man mit den Rädern schön vor oder hinter dem Auto zur anderen Seite durchkommt.

Noch ein vorletztes Rad, und dann noch eins:

Finales Herunterkurbeln – fertig!

Was tun, SPD?

Die SPD fragt sich derzeit auf ihrer Facebook-Seite, was sie tun muss, damit ihr die Menschen wieder vertrauen. In der Hauptrolle mit Büßergewand ausgerechnet Unsympath Stegner, hauptberufliche sowie ehrenamtliche Diplomhackfresse.
     Also ich hätte da eine Idee. Wie wär’s, wenn Ihr Euch mal mit den Folgen Eurer Politik auseinandersetzt? Zum Beispiel mit den Opfern von Hartz 4? Dann werdet Ihr vielleicht erkennen, dass es nichts mehr gibt, was Ihr tun könnt. Tot ist tot, daran kann man nichts mehr ändern. Und Ihr seid die Hauptverantwortlichen dafür. Das wird Euch für immer an der Backe kleben, egal was für tolle Sprüche Ihr Euch für die nächsten Wahlplakate ausdenkt.

Man sollte Euch …!

Liebes Google, liebe Sicherheitsfanatiker, liebe Werbeschnuffis,

hat Euch heute schon jemand gesagt, dass Ihr gewaltig nervt? Es macht keinen Spaß mehr, im Internet zu surfen, ständig springen irgendwelche Fenster auf, die auf irgendetwas ganz, ganz Wichtiges hinweisen wollen, auf Cookies, kostenlose Abonnements oder sonstigen Kram. Besonders nervig sind die Werbebanner, die leicht verzögert geladen werden, wenn man schon mittendrin beim Lesen ist, und die dann den Text plötzlich einfach mal so um 300 Pixel nach unten verschieben. Am besten noch ein zweites Popup-Fenster darübergelegt, mit einem Schließen-Knopf ganz oben, an der Seite, hinter dem Banner, was hinter dem Banner, hinter dem Banner versteckt ist. Und da wundert Ihr Euch, wenn die Leute Werbeblocker einsetzen!
     Ach, und Google – ich hab Dir das schon mal gesagt: Ich brauche keine Hinweise darüber, dass ich mich gerade in meinen Blog eingeloggt habe, weder per Mail noch aufs Handy. Es ist wirklich rührend, wie Du Dich um meine Sicherheit kümmerst, aber irgendwann reicht’s auch mal. Mach das gefälligst so, dass man es abschalten kann.

Ohne Freundlichkeit und Grüße, sondern einfach nur genervt:
Sunlion

„Blade Runner 2049“ oder „Hoppla, wie die Zeit vergeht!“

Fünfundreißig Jahre ist es nun schon her, dass der originale Film Blade Runner in den Kinos lief. Was habe ich eigentlich damals gemacht, 1982, mit unschuldigen, süßen 14 Jahren?
     Weiß nicht, schon so lange her. Im Kino habe ich den Film jedenfalls nicht gesehen, denn damals herrschte noch tiefste DDR. Vermutlich habe ich mich seiner erst nach der Wende am heimischen Bildschirm erfreut, mit 62 Zentimetern Bilddiagonale und per Videokassettenrekorder zugespielt, was jedes für sich heute auch nur noch ein technischer Witz ist.
     Jedenfalls beeindruckte mich damals schon die bildgewaltige Story um künstliche Menschen, die einfach nur nach der Antwort suchen, die wir alle wissen wollen, auf die Frage: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wieviel Zeit bleibt mir?
     An diese Geschichte schließt der neue Blade Runner 2049 an. Und er macht seine Sache gut. Der Film entwickelt sich langsam, nimmt sich viel Zeit und zieht den Betrachter allmählich in das Geschehen hinein. Der tolle 3D-Effekt hat sicherlich einen großen Anteil daran. Die optische Umsetzung ist überwältigend, ein Fest für Ästheten. Als Fotograf weiß ich, wie schwer es ist, attraktive Bilder zu erschaffen. Regisseur Denis Villeneuve und Kameramann Roger Deakins gelingt dies grandios, jede Szene ein visueller Volltreffer, ein Spiel aus Formen und Licht, man wird geradezu erschlagen von der opulenten Szenerie. Wer jedoch auf schnelles Krawumm und Balla-balla steht, wird mit dem Film wohl eher nicht glücklich. Blade Runner 2049 ist eindeutig für echte Cineasten gemacht.
     Lediglich die Musik, komponiert von Benjamin Wallfisch und dem inzwischen schon legendären Hans Zimmer, schwächelt ein wenig. Sie passt zwar perfekt zum Film und lässt auch dieselbe Atmosphäre entstehen wie beim Original von 1982. Doch es fehlen die … sagen wir mal … Hits, die man sich auch zu Hause auf der Stereoanlage anhören würde. Wer Vangelis‘ Soundtrack verinnerlicht hat, dem wird beim „Anhören“ des neuen Films irgendwie was fehlen. Vielleicht hätte es nicht geschadet, die eine oder andere Komposition von früher ein wenig aufzubügeln und zu übernehmen. Macht James Bond ja auch nicht anders.
     Doch halt – einiges wurde dann doch aus dem Originalfilm übernommen, nämlich …
Och nöö, das könnt Ihr gern selbst herausfinden. Der Film wirkt ohnehin besser in groß und 3D. Also ab ins Kino, angucken!

