Auch heute wieder zeigte die Berliner S-Bahn, was sie kann: weder pünktlich sein noch das Chaos für die Fahrgäste irgendwie erträglicher machen. „Wegen der Reparatur an einem Stellwerk“, hauchte die zarte Frauenstimme aus den Bahnhofströten, „ist der Zugverkehr unregelmäßig.“
Der unregelmäßige Zug fuhr dann, statt bis Dingenskirchen, auch nur bis Dummsdorf. Ab dort sollte es mit dem Schienenersatzverkehr nach Doofgarten weitergehen. Doch der kam nicht. Nicht nach zehn Minuten. Nicht nach zwanzig. Nicht nach dreißig. Und das auf einer Strecke, die laut regulärem Fahrplan ohnehin nur alle 20 Minuten bedient wird!
Eine Dreiviertelstunde später bog er gemächlich ums Eck. Doch leider reichte der handelsübliche Schlenkerbus nicht annähernd aus, um die inzwischen aufgelaufenen Menschenmassen aufzunehmen. Die Zurückgebliebenen durften sich weiter gedulden; auf dass irgendwann ein Bus kommen möge, in zehn, zwanzig, dreißig Minuten – wer weiß das schon.
Nach kurzer, aber gefühlt ewig dauernder Fahrt erreichte er Doofgarten – unübersehbar für den dort wartenden S-Bahn-Fahrer. Doch statt noch drei Minuten länger zu warten und all die Gestrandeten aufzunehmen (bei einem derart verhunzten Fahrplan käme es eh nicht mehr drauf an), gab er kräftig Strom und flüchtete. Wen wundert’s – die Stimmung war inzwischen nämlich am Kochen.
Doch das ist alles nicht so schlimm! Wir sind ja nur irgendwelche unwichtigen Menschen. Hauptsache, Richard Lutz geht es gut. Wem? Na, Richard Lutz, dem gerade erst „gegangenen“ Bahn-Chef. Er erhält eine Abfindung in Höhe von etwa 2,4 Millionen – für seine … „erfolgreiche“ Arbeit. Euro, nicht Zloty. Damit kann er sich ein paar coole neue Autos kaufen, ein paar Chauffeure anstellen und fortan das Bahnchaos weiträumig umfahren.
Möge er täglich im Stau stecken bleiben! Und beim Ein- und Aussteigen von unzähligen garstig-aggressiven Mücken gefressen werden, so wie ich gerade beim Warten auf die S-Bahn. Und auch all die anderen unfähigen Politiker und Manager, die dieses Chaos zu verantworten haben.
Seit Jahrzehnten hält sich die Stringtheorie als ernstzunehmender Kandidat für eine „Theorie von Allem“. Doch je länger sie sich der experimentellen Bestätigung entzieht, desto mehr drängt sich die Frage auf, ob sie nicht weniger Wissenschaft als Metaphysik ist. In diesem Aufsatz wird bewiesen, dass die Stringtheorie eine intellektuelle Sackgasse ist.
Die Stringtheorie postuliert, dass die fundamentalen Bausteine der Realität keine punktförmigen Teilchen, sondern eindimensionale „Strings“ sind, die in zehn oder mehr Dimensionen schwingen. Diese Theorie ist mathematisch reichhaltig – ja sogar elegant – doch sie hat ein fundamentales Problem: Sie ist nicht falsifizierbar. Kein Experiment hat je einen Hinweis auf zusätzliche Raumdimensionen, Supersymmetrie oder Strings selbst geliefert. Wenn eine Theorie nicht durch Beobachtung bestätigt oder widerlegt werden kann, verlässt sie den Boden der empirischen Wissenschaft. Sie wird zu einer ästhetischen Spekulation – ein mathematisches Kunstwerk vielleicht, aber keine Beschreibung der Natur.
Ein weiteres Problem ist die sogenannte „String-Landschaft“. Die Theorie erlaubt nicht eine, sondern ca. 10500 mögliche Universen mit unterschiedlichen physikalischen Konstanten. Diese Überfülle an Lösungen entwertet die Theorie als Erklärung für unser Universum – wenn alles möglich ist, erklärt sie im Grunde nichts. Man kann mit demselben Recht behaupten, das Universum bestehe aus Spaghetti, Marshmallows oder … bunten Gummibärchen.
