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Ein Samstag in Berlin

Hier ein paar Fotos von der Demonstration in Berlin am 29. August, unkommentiert, ohne Bildunterschrift und politische Einordnung. So kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.
     Zum Zeitpunkt der gewalttätigen Auseinandersetzungen vor der russischen Botschaft und dem Reichstag war ich nicht mehr vor Ort.

Wenn’s nicht so traurig wäre …

Kürzlich verstarb ein weiterer Schulhof-Held meiner Jugend – Fips Asmussen, der König der Kalauer, der Meister des politisch unkorrekten Altherrenwitzes.
     Diese drei im Internet aufgesammelten Schenkelklopfer könnten auch von ihm stammen:
     „Kinnas, wusstest ihr schon – an Corona sind mehr Menschen verblödet, als verstorben?!“
     „Hört ma: Die Finnen warten schon sehnsüchtig auf das Ende des coronabedingten Lock-Downs und seinem vorgeschriebenen Abstand von 1,5 Metern. Weil sie dann endlich wieder ihren als komfortabel empfundenen Abstand von 5 Metern einnehmen können.“
     „Die Corona-Seuche wurde jetzt vom Robert-Koch-Institut offiziell umbenannt! In Spahnsche Grippe.“

Der nächste große Aufreger

Am 29. August gibt es in Berlin schon wieder eine Demo von Corona-Leugnern, Verschwörungstheoretikern, Neuen Rechten, Aluhutträgern, Impfverweigerern, Klimaskeptikern, Quertreibern, Pappnasen, lausigen Amateuren, Rußfurzern, elenden Sozialdemokraten, Nichtskönnern, Versagern, Jammerlappen, Schmarotzern, Windbeuteln, Schlappschwänzen, Klugscheißern, Duckmäusern, Holzköpfen, Hängeohren, Sandhockern, Piesepampeln, Teppichkehrern und Ignoranten.
     Klingt doch nach ‘ner interessanten Mischung! Vielleicht gehe ich da auch mal hin!

Zwanzigtausend

Heute demonstrierten in Berlin 20.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen, verschiedene Quellen sprechen sogar von mehreren hunderttausend Teilnehmern. Außerdem gab es noch Gegendemonstranten, deren einzige Sorge es war, dass unter den Demonstranten auch Rechtspopulisten und Nazis sein könnten.
     Nun, sicher wird es die gegeben haben. Genauso wie Stalinisten, Trotzkisten, Maoisten, Buddhisten, Nihilisten und weiß der Geier, was noch für -isten. So bunt kann das Leben sein!
     In der Berliner Abendschau hatte der gewohnt borniert-engstirnig-harthirnige Berliner Bürgermeister Müller in seiner grenzenlosen Debilität dann auch, wie nicht anders zu erwarten, nur Verachtung für diese „Verschwörungstheoretiker und Covidioten“ übrig. Dass er selbst der Covidiot ist, war ihm anscheinend noch immer nicht bewusst.
     Tja, Digga, diesmal waren es „nur“ 20.000 Menschen. Beim nächsten Mal werden es hoffentlich hunderttausend sein. Denn es gibt immer mehr Menschen, welche die gegenwärtige Situation nicht einfach mehr so hinnehmen wollen und sich selbständig informieren. Hierzu empfehle ich das Buch „Corona Fehlalarm“ von Karina Reiss und Professor Sucharit Bhakdi. Ich habe es heute in einem Zug durchgelesen, es ist nicht nur stellenweise humorvoll-sarkastisch, sondern auch fachlich fundiert aufbereitet. Und wenn eine Kapazität seines Ranges zu der Einschätzung kommt, die Epedemie sei vorbei und dies auch mit plausiblen Daten belegen kann, neige ich dazu, ihm mehr zu glauben, als unseren erwiesenermaßen öfter mal dummdreist daherlügenden Politikern, die sich im Falle der Corona-Krise jeglicher öffentlicher Diskussion verweigert haben. So wie auch Bürgermeister Müller.
     Eine interessante Quelle ist daneben auch noch die Website von Dr. Wolfgang Wodarg, ebenfalls einer der erfahrensten Mediziner unserer Zeit, der interessanterweise bereits in früheren Jahren bei potentiell gesundheitsgefährdenden Lagen von der Regierung als Berater hinzugezogen, dieses Jahr jedoch plötzlich und unerwartet öffentlich diffamiert und kritisiert wurde.
     Ich hoffe sehr, dass bei den nächsten Wahlen das Thema nicht bereits vergessen ist und Politiker von Müllers Couleur ihre wohlverdiente Quittung erhalten.

Wohnen in Berlin

Sagt mal, liebe Vermieter,

dreitausenddreihundertneunzig Euro Miete? Kalt? Für nur 55 Quadratmeter? Plus 350 Euro für ’ne Garage? Monatlich? Und dazu noch Genossenschaftsanteile in Höhe von 2290 Euro?
     Habt Ihr sie noch alle?
     Nöö, ich frag nur!

PS: Und was meint Ihr eigentlich mit „eignet sich für bis zu 6 Personen“?
Ach sooo, übereinander! Alles klar!