Dieser Film wurde nicht gesponsort. Von Niemandem. Dabei war es meine bislang teuerste Kinokarte. Fünfzehneurodreißig!!! Also echt, ey, Ihr habt ’se wohl nicht mehr alle!

Apples neues Betriebssystem High Sierra ist einfach so … sooo …

Von einigen Bekannten werde ich inzwischen schon verständnislos angeschaut, weil ich auf meinen zahlreichen Macs immer noch das „alte“ Lion 10.7 benutze, also sechs Versionen vor Apples aktuellster Kreation. Dabei kostet die doch nüscht!
     Deswegen hab ich High Sierra mal zwei Tage lang getestet und anschließend beschlossen – ich bleibe bei Lion! Ich kann im Vergleich zu High Sierra zumindest bei den von mir genutzten Programmen Mail, Kalender, Adressbuch und iTunes nämlich keine sinnvollen Verbesserungen erkennen. Entweder funktionieren sie noch genauso wie vorher oder schlechter, so wie beispielsweise iTunes. Selbst die brandaktuelle Version, die beim Funktionsumfang wieder deutlich abgespeckt hat und damit weniger überladen ist als die Vorgänger, kann mit Version 10 einfach nicht mithalten. Die Bedienung ist einfach nur krampfig, das Konzept unlogisch und schlecht durchdacht. Man merkt wirklich bei jedem Mausklick, wie die Programmierer unter Druck standen, auf Teufel komm raus etwas Neues erschaffen zu müssen, was halt schwierig ist, wenn man schon etwas nahezu Optimales vor sich hat. Bei der Rückkehr zu Version 10 merkt man sofort – ja! Genau das ist es! Die Anordnung der Bedienelemente ist logisch und durchdacht, nichts ist versteckt, die rechte Maustaste mit sinnvollen Funktionen belegt, die verschiedenen Listenansichten mit oder ohne Cover-Bildern sehr praktisch. Vor allem aber macht Cover-Flow noch richtig Spaß, denn im Vollbildmodus sehen die großen Bilder aus wie Plattencover aus der guten, alten Zeit. Unverständlich, warum Apple so eine Funktion, die bereits fix und fertig funktioniert, einfach wieder entfernt, anstatt dem Anwender die Wahl zu lassen, ob er sie nutzen will oder nicht.
     Andere Programme, die möglicherweise verbessert wurden, wie etwa die Foto-App, nutze ich gar nicht, daher kann ich sie nicht beurteilen. Die mit Mountain Lion eingeführte Seiteninformationsleiste habe ich noch nie vermisst. Keine Ahnung, wozu die gut sein soll, denn die jeweiligen Apps zeigen ja schon selbst an, wenn sie etwas wollen.
     Die für mich wichtige Kalender-App ist durch den Wegfall der Terminagenda schlechter als früher. Und in der Jahresdarstellung werden keine Termine mehr angezeigt, außer man klickt einen Tag an. Im Lion-Kalender sind Tage mit Terminen bereits farbig hervorgehoben, so weiß man immerhin schon mal, wo sich das Draufklicken lohnt und wo nicht.
     Überhaupt: Diese sinnlose, blöde Ausblenderei von Elementen ist die dämlichste Idee seit der versteckten Menüleiste von Windows 7. Das kommt dabei heraus, wenn Designer die Agenda bestimmen dürfen! Vermutlich wären die erst so richtig glücklich, wenn auf dem Bildschirm nur noch eine weiße Fläche angezeigt würde, ohne Text und störende, grafische Elemente. Denn nur die wäre wirklich rein, unschuldig und perfekt! Im Fall der Mail-App wäre der nächste Telefonanruf meiner 81-jährigen Mutter schon wieder – Achtung, Wortspiel – vorprogrammiert: „Sag mal, Junge, wo ist denn diese Dingens … äh, diese … du weißt schon … wo man die Ordner sehen kann?“ Was daran sinnvoll sein soll, die Postfachleiste standardmäßig auszublenden, das kann mir vermutlich nicht mal ein Apple-Mitarbeiter plausibel erklären. Und ebenso die Statusleiste.
     Die von Mail getrennten Notizen gibt es bereits seit Mountain Lion, ich gebe zu – die hätte ich gern. Aber dafür habe ich inzwischen Evernote installiert, das funktioniert genauso gut und läuft auch auf Android und Lion.
     Stattdessen warte ich schon seit Ewigkeiten auf eine Taskleiste am unteren Rand, vergleichbar mit der von Windows. Das durchscheinende Desktop-Foto stört mich nämlich beim Arbeiten. Auf so was kommen die Apple-Entwickler aber offenbar nicht von selbst. Außerdem wäre es doch eine Neuerung, wenn man endlich mal selbst festlegen könnte, ob man eine graue, schwarze oder bunte Benutzeroberfläche haben möchte. Warum stellt Apple da nicht mehr Möglichkeiten bereit? Und die Systemsounds lassen sich bei Windows bereits seit über 25 Jahren nahezu frei verändern. Warum nicht auch bei Apple?
     Insgesamt hat sich das Design meiner Meinung nach verschlechtert. Dieses flache, reduzierte Aussehen, bei dem man Textlinks kaum noch als Knopf zum Draufdrücken identifizieren kann, die grafisch anspruchslosen Icons, all das hat mich ab Windows 8 und iOS 7 schon genervt. Nur HTC schaffte es noch, das Ganze mit seiner primitiven Sense-Oberfläche für Android auf die Spitze zu treiben. Als wenn der minderjährige Nachwuchs der Chefdesigner sich mal ordentlich austoben durfte. Furchtbar! Grau … en … haft! Trivialdesign der übelsten Sorte! Aber vermutlich war dieser Rückschritt mal wieder nötig, damit man in zehn, fünfzehn Jahren den Kunden wieder etwas Neues bieten kann, nämlich aufwendiges, pseudodreidimensionales Chic der Extraklasse. Halt so wie bei Lion.
     Ach ja, fast vergessen: Siri! Eben noch hat sie auf meine Anweisung hin zwei Termine eingetragen, was auch einwandfrei funktionierte. Keine zwei Minuten später erklärt sie auf Nachfrage, dass in den nächsten drei Monaten keine Termine vorhanden sind. Also echt, mein zwanzig Jahre alter Toaster ist auch nicht viel dümmer als sie. Aber wenigstens macht er mir Frühstück und hält er die Klappe!