Diese Idee – ein Universum aus bunten Gummibärchen – mag zunächst absurd erscheinen, doch bei näherer Betrachtung weist sie überraschend viele Merkmale auf, die für ihre fundamentale Natur sprechen. Zunächst einmal ist ihre Struktur einfach, visuell einprägsam und intuitiv zugänglich. Anders als Strings, die nur über hochkomplexe Mathematik beschrieben werden können, sind Gummibärchen reale Objekte mit definiertem Volumen, Farbe, Konsistenz und Geschmack. Ihre Eigenschaften sind nicht nur messbar, sondern auch erfahrbar. Dies spricht für ein stärkeres Maß an Evidenznähe als bei den theoretischen Konstrukten der Stringtheorie.
Die eigentliche Beweisführung für die Gummibärchen-Hypothese stützt sich auf drei Säulen: semantische Kohärenz, phänomenologische Indizien und praktische Beobachtbarkeit. Beginnen wir mit der Semantik: In sämtlichen populärwissenschaftlichen Beschreibungen der Quantenwelt wird auf eine Verspieltheit der Natur hingewiesen. Teilchen „verhalten“ sich wie Wellen, sie „tanzen“ in Wahrscheinlichkeiten, der Raum „krümmt“ sich, das Vakuum „brodelt“. Diese Begriffe sind nicht zufällig gewählt. Sie offenbaren eine unterbewusste Ahnung, dass die Realität nicht starr oder deterministisch ist, sondern spielerisch, bunt und flexibel – alles Eigenschaften, die auch bunten Gummibärchen eigen sind. Die Sprache verrät oft mehr über die Wahrheit als formale Theorien.
Phänomenologisch betrachtet weisen viele Eigenschaften unseres Universums auf eine gummibärchenartige Grundstruktur hin. Die Expansion des Universums etwa erinnert frappierend an den Effekt, den man beobachtet, wenn man eine Tüte Gummibärchen zu lange in der Sonne liegen lässt: eine klebrige, unaufhaltsame Ausdehnung in alle Richtungen. Auch die Dunkle Energie, deren Ursprung bislang völlig ungeklärt ist, könnte durch das leicht elastische, rückfedernde Verhalten von transparenten Gummibärchen erklärt werden, die sich im subquantischen Raum ausdehnen und gegenseitig abstoßen. Die Hintergrundstrahlung des Universums weist zudem ein spektrales Rauschen auf, das bei genauerer Analyse frappierend an das Knistern erinnert, das entsteht, wenn man Gummibärchen in Cola auflöst – ein Experiment, das mit haushaltsüblichen Mitteln reproduzierbar ist und somit im Gegensatz zur Stringtheorie empirisch zugänglich bleibt.
Am überzeugendsten jedoch ist die Beobachtbarkeit. Gummibärchen sind real, greifbar, käuflich – was von Strings, Supersymmetrien oder Calabi-Yau-Räumen nicht behauptet werden kann. Niemand hat je einen String gesehen. Aber jeder hat schon einmal einen Gummibär gegessen. Dieses epistemologische Argument lässt sich nicht einfach vom Tisch wischen: Was real erfahrbar ist, verdient den Vorrang in der physikalischen Ontologie. Wer sagt denn, dass die einfachste Erklärung – nämlich, dass wir in einem sich selbst schmeckenden, bunten Süßwarenkosmos leben – weniger plausibel ist als eine mathematisch überladene Megatheorie, die nach fünfzig Jahren noch immer kein messbares Ergebnis geliefert hat?
Nicht zuletzt gibt es eine auffällige Korrelation zwischen der Farbverteilung in Tüten handelsüblicher Gummibärchen und der Häufigkeit von Elementarteilchenarten in der Natur. Die dominante Präsenz roter und grüner Gummibärchen etwa entspricht der Häufung elektromagnetischer und gravitativer Wechselwirkungen. Dass der bekannte Marktführer diese Verteilung seit Jahrzehnten konstant beibehält, ohne den zugrunde liegenden physikalischen Zusammenhang zu kennen, spricht für eine tiefere, archetypische Wahrheit, die sich in der kollektiven Psyche niederschlägt.