Tatütata

Zum lesens- und nachdenkenswerten Achgut-Artikel von Air Tuerkis über die Polizei und deren Recht auf Gewaltanwendung möchte ich noch Folgendes anmerkend hinzufügen:
     Vor allem sollte all denjenigen, die sich mit heißer Inbrunst ein Leben in Anarchie herbeifantasieren, endlich mal klar werden, dass dies eben nicht zu einem freien, glücklichen Leben in einer selbstorganisierten und -regulierten Gesellschaft führen wird, sondern zu einer brutalen Diktatur bewaffneter, miteinander konkurrierender Banden, in dem der Stärkste seine Interessen rücksichtslos durchsetzen wird, und in dem all die mild lächelnden Yoga-Träumer und Latte-Schlürfer als erste unter die Räder kommen werden, denn Polizisten, Rechtsanwälte, Staatsanwälte und Richter, an die man sich hilfesuchend wenden könnte, gibt es dann nicht mehr. Judikative und Exekutive sorgen in einem funktionierenden Rechtsstaat nämlich dafür, dass auch der Schwache seine Rechte durchsetzen kann. Und manchmal bedarf es dazu eben Gewalt.

Der beste DJ Berlins ist von uns gegangen

Der beste Radio-DJ, den diese Stadt in Aktion erleben durfte, ist letzten Sonntag im Alter von 76 Jahren gestorben. Lord Knud plapperte sich beim RIAS Berlin um Kopf und Kragen, und genau das – sein loses Mundwerk, das ihn gleichermaßen beliebt und berühmt gemacht hatte, brachte ihn letztendlich auch um seinen Job. Ich habe in den Achtzigern, als ich noch jung und die Musik im Radio noch außergewöhnlich kreativ war, jede seiner Sendungen gebannt verfolgt. Seine Sprüche waren danach noch tagelang auf dem Schulhof ein lustiges Thema. Sprüche wie dieser: „Seit ich abends vor dem Schlafengehen immer eine Karo rauche, muss ich mir die Socken nicht mehr selber ausziehen.“
     Lieber Lord Knud, Du fehlst, und das wird auch immer so sein, denn keiner ist wie Du! Danke für Deinen tollen Humor und die brilliante Musikauswahl, die mein Leben als Jugendlicher unbeschreiblich bereichert haben.
Wer noch mal die gute alte Zeit zurückholen möchte, findet im Radioarchiv eine ganze Menge damals aufgezeichneter Sendungen.

Wie die Medien die Wahrheit verdrehen und verbiegen

Zwischendurch mal wieder ein Beispiel, das beweist, wie sich die Mainstreammedien die Wahrheit so lange zurechtbiegen, bis sie in ihre Agenda passt. Ich lasse einfach nur die Bilder für sich sprechen.
     Zuerst die Darstellung des tragischen Vorfalles auf N-TV:

Selbst ernannte Bürgerwehr schießt auf Protestler

     Auffallend ist, dass das Startbild, welches bei Youtube immer in der Videoübersicht als erstes angezeigt wird, zwar den Schützen mit gezogener Waffe zeigt, die dazugehörige Szene, aus der es stammt, aber in dem vorgeführten Film gar nicht vorkommt.
     Und nun das Ganze noch einmal aus anderer Perspektive. Man beachte besonders das zweite Video weiter unten, welches die Szene, in der die Schüsse abgefeuert wurden, eindeutig zeigt:

USA: Schüsse auf „Antifa“! Mindestens einer getroffen.

     Mag sich nun jeder selbst sein Urteil bilden über die Wahrhaftigkeit von Presse und Medien in diesem Land.

Vorsicht! Corona schädigt auch das Gehirn!

Soeben war ich bei Galeria Kaufdoof am Alexanderplatz. Ich weiß auch nicht, warum, denn meiner Erfahrung nach gibt es dort ausschließlich Billigschund zu hohen Preisen. Was immer ich dort gekauft hatte, musste ich nach geraumer Zeit wegen Defekten wieder zurückbringen: Unterwäsche, Kuscheldecke, T-Shirts, Umhängetasche …
     Aber ich versuchte es trotzdem, denn die Temperaturen steigen, und ich habe nur dicke Winterjacken im Schrank. Eine einzige Jacke erweckte dann auch geringfügiges Interesse, welches beim Blick auf das Preisschild aber sogleich in Ohnmacht fiel. Einhundertneunundsiebzig Euro! Ich schreibe das absichtlich als Wort, damit es auch so monströs aussieht, wie es sich anhört. Einhundertneunundsiebzig Euro für ein dünnes Jäckchen von … wie bitte? Bugatti? Bin ich eine wandelnde Werbesäule für peinliche Automarken oder was?
     Was wollte ich eigentlich?
     Ach so, Corona! Vom Monsterpreis und dem kümmerlichen restlichen Jackenangebot mächtig angefressen, suchte ich nach dem kürzesten Weg, um schnell wieder hinauszukommen. Aber auf jeder Etage waren von acht Rolltreppen vier gesperrt. Nanu, warum das? Ach, wegen Corona. Echt? Wegen Corona? Ja, wegen Corona! Wieso wegen Corona? Tja, keine Ahnung! Denn wenn von acht Rolltreppen die Hälfte gesperrt ist, verdichten sich die Kunden ja auf den geöffneten, sie stehen also dichter zusammen. Und genau das woll’n wa doch eigentlich nich‘, nich? Nich?
     Man könnte meinen, Corona hätte den Verantwortlichen aufs Gehirn geschlagen! Außerdem wurden die Kundenströme noch reglementiert, indem beim Haupteingang von den Wachleuten angeschnauzt wird, wer hinaus will, und am seitlich befindlichen Ausgang, wer hineinwill. „Steht doch groß und deutlich auf den Schildern,“ ranzte der Ausgangswachmann einen Eingänger an.
     Lieber Onkel Kaufdoof! Ich bin die letzten Jahre nicht oft bei Dir zu Besuch gewesen.
     Und das bleibt auch so!