Derzeit reden ja anscheinend alle nur noch von autonom fahrenden Autos und künstlicher Intelligenz. Dabei schafft es mein Textverarbeitungsprogramm noch nicht mal, mir bei der Rechtschreibprüfung vernünftige Vorschläge zu machen. Ich sitze nämlich gerade an den Korrekturen zu meinem zweiten Buch, und ehrlich – die Rechtschreibprüfung hat mir doch für das korrekt geschriebene Wort „Quarkkeulchen“ tatsächlich vorgeschlagen, es in „Quarkkäulchen“ zu ändern. Weder nach der aktuellen, noch der alten Rechtschreibung, und noch nicht einmal in steinzeitlichem Altgermanisch wurde der Wortstamm „Keule“ jemals mit ä geschrieben. Wie kommen die nur auf so was?
Also wirklich, Leute, wenn Eure Autos später mal so fahren, wie Eure Programme schreiben, dann haben die Kfz-Versicherungsgesellschaften in Zukunft ein ernstes Problem.
Gerade eben ist mir mal wieder so eine merkwürdige Sache aufgefallen, die meinem Verdacht, das Leben um uns herum könnte möglicherweise nicht ganz so real sein wie es scheint, neue Nahrung gibt. Bereits in meinem Abenteuerroman „Erdenend“ hatte ich im Abschnitt Niemandsland die Operatoren beschrieben, Außerirdische, die unser aller Schicksal lenken, so wie ein Computerspieler eine Figur durch eine simulierte Welt steuert. Es gibt sogar offizielle Stellungnahmen ernstzunehmender Wissenschaftler, die es für möglich halten, dass unser Universum mit allem darin nur eine Simulation ist.
Heute also habe ich wieder ein verdächtiges Indiz gefunden, das diese These unterstützt. Vor ein paar Monaten zogen nämlich neue Nachbarn in die Wohnung unter mir, und zwar mit dem Namen:

Heute ist auf genau derselben Etage in die gegenüberliegende Wohnung ebenfalls eine neue Familie eingezogen. Und wie heißt die? Natürlich – welchen Namen sonst könnte sie wohl haben:

Nun möchte ich denjenigen sehen, der sich traut, das als Zufall zu bezeichnen! Ich jedenfalls finde es äußerst verdächtig!
Die Kommentarspalten der aktuellen Zeitungen zur Wahl in Frankreich sind wieder mal hochinteressant. Da ist zum Beispiel von einem „Ende des Populismus“ die Rede, dabei hat Marine Le Pen, Kandidatin des Front National fast genauso viel Stimmen erhalten wie Emmanuel Macron. Den allerdings finde ich noch viel interessanter! Beschrieben wird er überall als der „Unabhängige“, der „Bezwinger des Establishments“.
Wer so einen Unsinn schreibt, hat sich anscheinend noch nicht seinen Lebenslauf angeschaut: Mitglied der Sozialistischen Partei, Direktor im Finanzministerium, Berater des Präsidenten François Hollande und schließlich Investmentbanker bei Rothschild & Cie.
Also noch mehr Establishment geht wohl nicht. So was würde ich nicht als unabhängig bezeichnen, so etwas heißt bei mir – Franzö…, äh Verzeihung – Trojanisches Pferd.
Ich hab doch letztes Jahr diese Garage da bekommen, da hinten, hinterm Haus, Ihr wisst schon. Anfangs konnte ich immer ganz bequem über die wilde Wiese latschen, um dorthin zu gelangen. Dann kam der Besitzer dieser Wiese aber urplötzlich auf die verrückte Idee, dass ihm ein Haus viel besser gefallen würde, als die olle Wiese. Also buddelte er ein Loch, spachtelte es mit Gips aus und schwupps, schon eineinhalb Jahre später war das Mehrfamilienhaus mit rund vierzig Wohnungen bezugsfertig. Freundlicherweise legte der Ex-Wiesenbesitzer auch einen kleinen Weg auf dem Grundstück an, über den ich wie gewohnt zu meiner Garage gelangen kann.
Dummerweise hört der Spaß aber an dieser Stelle auf, denn nun beginnt der übliche Schwachsinn, der mich immer und immer wieder am gesunden Verstand der Menschheit zweifeln lässt. Denn: An der Grundstücksgrenze hat der Nachbar einen Zaun errichtet. Und an einer Stelle des Zauns eine Gartentür eingebaut. Blöderweise hat er in diese Gartentür auch ein Schloss eingesetzt. Und das ist nun wirklich, aber wirklich richtig albern. Denn Schlösser sind dazu gedacht, ein- oder auszusperren. Menschen, Tiere, Diebe, Monster, gefährliche Fabelwesen … was auch immer. Das Grundstück ist jedoch an der gegenüberliegenden Seite völlig offen! Kein Zaun, kein Tor, keine Mauer, wer auch immer das Gelände betreten will, wird durch das verschlossene Gartentor auf der Rückseite garantiert nicht aufgehalten. Er muss das Grundstück einfach nur umrunden.
Nun hat der Nachbar, freundlich wie er ist, dem Besitzer des Garagengrundstückes, also meiner Wohnungsgenossenschaft, großzügigerweise eine Tüte voller Schlüssel überlassen. Für den lächerlich mildtätigen Preis von nur 40 Euro. Pro Schlüssel! Die Genossenschaft hat mir einen davon weiterverkauft, für die sozialverträgliche Summe von 20 Euro.
Als ich heute losfuhr, um mir den Schlüssel abzuholen, war die Gartentür verschlossen. Ich musste drüberklettern, um mir den Umweg ums Haus zu ersparen.
Als ich zurückkam, war die Tür offen! Und ich wette – ab heute wird diese Tür nie, nie, nie, nie, nie wieder verschlossen sein. Nur um mich zu ärgern!
Garstiger Nachbarslümmel!