Somit zeigt sich: Die Stringtheorie, so elegant sie auch sein mag, ist letztlich ein Denkexperiment ohne Ausgang, eine intellektuelle Sackgasse, die sich selbst genügt. Die Gummibärchen-Hypothese hingegen bietet eine alternative Sichtweise, die sowohl emotional, empirisch als auch konzeptuell zugänglicher ist. In einer Welt, die sich zunehmend nach greifbarer Wahrheit sehnt, könnten bunte, elastische und aromatische Strukturen der Schlüssel zum Verständnis der kosmischen Ordnung sein. Vielleicht ist es an der Zeit, die Natur nicht länger durch das sterile Mikroskop der Mathematik zu betrachten, sondern durch die kindlich-gläserne Verpackung einer Tüte Fruchtgummi.
Unsere Sprache ist wie ein alter Dachboden: Zwischen verstaubten Truhen, vergessenen Möbeln und geheimnisvollen Briefen liegen auch Wörter, die im Alltag längst niemand mehr benutzt. Manche davon sind wahre Kleinode, andere wirken wie sprachliche Kuriositäten, die man nur noch in Omas Nähkästchen oder in vergilbten Romanen findet. Dort stößt man auf Begriffe, die heute fast wie Firlefanz wirken – und doch mehr Seele haben als so mancher moderne Modeausdruck.
Nehmen wir zum Beispiel „blümerant“. Schon der Klang ist ein kleines Kunstwerk – angesiedelt irgendwo zwischen Blumenvase und Bumerang. Gemeint ist allerdings Schwindel oder Übelkeit. Wie viel charmanter klingt es doch, wenn jemand seufzt: „Mir wird ganz blümerant“, statt das nüchterne „I glaab, i muaß g’spei’n.“ herauszupressen. Und mal ehrlich: Selbst der strengste Griesgram muss bei diesem Wort unwillkürlich lächeln.
Ein weiteres Schmuckstück: „larmoyant“. Es klingt schon, als würde es selbst dringend ein Taschentuch benötigen. Gemeint ist eine übertrieben wehleidige Person. Wer jemals mit einem Kollegen am Tisch saß, der aus jeder Kleinigkeit eine Tragödie spinnt, kennt diese Sorte Mensch. Früher hätte man ihn vielleicht einen Jammerlappen genannt. Heute bleibt es meist beim Augenrollen.
„Frivol“ hingegen schwebt federleicht zwischen Eleganz und Skandal. Einst bedeutete es leichtfertig, ausgelassen, ein wenig anstößig. Heute sagt kaum jemand mehr „Das ist aber frivol!“, wenn die Bademode an Stoff spart. Stattdessen begnügen wir uns mit „sexy“ – was irgendwie plumper klingt. Dabei steckt in „frivol“ fast schon der Hauch einer Operette, am liebsten in geradezu opulenter Ausstattung.
Und dann die Jugendwörter vergangener Jahrzehnte: „dufte“, „knorke“ und „uast schau“. Wer das heute sagt, riskiert höchstens irritierte Blicke. Dabei sind alle drei Begriffe herrlich unbeschwert. Sie haben etwas Unschuldiges, das man sich bei „mega nice“ oder „lit“ nur wünschen kann. Vielleicht sollten wir sie wiederbeleben – als Gegenmittel zum Sprachalltag voller Anglizismen, in dem ständig mit neuen seelenlosen Floskeln Schindluder getrieben wird.
Zu den gemütlicheren Kandidaten zählt „kommod“. Es klingt, als könne man es zusammen mit braunkarrierten Hausschuhen tragen. „Mach’s dir kommod“ – schon ist der Abend gerettet. Irgendwie traut man diesem Wort sogar mehr als dem nüchternen „bequem“.
Noch charmanter wird es, wenn man andere piesackt. Genau: „piesacken“. Dieses schöne Verb klingt schon nach dem, was es ist – necken, ärgern, sticheln. Es ist der kleine Bruder vom Schabernack, ein weiterer Veteran, der viel zu selten zum Einsatz kommt. Wobei es durchaus eine Grenze gibt: Wird das Piesacken zu bissig, könnte man es beinahe schon als garstig bezeichnen.
Und wenn man über all diese Sprachjuwelen spricht, landet man früher oder später bei den „Petitessen“ – Nichtigkeiten, die man elegant zur Seite wischen kann. Wer beim nächsten Streit seufzt: „Ach, das sind doch nur Petitessen“, verleiht selbst dem größten Drama ein wenig aristokratische Gelassenheit. Fast schon ein Hauch von Mondänität weht dann durch die Szene – auch wenn der Anlass vielleicht nur eine kleine Tändelei oder ein vertrockneter Blumenstrauß auf dem Küchentisch war.