Sonntägliches Wunschprogramm

Ich gestern, mit dem Golfilinchen, kurz nach dem Ende der A 114, also im Berliner Stadtgebiet, wo 50 km/h erlaubt sind: Hinter mir ein paar autobahnberauschte Jungspunde, ein Audi voller Tussis, ein Opel mit ’ner Solotussi, ein heller Transporter und noch irgendwer. Ich flenze so dahin, mit exakten, tempomat­justierten 50 Kilometern pro Stunde und bemerke im Rückspiegel die nervöse Fahrweise der Autobahnabkömmlinge (man sieht es denen richtig an, dieses hektische hin- und herschwanken, als wenn sie sich noch nicht so richtig entscheiden können, ob sie lieber links oder rechts vorbeizischen wollen). Erwartungsgemäß hielten sie es nicht lange aus und überholten genervt, während zwischen meinen Gedanken an fressen, fernsehen und fic… äh, flirten, wieder mal der Wunsch aufblitzte, ein Blitzer möge hinter der nächsten Kurve stehen und sich der Raser erbarmen.
     Und was folgte prompt hinter der nächsten Kurve? Ein unauffälliger, dunkelblauer Lieferwagen mit Sonntagswunschprogramm!

     Blitz!!!

     Blitz!!!

     Blitz!!!

     Blitz!!!

     Blitz!!!

     Der helle Lieferwagen ging noch schnell in die Eisen, aber leider – zuuu spääät!
     Hihihihihi … so macht Sonntag Spaß!