Die mediale Kakophonie des gestrigen Tages war wieder einmal kaum zu übertreffen. Wie in der Tagesschau, der Heute-Sendung und den meisten anderen Nachrichtenmedien die Wahrheit verdreht und verbogen wurde, war unbeschreiblich. Fast schon fürchtete ich, dass mein Hirn diese Drehungen und Wendungen mitmachen und am Ende desorientiert und total verknotet in dem Hohlkörper zwischen den Ohren herumhängen könnte: „Ruttes VVD ist eindeutiger Wahlsieger“, „die Demokratie hat gewonnen und den Europagegnern eine Absage erteilt“ und „die Rechtspopulisten um Wilders wurden abgestraft“ sind nur einige der Schlagzeilen, die gestern blechern aus den Lautsprechern schepperten.
Allesamt erstaunliche Schlussfolgerungen, angesichts der Tatsache, dass die VVD ganze 25 Prozent verloren hat, die nun bei Wilders PVV gelandet sind. Die PvdA, die niederländische Version unserer Arbeiterklassenverräterpartei SPD, ist von 24,8 Prozent auf 5,9 Prozent abgerutscht.
Insgesamt ein Debakel für die zukünftigen politischen Verhältnisse.
Und wieder mal ein perfektes Beispiel dafür, dass der Begriff „Lügenpresse“ nicht von ungefähr kommt und jedes, aber auch wirklich jedes Mittel recht ist, um Russland zu diskreditieren: „Damals hatte die Sowjetunion gerade die erste Wasserstoffbombe zur Explosion gebracht und damit den modernen Rüstungswettlauf ausgelöst.“
Entweder ist das Dummheit oder Unwissenheit, denn wie man in jedem Geschichtslehrbuch nachlesen kann, erfolgte die Zündung der ersten Wasserstoffbombe mit dem Codenamen Ivy Mike am 31. Oktober 1952 durch die USA auf dem Eniwetok-Atoll. Erst am 12. August 1953 zündete auch die Sowjetunion ihre erste Wasserstoffbombe.
Der Satz hätte also korrekt lauten müssen: „Damals hatte die Sowjetunion gerade ihre erste Wasserstoffbombe zur Explosion gebracht und damit den modernen Rüstungswettlauf ausgelöst.“ Aber selbst dann könnte man noch immer darüber streiten, wer von beiden Parteien den Rüstungswettlauf ausgelöst hat. Nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung waren es die Amerikaner, die Russen hatten nur die Wahl mitzuziehen oder ihre Existenz aufs Spiel zu setzen, oder wollen die Schmierfinken von N-TV den Russen ernsthaft das Recht zur Selbstverteidigung absprechen? Denn dass die Amerikaner die Atombombe auch einzusetzen bereit sind hatten sie bereits zweimal bewiesen – in Hiroshima und Nagasaki.
Wie ein hippeliger Fanboy-Teenager komme ich mir gerade vor, während ich diese Zeilen schreibe. Ich durfte nämlich soeben Zeuge des weltbesten Kundenservice werden, den es gibt, in diesem und auch in jedem anderen Universum.
Schon seit längerem wunderte ich mich über die schlechte Grillleistung meiner neuen Mikrowelle, gestern Abend nun stellte ich fest – das Gerät hat gar keinen Grill! Nein, nein – kleines Späßchen am Morgen, bitte macht jetzt nicht Eure Tischkanten kaputt, indem Ihr mit dem Kopf draufdrescht! Natürlich hat das Ding ’nen Grill! Allerdings schaltet der sich grundsätzlich nach vier Minuten ab, egal, ob man nun sechs oder zehn Minute gewählt hat. Es macht ,pling!‘ und die Heizelemente hören auf, zu leuchten. Gestern habe ich das endlich rausgefunden, nach fünf Monaten, denn normalerweise stehe ich ja nicht daneben und schaue dem Hähnchen beim Grillen zu.
Verdrängen wir mal für einen Moment die schlechten Berichte über ausgebeutete Mitarbeiter in den Amazon-Logistikzentren, sondern genießen wir die positiven Eigenschaften: Ich habe mir also bei Amazon die Reklamationsseite rausgesucht, dort wählt man das zu reklamierende Produkt aus, trägt seine Telefonnummer ein und drückt den OK-Knopf. Im selben Moment klingelt das Telefon, Sekunden später ist eine nette Mitarbeiterin dran, die bereits Bescheid weiß, um was es geht. Reklamation? Kein Problem? Rücksendung? Kostenlos! Welchen Logistiker hätten Sie denn gern, DHL oder Hermes? Selbstverständlich nicht die DHL! Dürfte ich ersatzweise auch ein anderes Produkt wählen? Aber klar doch! Klick. Piep. E-Mail mit dem Rücksende-Etikett ist schon da.
Wow! Saturn und Mediamarkt, ich fürchte, Ihr müsst Euch warm anziehen, nicht nur, weil gerade Winter ist.
Tefal! Kennt jeder. Jeder, der schon mal mit Küchenutensilien zu tun hatte, ist über diese Weltmarke gestolpert. Eine französische Firma, die vermutlich Millionen-, wenn nicht sogar Milliardenumsätze macht, weltweit. Und ausgerechnet eine solche Firma ruiniert ihren guten Ruf, in dem sie mit hinterhältigen Tricks ihre Kunden verarscht, nur um ein paar Cent an Produktionskosten zu sparen.
Ich haben heute zwei Pfannen gekauft, zur Auswahl standen K (Kauflands Hausmarke), ein paar andere unbekannte Firmen und Tefal. Nach ausgiebiger Begutachtung entschied ich mich für Tefal, da die Pfannen etwas leichter und kaum teurer waren als die anderen Produkte.
Schon im Markt fiel mir eine kleine Ungereimtheit auf. Die Größenangabe lautete 24 cm. Jedoch stand hinter der Zahl noch ein kleines Sternchen, also *. Ich suchte in der Nähe der Größenangabe nach der entsprechenden Erklärung, fand sie aber weder dort, noch auf der Rückseite. Erst zu Hause entdeckte ich das dazugehörige Kleingedruckte, und zwar an der am weitest möglich entfernten Stelle auf der Rückseite. Dort, wo kein Schwein danach suche würde – unter dem Griff. Die Angabe lautet:

Dies ist gleich in zweierlei Hinsicht eine Verarschung des Kunden. Denn erstens werden Pfannen und Töpfe immer an der inneren Oberkante gemessen, einfach um sicherzustellen, dass auch Deckel anderer Marken immer dazu passen, und außerdem würde das Innenmaß durch die Dicke der Wandung unkalkulierbar. Und zum anderen ist die Angabe +/- 0,5 cm ein trauriger Witz, denn Pfannen werden im Jahr 2016 nicht mehr handgeschmiedet, sondern mit präzisen Maschinen gestanzt oder vielleicht auch gegossen. Ich bin mir sicher, würde man die Pfannen dieser Serie alle ausmessen, läge die Toleranz unter einem Millimeter.
Damit hat sich Tefal für meine ganz persönliche Schwarze Liste qualifiziert, denn ich muss nun deswegen erneut zu Kaufland fahren und die Pfannen reklamieren. Herzlichen Glückwunsch, Tefal, Ihr werdet nie wieder etwas an mich verkaufen!

Heute war ich quasi nebenberuflich an der Oder. Und es war arschkalt. So kalt, dass ich jetzt noch friere, obwohl ich schon ein paar Stunden wieder zu Hause bin.
Aber dafür habe ich Euch etwas mitgebracht, einen besinnlichen Gruß von der Oder, aufgenommen mit meinem neuen Technikspielzeug:
Bundesmaßregler Maas verkündete soeben in der Tagesschau, dass es so einen Fall wie Amri nie wieder geben dürfe und man daher erwäge, die elektronische Fußfessel verstärkt einzusetzen.
Okay, Du kleines grünes Maasmännchen … ach nee, Du bist ja vonne SPD. Also, Maas, pass ma‘ uff: „Elektronische Fußfessel“ bedeutet nicht, dass die dann damit irgendwo angekettet sind, so wie manche kernig-deutsche Hausfrau am Herd. Oder an der Waschmaschine. Es bedeutet nur, dass man die Deliquenten damit orten kann. Im ungünstigsten Fall kann man also feststellen, wo genau sie mit der Fußfessel einen LKW in eine Menschengruppe gesteuert haben oder in welcher Kirche sie damit gerade Amok gelaufen sind.
Dieser Fall zeigt leider mal wieder, dass die etablierten Politiker überhaupt keine Ahnung haben, keine echten Lösungen für aktuelle Probleme und nur dummes Zeug schwatzen, denn es ist ja Wahljahr, es geht also um die Wurst.
Er zeigt leider auch, dass die Medien noch immer nichts kapiert haben, mehr noch – dass sie nicht aufgewacht sind, nichts dazugelernt haben sowie unreflektiert und unkommentiert nur stupide das vorlesen, was sie „von oben“ vorgesetzt bekommen. Denn dieser Widerspruch hätte angesichts des Ereignisses in Frankreich sofort jedem Redakteur auffallen müssen.
Schämt Euch!