Vielleicht liegt genau darin der Reiz aussterbender Wörter: Sie erzählen Geschichten, malen Bilder und zaubern Emotionen, bevor man überhaupt verstanden hat, was sie bedeuten. Manche sind verspielt, andere sind streng wie ein Tintenfisch im Sonntagsanzug – und wieder andere sind einfach nur knorke.

In einem aktuellen Artikel auf Telepolis wird ein Fall beschrieben, bei dem ein Plagiatsgutachter Textähnlichkeiten zwischen zwei wissenschaftlichen Arbeiten aus demselben Umfeld festgestellt hat. Diese Beobachtungen haben eine breite Diskussion über wissenschaftliche Redlichkeit und Integrität ausgelöst.
Unabhängig von den Details dieses konkreten Falls lohnt es sich, die statistische Dimension der deutschen Sprache zu betrachten. Diese verfügt über einen Wortschatz von rund 400.000 Wörtern, die sich auf verschiedene Wortarten verteilen, darunter etwa 160.000 Substantive und 100.000 Verben. Betrachtet man einfache Satzstrukturen wie das Muster Subjekt – Verb – Objekt, ergeben sich daraus bereits mehr als 2,5 Billiarden grammatikalisch korrekte Kombinationen. Das bedeutet, dass sich beispielsweise Sätze wie „Kind malt Haus“ oder „Auto rammt Baum“ bilden lassen – ganz ohne Berücksichtigung von Bedeutung oder Kontext.
Fügt man weitere grammatikalische Elemente wie Artikel hinzu – etwa in einem Satz wie „Der Hund frisst den Knochen“ – steigt die Zahl der möglichen Kombinationen drastisch an, und zwar auf etwa 2,5 Trillionen grammatikalisch korrekte Sätze. Diese Zahlen verdeutlichen die enorme Vielfalt an Satzkombinationen, die allein auf formaler Ebene möglich sind.
Noch aussagekräftiger wird diese Betrachtung, wenn man den thematischen Rahmen einschränkt – etwa auf den Bereich juristischer Fachsprache, wie er typischerweise in juristischen Dissertationen verwendet wird. In solchen Arbeiten kommen bestimmte Begriffe und Formulierungen besonders häufig vor, während alltagssprachliche oder themenfremde Wörter – wie in den oben genannten Beispielen – kaum eine Rolle spielen. Reduziert man den Wortschatz auf etwa 40.000 lexikalische Einheiten, die im juristischen Kontext plausibel sind, ergibt sich auch bei einfachen Satzstrukturen wie Subjekt – Verb – Objekt noch immer eine Zahl möglicher Kombinationen im zweistelligen Milliardenbereich. Bei realistischeren, komplexeren juristischen Satzkonstruktionen, die aus mehreren Teilsätzen, Attributen und typischen juristischen Floskeln bestehen („im Rahmen des Vertragsverhältnisses“, „auf Grundlage von § 123 BGB“), steigt diese Zahl auf mehrere Billionen möglicher Varianten an.
Auch unter dieser Einschränkung bleibt die Wahrscheinlichkeit, dass zwei unabhängig entstandene Texte dieselben oder sich ähnelnde mehrgliedrigen Sätze formulieren, verschwindend gering. Das heißt nicht zwangsläufig, dass Übereinstimmungen auf eine bewusste Übernahme hinweisen, doch es zeigt, wie selten solche Fälle ohne gemeinsame Quelle oder Abstimmung zustande kommen dürften, insbesondere wenn beide Texte dieselben Fehler aufweisen. Die große sprachliche Vielfalt bietet nicht nur eine immense Breite an Ausdrucksmöglichkeiten, sondern auch eine Grundlage für die Bewertung von Originalität.
Soeben flatterte eine E-Mail vom Baum hinterm Haus bei mir rein:
Betreff: Ernte-Anfrage
Sehr geehrter Gärtner Sonniglöw,
wir hoffen, Sie sind wohlauf und genießen diesen herrlich sonnigen Sommertag in bester Laune. Hiermit möchten wir, die Äpfel vom Baum hinterm Haus, Sie höflichst darüber informieren, dass wir nach eingehender Beratung und gereifter Überlegung der Ansicht sind, der perfekte Moment zur Ernte ist nun gekommen.