Bewerbung in Zeiten des Fachkräftemangels

Liebe Unternehmen,

die Jobbörsen quellen inzwischen über, mit Stellenangeboten in fast jeder Branche. Der medizinische Bereich jammert und wehklagt wegen Überarbeitung auf Grund akuten Personalmangels, noch schlimmer sind die Zustände in der Informationstechnologie. Im schicken Berliner Stadtteil Mitte stehen abends die Talentsucher an den Ausgängen von IT-Firmen und versuchen, Administratoren und Entwickler abzuwerben. Auch die Kreativbranche boomt, überall werden Grafiker und Marketingfachleute gesucht. Die Seitenanzahl mit Angeboten in diversen Jobbörsen ist zeitweise drastisch angewachsen, und die Bewerberzahl in den letzten zehn Jahren von rund 120 auf unter zehn pro Stelle eingebrochen, wobei man davon ausgehen muss, dass etwa neunzig Prozent aller Bewerber aus unterschiedlichen Gründen ungeeignet sind.
     Deswegen, liebe Unternehmen, ist es keine besonders schlaue Idee, per E-Mail eintrudelnde Bewerbungen auf das hauseigene Onlinebewerbungsportal zu verweisen, denn das mühsame Eintragen eines umfangreichen Lebenslaufes dauert erfahrungsgemäß bis zu 45 Minuten, insbesondere bei erfahrenen Bewerbern, die schon ein paar Jahrzehnte Berufserfahrung angesammelt haben. In derselben Zeit kann ein Bewerber nämlich auch zwanzig, dreißig Bewerbungen an andere Unternehmen versenden, die E-Mails akzeptieren.
     Ganz besonders dämlich ist es jedoch, die wenigen aussichtsreichen Personen, die nach dem Aussieben aller eingegangenen Bewerbungen übriggeblieben sind, bei persönlichen Gesprächen mit überflüssigen Psychospielchen zu verprellen. Was für eine Antwort erwartet Ihr eigentlich auf die Frage nach den drei schlechtesten Eigenschaften? Ich habe ein massives Alkoholproblem? In meinem Keller sind unter einer verborgenen Klappe 100 Jungfrauen eingesperrt? Nachts streife ich über Friedhöfe und werde zum Werwolf? Ehrlich, Leute, könnt Ihr Euch das heutzutage noch leisten?
     Ach, und noch was: Man duzt keine fremden Personen in geschäftlichem Kontext. Das ist unhöflich, distanzlos und unprofessionell.
     Glücklicherweise gibt es auch noch Firmen, die all das nicht nötig haben. Und die werden auch in Zukunft noch gute Mitarbeiter finden. Zum Beispiel mich!
     Ätsch-bätsch!

Mit hämischen Grüßen
(Nicht) Euer Sunlion

Der, die, das, wieso, weshalb, warum …

Sehr geehrte Frau Blindert,

wer schreiben will, sollte auch schreiben können. Es erstaunt mich, dass eine ehemals renommierte Institution wie Die Welt den von Ihnen verzapften Unsinn überhaupt in ihr Repertoir aufnahm.
     Nur mal als Tipp für die Zukunft, damit Sie nicht als Dummk(o)(ö)pf(in) in Verruf geraten: Grammatikalisches und tatsächliches Geschlecht haben nichts miteinander zu tun! Als Beleg dafür ein paar Beispiele:
     Seit Jahrhunderten schon gibt es Organisationen und Verbände, zu denen nur Männer Zutritt haben. Trotzdem heißt es das Clubmitglied und nicht der Clubmitglied. Woran mag das nur liegen? Und wieso wird die eindeutig weibliche Form einer zukünftigen Frau als das Mädchen bezeichnet und nicht als die Mädchen? Warum haben sächliche Dinge sowohl weibliche als auch männliche Artikel? Warum heißt es der Tisch und die Lampe, statt das Tisch und das Lampe? Wieso können die Löwen gleichzeitig männlich und weiblich sein? Und warum wird daraus das Löwenrudel? Warum wird aus der Mann plötzlich die Männer, sobald sie sich zusammenrudeln?
     Wenn Sie, Frau Blindert, diese Fragen beantworten können, werden Sie hoffentlich auch endlich verstehen, was für einen Unsinn Sie da zusammengekritzelt haben.

Mit äußerst maskulinen Grüßen (die Grüße!)
Das sonnig-flauschige Löwenkätzchen