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Alte Weisheiten mit neuen gemischt

Schon gewusst? Der frühe Vogel fängt den Wurm. Aber der frühe Wurm vögelt den Vogel! Passend dazu gibt’s von mir ein neues Poolvideo, gedreht, geschnitten und nachvertont by myself. Der Hai hat inzwischen übrigens einen Namen. Er heißt Stevie, zu Ehren des genialen Regisseurs von Jaws.

Rechts oder links?

Die räächstpopulistisch-verschwörungsterroretische Achse des Guten plagt sich heute mit der Frage herum, woran man Rechtsextremismus erkennt. Doch für die Unterscheidung von links- und rechtsextrem benötigt man keinen unverschämt hoch subventionierten Geheimdienst, das erkennt auch Otto-Normalbürger bereits mit bloßem Auge: Blauäugig und blondhaarig – rechtsextrem. Blondäugig und blauhaarig – linksextrem.
     So einfach kann das Leben sein.

Zweieinhalb Schiffe

Ein Kind hat in Rotterdamm ein Gemälde beschädigt. Okay, könnte man als Schlagzeile verkaufen. Das Bild soll übrigens 50 Millionen Euro wert sein.
     Halt mal, wie bitte? 50 Millionen? Ist es ein Rembrandt? Goya? Da Vinci?
     Nein, ein Rothko. Ein was? Rothko. Wer? Rothko! Rothko? Noch nie gehört! Wer zum Teufel ist Rothko?
     Ehrlich, wenn’s wenigstens die Qualität eines Rembrandt hätte. Oder die Phantasie von Goya. Die Raffinesse von da Vinci.
     Aber nein, es handelt sich um das Werk „Grau, Orange auf Kastanienbraun, Nr. 8“. Ein Stück Leinwand, beschmiert mit den drei vorab genannten Farben. Was bitte ist daran 50 Millionen wert? In Worten: Fünfzig Millionen! Das sind 500 Mercedes. Oder 250 Ferrari. Oder zweieinhalb Exemplare meiner Traumyacht.
     Aber 50 Millionen für dieses Geschmiere? Ja ist denn die ganze Welt verrückt geworden?

Alles umsonst

Da habe ich gerade erst die frühjährliche Reinigung des Swimmingpools hinterm Haus abgeschlossen, vier Tage lang jeweils zwei bis drei Stunden mit irrsinnig giftigen, absolut tödlichen, Flora und Faune nachhaltig schädigenden Reinigungsmitteln die sich über den Winter angesammelte Biomasse nebst Kalkablagerungen entfernt, um nun, keine drei Tage später, desillusioniert feststellen zu müssen, dass sich schon wieder großes Ungeziefer versammelt hat.
     Aber diesmal mache ich das nicht weg. Da traue ich mich nicht ran! Das soll ein professioneller Schädlings­bekämpfer erledigen. Dafür werden die schließlich bezahlt.