Wir sind voll und ganz in unserem Element und in idealer Form, um unsere Bestimmung zu erfüllen: in Ihre Hände überzugehen und entsprechend diverser Rezepte aus aller Welt zu exklusivsten kulinarischen Genüssen weiterverarbeitet zu werden. Zum Beispiel zu Apfelmus. Wir wissen, dass Sie uns stets mit höchster Aufmerksamkeit gepflegt haben, das hat uns zu den perfekten Äpfeln gemacht, die wir heute sind. Stets schätzten wir die liebevolle Zuwendung, die Sie uns zuteilwerden ließen – von den sanften Sonnenstrahlen bis hin zum erfrischenden Regen. Aber nun wird es Zeit, dass wir unseren Platz an Ihrer Seite einnehmen und der Ehre Ihrer hochgeschätzten Zubereitung teilhaftig werden.
Wir möchten betonen, wie sehr wir uns über die anstehende Ernte freuen und Ihnen zugleich versichern, unser Bestes zu geben, um Ihre Erwartungen in Geschmack, Textur und Ästhetik zu übertreffen!
Mit freundlichen Grüßen im Namen aller Äpfel vom Baum hinterm Haus,
Jonas Gold
Apfelchef





Hasenfusion als unterschätzter Sonderfall
Kernfusion gilt als Heiliger Gral der Energiegewinnung. Doch trotz Jahrzehnten der Forschung bleiben Tokamaks, Stellaratoren und Laserfusionsanlagen unvollkommen. Aber was, wenn die Lösung bereits im Gras sitzt und Karotten mümmelt?
Im Rahmen des geheimen EU-Förderprogramms B.U.N.N.Y. wurde untersucht, ob durch gezielten photonenmodulierten Antimateriebeschuss biologischer Resonanzkörper eine alternative Fusionsform erzeugt werden kann. Versuchsobjekt hierfür war der europäische Wildhase (Lepus europaeus), bekannt für seine hohe Reproduktionsrate und sein überdurchschnittlich resonantes Fell.
Schritt 1: Hasenkörper als Quantenresonator
Neuere Arbeiten aus der pelzquantenphysikalischen Fakultät der Universität Bielefeld legen nahe, dass Hasenohren – aufgrund ihrer Form und Blutversorgung – als biologische Wellenleiter für niederenergetische Subphotonenstrahlung fungieren können. Diese Strahlung, auch Lapinwellen genannt, kann in speziell vorbereiteten Hasen eine kohärente Vakuumpolarisierung induzieren. Dadurch wird im Inneren des Hasen ein temporäres Quantenfluktuationsfeld erzeugt, das unter Laborbedingungen als „pelzstabilisierte Minisingularität“ klassifiziert wurde.
Schritt 2: Einbettung Schwarzer Nano-Löcher in den Verdauungstrakt
Durch gezielte Fütterung mit kernhaltigem Obst – insbesondere renitente Boskopmutationen mit leichtem Berylliumüberschuss – kann die intestinale Temperatur des Hasen lokal auf etwa 10⁸ Kelvin erhöht werden. Dies ermöglicht das Entstehen sogenannter Gravitonenschwärme, die bei hoher Karotindichte im Verdauungstrakt Mikrosingularitäten erzeugen können. Diese Schwarzen Nano-Löcher vom Typ Vollorganische Hawking-Kondensate haben eine Halbwertszeit von 4,2 Nanosekunden und dienen als temporärer Druckgenerator zur Initialisierung von Deuteriumtrennung im Fellstaub des Hasen. Hasen produzieren etwa 27 mg Fellstaub pro Tag – das entspricht bei optimaler Ionenaktivierung etwa 2,4 petaFlausch (pF) nutzbarer Energieeinheiten.
Schritt 3: Antimaterie durch neuronale Hasenresonanz
Hasen verfügen über eine wenig erforschte Hirnstruktur, den Corpus Fluffosum, der im REM-Schlaf entgegengesetzt phasende Neutrinowellen abstrahlen kann. Wird dieser Zustand mit gerichtetem Mikrolaserbeschuss auf das linke Ohr kombiniert, lassen sich in 7 von 10 Fällen lokalisierte Positronenemissionen messen. Diese Positronen können in Echtzeit mit von außen zugeführtem Antikarottin, eine aus Spiegelmolekülen gewonnene Substanz aus invers fermentierten Karotten reagieren und dabei eine kontrollierte Annihilations-Fusion in Gang setzen.
