Menü Schließen

Kuschel und die Sommerferien

Nach dem epochal-pyramidal-elefantösen Erfolg meines Debütromans „Erdenend“ habe ich mich nun mal zur Abwechslung an einem Kinderbuch versucht. Der Nachfolger von Erdenend war zwar bereits begonnen, aber es kann ja nicht schaden, mal zwischendurch ein wenig „fremdzuschreiben“.
     „Kuschel und die Sommerferien“ beschreibt die Abenteuer eines Mädchens, das eine Woche bei seinen Großeltern an der Ostsee verbringt und unbeabsichtigt von einem Abenteuer in das nächste stolpert. Außerdem habe ich mich, da ich mir keinen Illustrator leisten konnte, mal selbst mit dem Thema beschäftigt und, wie ich finde, recht passable Grafiken zustandebekommen, dafür, dass ich das noch nie zuvor gemacht hatte.
     Das Buch ist Book on Demand, es wird also erst gedruckt, wenn es bestellt wird. Damit ist nur Digitaldruck möglich, was die Farbversion etwas teurer macht, als erhofft. Wer es gern günstiger hätte, kann einfach auf die Schwarzweißversion zurückgreifen oder halt das E-Book. Für welche Version auch immer Ihr Euch entscheidet – ich wünsche viel Spaß beim Lesen! Und wenn ich die nächsten Tage dazu komme, mache ich mit Euch vielleicht noch ein oder zwei Online-Lesungen. Also schaut ruhig wieder vorbei.

Die neuesten Wahlversprechen der SPD

Allmählich gewinne ich den Eindruck, dass meinem Lieblingsprügelknabe, der SPD, die politischen Berater abhanden gekommen sind. Oder der Verstand, das kann auch sein.
     Während Parteien bei früheren Wahlen noch das goldene Kalb versprachen, sind die Sozialdemokraten inzwischen schon so tief gesunken, dass sie sich nach dem Aushungern des Kalbs offenbar nur noch zu dem Versprechen durchringen können, es nicht auch noch notzuschlachten. Oder vereinfacht ausgedrückt: Sie versprechen nicht mehr, dass es besser wird, sondern dass es nicht noch schlechter wird, als es ohnehin schon ist. Na, wenn das mal nicht tolle Aussichten sind …
     Zur Erinnerung, wer uns die niedrigen Renten eingebrockt hat, hier noch mal eine kleine Einführung. Wer danach immer noch das dringende Bedürfnis verspürt, SPD wählen zu müssen, der … also echt – der hat ’se nich‘ mehr alle!

Die DDR kehrt zurück

Mitte der Achzigerjahre hatte ich das große Glück, durch einen Freund in die glitzernde, bunte Welt der Diskotheken hinein zu rutschen, denn sein Onkel war DJ und fuhr mit einem Berg von Koffern und Kisten, prall gefüllt mit Technik, durch die östliche Republik. Dafür benötigte er fleißige Roadies – unter anderem mich! Was waren das für Zeiten! Partys, Mädchen und jede Menge Spaß, meistens gleichzeitig.
     Etwas kitzlig war die Sache wegen der damals geltenden Quotenregelung. Es mussten 60 Prozent Ostmusik gespielt werden, der Rest durfte aus dem Ausland stammen. Natürlich hielt sich kein DJ daran, denn niemand wollte nach City oder den Puhdys tanzen.
     Heute nun las ich, dass die Quote zurückkommt. Medienanbieter müssen zukünftig 30 Prozent europäische Produktionen anbieten. Und von wem kommt diese Anweisung? Natürlich, wie sollte es anders sein, von unserer geliebten EU!
     Vielleicht sollten sich die Damen und Herren stattdessen mal fragen, woran es liegt, dass viele amerikanische Film- und Fernsehproduktionen erfolgreicher sind. Aber dazu haben sie vermutlich keine Lust. Das würde nämlich ein Schlaglicht auf die verheerenden Zustände der hiesigen Medienindustrie werfen.

Und gleich noch mal SPD!

Ich … hihihi … bin gerade … hahaha … aua … über den besten Artikel gestolpert, den ich je über die SPD gelesen habe. Geschrieben vom Mediamarkt-Steinhöfel, ihr wisst schon, der aus der Werbung. Er handelt von Ralf Stegner, dem unsympathischsten Politclown, der je ins Fernsehen gelassen wurde. Bei dem ich mich jedes Mal frage, wer von seinen Parteigenossen ihn überhaupt von der Kette gelassen hat, weil das fast schon verdächtig nach Sabotage riecht, so wie der sich immer aufführt. Als wollte jemand absichtlich seiner eigenen Partei schaden.
     Aber lest selbst, es lohnt sich! Und danach empfehle ich noch die Anstalt, bei der die Sozen und auch einige andere zu recht ihr Fett wegkriegen.