Die Informatiker mal wieder

Die wertvolle Lebenszeit, die ich bereits mit dem Herumärgern über schlecht gemachte Software verbracht habe, dürfte sich inzwischen in Monaten messen lassen. Und auch heute mussten wieder mehrere kostbare Minuten ungenutzt ihr Leben lassen, unbarmherzig erschlagen vom Sekundenzeiger meiner stockrationalen Herrenarmbandzeitmesseinrichtung.
     Auf Heise entdeckte ich heute früh einen Artikel über eine neue kostenlose KI-Foto-App, mit der man per Texteingabe Bilder erstellen kann. Natürlich griff ich sofort zu, lud die App herunter, installierte sie auf meinem Büro-PC und startete sie in freudiger Erwartung. Mein Lieblingstestmotiv „Dinosaurier am Strand“ quittierte die App zunächst mit der Meldung, irgendein „Model“ müsse erst heruntergeladen werden.
     Also schön, die knapp vier Gigabyte hatte ich dann auch noch Zeit. Etwas später erschienen tatsächlich mehrere Bilder mit Lebewesen an einem Strand, aber wie Dinos sahen sie eher nicht aus. Eines war eindeutig als Schildkröte mit einem Dackelkopf zu identfizieren. Überrascht und geistesabwesend vergaß ich glatt, eine Kopie als Beweis für meinen Blog zu sichern.
     Die Präzisierung des Eingabetextes zu „T-Rex am Strand“ brachte dann tatsächlich dinoähnliche Kreaturen zum Vorschein, diese hatten allergings ausnahmslos mindestens ein Bein zu viel.
     Nachdem ich die Vorgaben weiter präzisiert hatte und den Renderknopf betätigte, meinte die App erneut, sieben Gigabyte an „Models“ herunterladen zu müssen.
     Plauz! – schon platzte mir der Kragen! Gibt es eigentlich nirgendwo mehr so was wie Qualitätsmanager, die ihre Produkte auf Herz und Nieren überprüfen? Ist wirklich niemandem aufgefallen, dass es extrem störend ist, wenn man eine bereits installierte App endlich nutzen will und keine schnellen Ergebnisse erzielen kann, weil das Programm sich selbst im Weg steht? Warum zum Teufel wird nicht alles, was nötig ist, beim ersten Mal installiert, damit man anschließend sofort kreativ werden und loslegen kann?
     Ich bin inzwischen zu alt für den Scheiß und habe keine Zeit mehr zu verschwenden für so einen Unsinn. Wenn Ihr euch zu dumm anstellt, liebe Entwickler, fliegt die App halt wieder runter. Der nächste Anbieter steht bestimmt schon bereit.
     Nicht ganz so einfach gestaltet sich das Problem mit dem neuen Druckertreiber für den Bürodrucker. Der Drucker wird benötigt und er wiederum benötigt einen Treiber. Ohne die beiden geht es nicht.
     Nun benötige ich aber wegen meiner gestalterisch-kreativen Tätigkeit einen Postscripttreiber, ein in der Druckbranche allgegenwärtiger Begriff, der zumindest theoretisch bessere Farbtreue ermöglichen soll, weil statt des büroüblichen RGB-Modells das professionellere CMYK-Modell genutzt wird. Der alte Treiber unterstützte nur RGB (was verwunderlich ist, weil jeder Drucker in CMYK arbeitet, nämlich mit den Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key, was für Schwarz steht).
     Ich installierte also den CMYK-Postscript-Treiber, der den Drucker auch umstandslos erkannte und richtig benannte, aber beim Drucken zum Schwarzweißdrucker degradierte. Farbe? Nicht mehr möglich!
     Seit über 30 Jahren plage ich mich nun bereits mit Drucktechnik herum, von A4 bis A0, und es war nicht ein einziger Drucker dabei, der keine Probleme gemacht hätte. Nicht mal einer!
     Nehmen die Hersteller zu viele Drogen oder saufen sie heimlich bei der Arbeit? Ich verstehe es nicht. Wenn statt farbigen Bildern plötzlich nur Schwarzweiß im Ausgabefach liegt, so was muss doch irgendwem auffallen!

Der alte Mann hat Spaß

Schauspieler Gary Oldman ist durch seine unheimliche Wandlungsfähigkeit bekannt und hat eine Vielzahl an unterschiedlichsten Charakteren dargestellt. Besonders talentiert zeigte er sich jedoch in folgenden Filmszenen. Besonders, wenn ein ganz spezieller Special Effect hinzugefügt wird:

Buntes Gedenken

In der Gedenkstätte in Seelow, unweit der Grenze zu Polen, wurde heute der Schlacht um die Seelower Höhen gedacht. Es war die letzte große Schlacht vor den Toren Berlins, bei der etwa 12.000 deutsche und 33.000 sowjetische Soldaten in nur vier Tagen ihr Leben ließen. Auch andere Nationalitäten kämpften in der Roten Armee, daher waren neben dem russischen Botschafter Sergej Netschajew auch die Botschafter weiterer Nachbarstaaten anwesend.
     Das Auswärtige Amt hatte kürzlich in einem Rundschreiben empfohlen, den russischen Botschafter nicht aufs Gelände zu lassen und dafür das Hausrecht zu nutzen, doch die Veranstalter dachten gar nicht daran und bereiteten einen freundlichen Empfang. Zu recht, denn gerade in politisch angespannten Situationen sind Diplomaten die einzigen, denen es vielleicht noch gelingen kann, den bis aufs äußerste gespannten Faden zwischen Nationen vor dem Zerreißen zu bewahren. Und so tat Netschajew, was gute Diplomaten eben tun, schüttelte fleißig Hände, darunter auch meine, und richtete das eine oder andere Wort an die Anwesenden.
     Somit sollte die heutige Veranstaltung auch eine Mahnung an die Politik sein, die Situation nicht weiter anzuheizen. Die Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs beschäftigen uns auch heute noch, denn noch immer findet man in Seelow und Umgebung Gefallene, für die heute drei weitere Grabsteine eingeweiht wurden. Sorgen wir also dafür, dass nicht weitere Millionen hinzukommen.

Saure-Gurken-Zeit

Die Achse des Guten beschreibt heute genüsslich den marroden Zustand der Gurken… äh, Verzeihung, der Bundeswehr und verzichtet selbstredend nicht auf den despektierlichen Ausdruck Gurkentruppe.
     Ich persönlich finde es gar nicht so schlecht, dass unsere Gurkentruppe nichts anderes kann als Gurken. Dann wissen die Russen nämlich, dass es sich nicht lohnt, das gesamte Waffenarsenal über dem Gurkenfeld auszustreuen und schicken vielleicht nur zwei flinke Haselsträucher an Friedrich Merz‘ Hauptwohnsitz in Arnsberg, sowie sein Ferienhaus in Gmund am Tegernsee, als liebliches Gegengeschenk für eventuelle Taurus-Luftfracht nach Moskau.