Schritt 4: Neutronenumwandlung über Langohr-Spin-Kopplung
Die Rotation eines Hasen während eines Sprungs erzeugt ein kurzzeitiges Langohr-Torsionsfeld, das im Zusammenwirken mit dem Erdmagnetfeld eine asymmetrische Neutron-Spindehesion des Typs H-Spin/Anti-Wobble-Modus bewirkt. Diese Instabilität kann genutzt werden, um gewöhnliche Neutronen innerhalb des Hasens in geladene Pseudo-Bosonen umzuwandeln – ein Zustand, der bisher nur bei Eichhörnchen unter dem Einfluss von Starkstrom beobachtet wurde.
Interdisziplinäre Betrachtungen
Biologisch
Der Hase übersteht die Prozeduren bei einer Ausfallrate von nur 68%, was laut der Internationalen Bioenergetischen Kommission im Rahmen experimenteller Verfahren akzeptabel ist. Es wurde beobachtet, dass überlebende Hasen leicht fluoreszieren und gelegentlich rückwärts hüpfen.
Physikalisch
Die freigesetzte Energie pro Bunny-Burst liegt bei etwa 3,6 Gigajoule – vergleichbar mit einem Liter Helium-3, jedoch mit höherem Niedlichkeitskoeffizienten. Problematisch bleibt die Kühlung – Hasen neigen bei Überhitzung zum sogenannten Puff-Effekt, einer gelegentlichen Spontandekomposition mit Karottenduft.
Ethisch
Hier bewegt man sich auf dünnem Eis. Die Umwandlung lebender Hasen in temporäre Singularitäten könnte als semi-metamorpher Bio-Fusionismus eingeordnet werden – ein Begriff, der rechtlich noch nicht vollständig geklärt ist.
Soziologisch
Es ist zu erwarten, dass Kinder neue Heldenfiguren wie Reaktor-Hasi oder Professor Plüsch verehren werden. Gleichzeitig wächst die Sorge um das Pelzproletariat, das zur Energiegewinnung eingesetzt wird.
Juristisch
Die Gesetzeslage hinkt wie immer hinterher. In 18 von 27 EU-Staaten ist die energetische Nutzung von Säugetieren bislang nicht reguliert. In Österreich wurde jedoch bereits eine Hasenschutz-Initiative gestartet: „Kein Watt vom Has’!“
Religiös
Die Kirche des letzten Lichtes hat den heiligen Strahl der Fluffionen bereits als Offenbarung gewertet. Andere Gruppen, etwa die Karottianer, lehnen die Hasenfusion als Blasphemie gegen das natürliche Möhrengleichgewicht ab.
Ist der Fusionshase unsere Zukunft?
Obwohl viele offene Fragen bleiben, ist klar: Die bio-quantenbasierte Antikarottin-Annihilationsfusion könnte eine Alternative zu tristen Magnetplasmen darstellen. Solange die Hasen artgerecht gehalten, sanft bestrahlt und mit kernhaltigem Obst versorgt werden, spricht nichts dagegen, sie für den Friedensreaktor der Zukunft zu rekrutieren.

Deutschland ist in der Krise, auch was Energie angeht. Atomstrom ist zu Fünfziger und wurde abgeschafft, Wind und Sonne lassen die visionären Pläne der deutschen Einheitsparteien manchmal im Stich, eine Wortneuschöpfung macht die Runde: Dunkelflaute. Stattdessen werden Müll und Wertstoffe aus der Gelben Tonne, die sich nicht recyceln lassen, CO2-erzeugend verbrannt und in elektrische Energie umgewandelt.
Dies nahm ich zum Anlass, um nach Alternativen zu den Alternativen Energien zu suchen und wurde fündig: Niedliche flauschige Kuschelhasen. Doch sie zu verstromen wirft einen Haufen Fragen auf, die nachfolgend betrachtet werden sollen.
Wären Hasen eine gute Energiequelle?
Die zunächst favorisierte Hasen-im-Laufrad-Methode wären energetisch ein Minusgeschäft – nach dem Energieerhaltungssatz müssten sie über ihr Futter zunächst genau die Energie aufnehmen, die sie dann mühsam im Laufrad abstrampeln, nur um einen Bruchteil davon als Dynamo-Strom zu erzeugen. Da ist die direkte thermische Verwertung schlicht effizienter.