Herzlichen Glückwunsch, SPD!

Liebe SPD,

das war wohl nix, mit dem Schulz, oder? Diesen Multimillionär mit dem Charisma einer Betonmischmaschine als volksnahen Heiland zu verkaufen ist anscheinend nach hinten losgegangen. Mal ehrlich: War der „Schulz-Effekt“ eigentlich Eure eigene Idee oder nur der feuchtfromme Wunschtraum einer obrigkeitshörigen, unkritischen Presse? Habt Ihr wirklich geglaubt, Euer Verrat an der eigenen Clientel durch Einführung der grundgesetzwidrigen Agenda 2010, der Rentenkürzungen, dem Eintreten für TTIP usw. würde für immer ungestraft bleiben? Irgendwo habe ich gerade gelesen, die SPD würde in Zukunft immer mehr an Bedeutung verlieren, denn wer links wählt, gibt seine Stimme lieber der Linken, wer rechts wählt, der CDU. Und dass sich politisch Interessierte immer mehr in zwei Lagern polarisieren werden, so wie in den USA, ist bereits seit längerem bekannt. Ihr habt Euch also selber abgeschafft, denn Ihr steht für nichts, nicht links, nicht rechts, keine vernünftigen Ansichten und schon gar kein moralischer Kompass.
     Ich beglückwünsche Euch zu diesem Erfolg!

Euer Sunlion

Verlässt du dich auf Software, bist du verlassen

Derzeit reden ja anscheinend alle nur noch von autonom fahrenden Autos und künstlicher Intelligenz. Dabei schafft es mein Textverarbeitungsprogramm noch nicht mal, mir bei der Rechtschreibprüfung vernünftige Vorschläge zu machen. Ich sitze nämlich gerade an den Korrekturen zu meinem zweiten Buch, und ehrlich – die Rechtschreibprüfung hat mir doch für das korrekt geschriebene Wort „Quarkkeulchen“ tatsächlich vorgeschlagen, es in „Quarkkäulchen“ zu ändern. Weder nach der aktuellen, noch der alten Rechtschreibung, und noch nicht einmal in steinzeitlichem Altgermanisch wurde der Wortstamm „Keule“ jemals mit ä geschrieben. Wie kommen die nur auf so was?
     Also wirklich, Leute, wenn Eure Autos später mal so fahren, wie Eure Programme schreiben, dann haben die Kfz-Versicherungsgesellschaften in Zukunft ein ernstes Problem.

Meine äußerst verdächtigen Nachbarn

Gerade eben ist mir mal wieder so eine merkwürdige Sache aufgefallen, die meinem Verdacht, das Leben um uns herum könnte möglicherweise nicht ganz so real sein wie es scheint, neue Nahrung gibt. Bereits in meinem Abenteuerroman „Erdenend“ hatte ich im Abschnitt Niemandsland die Operatoren beschrieben, Außerirdische, die unser aller Schicksal lenken, so wie ein Computerspieler eine Figur durch eine simulierte Welt steuert. Es gibt sogar offizielle Stellungnahmen ernstzunehmender Wissenschaftler, die es für möglich halten, dass unser Universum mit allem darin nur eine Simulation ist.
     Heute also habe ich wieder ein verdächtiges Indiz gefunden, das diese These unterstützt. Vor ein paar Monaten zogen nämlich neue Nachbarn in die Wohnung unter mir, und zwar mit dem Namen:

Heute ist auf genau derselben Etage in die gegenüberliegende Wohnung ebenfalls eine neue Familie eingezogen. Und wie heißt die? Natürlich – welchen Namen sonst könnte sie wohl haben:

Nun möchte ich denjenigen sehen, der sich traut, das als Zufall zu bezeichnen! Ich jedenfalls finde es äußerst verdächtig!