– Physikalisch: 1 Hase = ca. 100–150 kcal/Tag. Viel zu wenig.
– Ethisch: Nutzung von Tieren zur Energiegewinnung ist moralisch fragwürdig.
– Technisch: moderne Energieträger sind viel effizienter (Solar, Wind, Müll)
Was, wenn die Hasen vorher ordentlich gemästet würden und sich freiwillig zur Verfügung stellten?
Szenario: „Projekt Hoppelstrom“: Freiwillige Masthasen werden gefüttert, gepflegt und am Ende ihres Lebens „thermisch verwertet“. Natürlich mit Pfotenabdruck auf der Einverständniserklärung. Die Vorteile:
– Optimale Ressourcennutzung.
– Nachhaltigkeit durch Reproduzierbarkeit: Hasen rammeln wie die Karnickel.
– Kuschelhasen als Energieträger mit Soziallizenz.
Die (realen) Probleme:
– Unethisch – selbst bei „freiwilliger“ Teilnahme.
– Geringer Heizwert – selbst ein fetter Hase ist keine gute Energiequelle, da er noch zu viel Wasser enthält.
– Klimabelastung durch Tierhaltung überwiegt jeden Energiegewinn.
Und wenn man sie mit Trockenfutter ernährt, damit sie weniger Wasser enthalten?
– Trockenfutter = potenziell höherer Fettanteil = trockenerer „Brennstoff“.
– Gemästeter Hase, 4 kg → ca. 2 kg nutzbare Masse.
– Heizwert: ca. 5 MJ/kg → 10 MJ = 2,8 kWh
– Reicht für: Wasserkocher ca. eine Stunde 20 Minuten.
– Ein Haushalt braucht ca. 10 kWh/Tag → ca. 4 Hasen täglich.
Fazit: Das wäre aus physikalischer Sicht vertretbar. Aber effizient ist es nicht. Trockenfutter bringt minimale Verbesserungen – aber der Hase bleibt ein schlechter Brennstoff.
Man könnte die Hasen mit Plastik füttern, würde das nicht den Brennwert erhöhen?
Hasen, gefüttert mit dem Inhalt aus Gelben Tonnen. Grundsätzlich eine Totalverwertungsidee, Projekt „Plastomast“. Das Ziel: „Hasen mit Kerosinwert“.
– Recycling-Müllproblem gelöst: Plastik → Hasenfutter.
– Biologische Umwandlung → thermisch nutzbare Biomasse.
Die Probleme:
– Plastik ist toxisch für Tiere.
– Verdauungssysteme von Hasen sind extrem empfindlich.
– Verbrennen von Kunststofftierkörpern setzt Dioxine & Gifte frei.
– Widerspricht jeglichen ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Standards.
Lösung:
– Detox-Behandlungen gegen Vergiftungserscheinungen.
– Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden.
Ihr seht also, es gibt kein Problem, das sich nicht mit etwas gutem Willen lösen ließe. Ich bin guter Hoffnung, dass wir bereits in wenigen Jahrzehnten über die Anfangsschwierigkeiten lachen und den guten, ökologisch korrekten Hoppelstrom genießen werden. Die Schlagzeilen sehe ich heut schon deutlich vor mir:
Berliner Zeitung, Sonntag, 5. August 2035: Hoppelstrom – Energie aus kunststoffgemästeten Hasen
Bundesregierung fördert Hoppelstrom: Pilotanlage in Niedersachsen soll bis zu 2.000 Haushalte mit Hasenwärme versorgen.
Berlin/Nienburg (Weser) – In einem beispiellosen Schritt zur Lösung der Plastikmüll- und Energiekrise hat die Bundesregierung gestern das umstrittene Projekt Hoppelstrom vorgestellt. Das Prinzip: Hasen werden mit aufbereitetem Verpackungsmüll gefüttert, in brennstoffoptimierte Biomasse umgewandelt und thermisch verwertet. „Wir vereinen Tierschutz, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft in einem System“, erklärte Bundesenergieministerin Fenja Trittin (Grüne). „Die Tiere melden sich freiwillig und werden nach höchsten ethischen Standards gehalten, gestreichelt und thermisch genutzt.“
Wissenschaft uneinig – Ethikrat alarmiert
Prof. Dr. Jörg Kälbermeier (TU Dortmund) warnt: „Der Heizwert eines gut genährten Häschens liegt trotz Plastomast deutlich unter dem von Holzbriketts. Zudem sind Dioxinwerte beim Verbrennen der Hasenohren bislang nicht abschließend bewertet.“
Auch der Deutsche Ethikrat zeigt sich besorgt: Viele Einverständniserklärungen seien offenbar mit gefälschtem Pfotenabdruck und Karottensiegel versehen.
Erste Hoppelwerke in Planung
Geplante Pilotanlage Hoppelstrom Nord I in Niedersachsen: 4.500 Masthäschen mit „Gelber-Sack-Futterversorgung“ dienen als Wärmeerzeugung für eine Grundschule und ein Rewe-Logistikzentrum. Ein Streichelzoo zur Imagepflege („Energie zum Anfassen“) wurde nebenan eingerichtet.
Kritik von Tierschutzbund und FDP
Hasen vergasen: Der Tierschutzbund hält das Hasen-Verstromungsprojekt für „eine dystopische Farce“. Vertreter der FDP bemängelten die fehlende Beteiligung am CO₂-Zertifikatehandel.
Titelkommentar in der Bild
„Brennt der Hase, leuchtet das Land?“ Ein Leitartikel von Paul-Otto Krugmann, Seite 1.
Weitere Themen
– Wirtschaft: BASF kündigt neues Werk für hasenkompatibles Verpackungsmaterial an.
– Feuilleton: Der Hase in uns – Essay über das Tier als Energieträger.
– Die Technische Universität Bottrop hat errechnet: 12 Millionen Masthäschen könnten den gesamten Strombedarf von Bottrop decken – bei durchgehendem Streicheleinheitenbetrieb.
– Wetter: Heiter bis wollig – Deutschland bleibt flauschig.

Angesichts eines gestern in Potsdam genossenen Stückes Vanille-Haselnuss-Marzipantorte drängte sich mir die Frage auf: Warum zum Teufel sind die ungesündesten Nahrungs- und Genussmittel immer die leckersten?
Bitte was? Das Regierungsviertel ist nicht weit vom Pankower Florakiez entfernt? Welches Florakiez, welches Regierungsviertel meinen Sie, liebe Frau Lengsfeld? Das von Berlin? Berlin, Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland?
Dazwischen liegen rund acht Kilometer baustellenvermintes, radfahreraggressives, autofahrerhassendes Feindesland! Das muss man erst mal unverwundet überwinden.
Aber gut – „nicht weit entfernt“ ist ja keine exakte Wissenschaft. Vielleicht bin ich liebreizend schmallippiger, verbitterter alter Ex-Berliner auch nur zu pingelig.
Schon all die Jahre, in denen der Wolf aufgrund seiner zunehmenden Verbreitung in die Schlagzeilen geraten ist, mit Berichten über Schafsrisse in Massenmord-Quantität, über den Unmut der betroffenen Bevölkerung, über Warnungen seitens der Jäger, die sofortiges Handeln forderten, und natürlich über die Naturbewegten, denen kein Argument zu dumm ist, um für den Schutz des Wolfes zu werben, und denen die mahnenden Berichte aus vergangenen Jahrhunderten, in denen der Wolf als üble Landplage verteufelt wurde, völlig egal waren – all diese Jahre dachte ich mir: Was werden die Wolfsliebhaber wohl sagen, wenn das erste Kind angegriffen, verletzt oder gar getötet wird?
Nun ist es so weit: In den Niederlanden wurde ein sechsjähriges Kind in einen Wald geschleift – von nur einem Wolf! Dabei sind Wölfe bekanntermaßen Rudeltiere, die auch im Rudel jagen. Was wäre dem Kind wohl erst passiert, wenn es von mehreren Tieren angegriffen worden wäre?
Auch die Angriffe von Bären nehmen offenbar immer weiter zu. Es wird also Zeit, dass all die Naturbewegten endlich zur Besinnung kommen und verstehen, dass Wölfe und Bären ihre Zeit hatten – und dass diese längst abgelaufen ist. Es gab gute Gründe, warum der Mensch diese gefährlichen Tiere gewaltsam aus seinem Leben verbannt hat: einfach, um sich selbst vor Gewalt zu schützen.