Das französische Pferd

Die Kommentarspalten der aktuellen Zeitungen zur Wahl in Frankreich sind wieder mal hochinteressant. Da ist zum Beispiel von einem „Ende des Populismus“ die Rede, dabei hat Marine Le Pen, Kandidatin des Front National fast genauso viel Stimmen erhalten wie Emmanuel Macron. Den allerdings finde ich noch viel interessanter! Beschrieben wird er überall als der „Unabhängige“, der „Bezwinger des Establishments“.
     Wer so einen Unsinn schreibt, hat sich anscheinend noch nicht seinen Lebenslauf angeschaut: Mitglied der Sozialistischen Partei, Direktor im Finanzministerium, Berater des Präsidenten François Hollande und schließlich Investmentbanker bei Rothschild & Cie.
     Also noch mehr Establishment geht wohl nicht. So was würde ich nicht als unabhängig bezeichnen, so etwas heißt bei mir – Franzö…, äh Verzeihung – Trojanisches Pferd.

Mein Nachbar ärgert mich

Ich hab doch letztes Jahr diese Garage da bekommen, da hinten, hinterm Haus, Ihr wisst schon. Anfangs konnte ich immer ganz bequem über die wilde Wiese latschen, um dorthin zu gelangen. Dann kam der Besitzer dieser Wiese aber urplötzlich auf die verrückte Idee, dass ihm ein Haus viel besser gefallen würde, als die olle Wiese. Also buddelte er ein Loch, spachtelte es mit Gips aus und schwupps, schon eineinhalb Jahre später war das Mehrfamilienhaus mit rund vierzig Wohnungen bezugsfertig. Freundlicherweise legte der Ex-Wiesenbesitzer auch einen kleinen Weg auf dem Grundstück an, über den ich wie gewohnt zu meiner Garage gelangen kann.
     Dummerweise hört der Spaß aber an dieser Stelle auf, denn nun beginnt der übliche Schwachsinn, der mich immer und immer wieder am gesunden Verstand der Menschheit zweifeln lässt. Denn: An der Grundstücksgrenze hat der Nachbar einen Zaun errichtet. Und an einer Stelle des Zauns eine Gartentür eingebaut. Blöderweise hat er in diese Gartentür auch ein Schloss eingesetzt. Und das ist nun wirklich, aber wirklich richtig albern. Denn Schlösser sind dazu gedacht, ein- oder auszusperren. Menschen, Tiere, Diebe, Monster, gefährliche Fabelwesen … was auch immer. Das Grundstück ist jedoch an der gegenüberliegenden Seite völlig offen! Kein Zaun, kein Tor, keine Mauer, wer auch immer das Gelände betreten will, wird durch das verschlossene Gartentor auf der Rückseite garantiert nicht aufgehalten. Er muss das Grundstück einfach nur umrunden.
     Nun hat der Nachbar, freundlich wie er ist, dem Besitzer des Garagen­grund­stückes, also meiner Wohnungsgenossenschaft, großzügigerweise eine Tüte voller Schlüssel überlassen. Für den lächerlich mildtätigen Preis von nur 40 Euro. Pro Schlüssel! Die Genossenschaft hat mir einen davon weiterverkauft, für die sozialverträgliche Summe von 20 Euro.
     Als ich heute losfuhr, um mir den Schlüssel abzuholen, war die Gartentür verschlossen. Ich musste drüberklettern, um mir den Umweg ums Haus zu ersparen.
     Als ich zurückkam, war die Tür offen! Und ich wette – ab heute wird diese Tür nie, nie, nie, nie, nie wieder verschlossen sein. Nur um mich zu ärgern!
     Garstiger Nachbarslümmel!

Die Wahl in den Niederlanden unter der Lupe betrachtet

Die mediale Kakophonie des gestrigen Tages war wieder einmal kaum zu übertreffen. Wie in der Tagesschau, der Heute-Sendung und den meisten anderen Nachrichtenmedien die Wahrheit verdreht und verbogen wurde, war unbeschreiblich. Fast schon fürchtete ich, dass mein Hirn diese Drehungen und Wendungen mitmachen und am Ende desorientiert und total verknotet in dem Hohlkörper zwischen den Ohren herumhängen könnte: „Ruttes VVD ist eindeutiger Wahlsieger“, „die Demokratie hat gewonnen und den Europagegnern eine Absage erteilt“ und „die Rechtspopulisten um Wilders wurden abgestraft“ sind nur einige der Schlagzeilen, die gestern blechern aus den Lautsprechern schepperten.
 Allesamt erstaunliche Schlussfolgerungen, angesichts der Tatsache, dass die VVD ganze 25 Prozent verloren hat, die nun bei Wilders PVV gelandet sind. Die PvdA, die niederländische Version unserer Arbeiterklassenverräterpartei SPD, ist von 24,8 Prozent auf 5,9 Prozent abgerutscht.
     Insgesamt ein Debakel für die zukünftigen politischen Verhältnisse.