Soeben überflog mich, hier im schönen, neuerdings stillen Pankow, ein einmotoriges Propellerflugzeug. Die Richtung entsprach in etwa der, die früher von den in Tegel landenden Linienmaschinen geflogen wurde.
Die mir leider nicht bekannte Kommunikation des Piloten der Propellermaschine mit der Flugsicherung in Tegel per Funk stelle ich mir ungefähr so vor:
„Hallo, Tegel, hier Chesna NC 5180 im Anflug auf Tegel, Landebahn 1 aus Ost, erbitte Landeerlaubnis.“
…
„Hallo, Tegel, könnten Sie mich hören?“
…
„Tegel, bitte melden, ich befinde mich im Anflug und benötige dringend Landeerlaubnis!“
Knirsch! Kracks! Piiieeep!!! Spratzel! „Hallo?“
„Ja? Tegel? Hier Chesna NC 5180 mit Bitte um Landeerlaubnis!“
Kracks!! Knirsch! „Wieso?“
„Äh … weil wir landen wollen?“
„Wo?“
„In Tegel? Landebahn 1?“
„Boah, unta welch’m Stein sin‘ Sie denn hervorjekroch’n, ey?“
„Wie bitte?“
„Hier is‘ niemand!“
„Oh, äh … ah! Verstehe – Mittagessen! Wann werden die Fluglotsen denn zurück sein?“
„Niemals! Die sin‘ jetz‘ alle in Schönefeld. Der Fluchhafen wurde dauerhaft jeschlossen. Wusst’n ‚Se dit nich‘?“
„Ähhh … das ist ein Scherz, oder?“
„Nöö!“
„Und wer sind Sie dann?“
„Ick bin vom Umßuchsuntaneh’m. Ick bau hier nur dit Funkjerät ab. Und ick muss jetz‘ ooch weitamach’n! Viel Affolg!“ Piiieeep! Knirsch!
„Äh … danke! Es hat sich auch gerade erledigt! Wir haben auf einem Acker aufgesetzt, dort wo kürzlich noch die Landebahn war.“
Die Deutsche Bundesregierung will die Corona-Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen Virus weiter verschärfen. Ab kommenden Montag soll nun auch beim Onlineshopping eine Maskenpflicht vorgeschrieben sein. Das Einkaufen bei Amazon und Co. von Milliarden Menschen, die nicht zu einem Haushalt gehören und trotzdem keine Maske tragen, nahm in den letzten Monaten bedenkliche Ausmaße an und war so nicht länger zu tolerieren.
Wer zukünftig ohne Maske am Computer erwischt wird, bekommt ein 30-tägiges Computernutzungsverbot und muss zur Strafe wieder in den Geschäften der Innenstädte einkaufen.
Wir haben Mitte November, Weihnachten ist noch eine Weile hin, aber es schadet wohl nicht, schon jetzt darüber nachzudenken, wem man etwas schenken möchte. Wer starke Nerven hat und noch zwei, drei Wochen warten kann, dem empfehle ich mein neues Buch, das bald erscheint. Der Inhalt dreht sich um Gott und die Welt, und das ist nicht einfach so locker flockig dahergesagt, sondern es geht tatsächlich um Gott und die Welt! Mehr verrate ich noch nicht! Es gibt aber jede Menge Äktschn, Spannung und ganz viel Humor. Mein Lektorat hat sich gerade schnüffelnd auf die Fehlersuche begeben, mal sehen, was die Damen und Herren noch so alles aufspüren.
Ach so – wichtiger Hinweis: Für strenggläubige religiöse Zeitgenossen ist das Buch eher nicht geeignet, und zwar egal, welcher Konfession. Es ist eher was für Weihnachtshasser, Atheisten und Agnostiker. Und solche, die es werden wollen.
Nicht nur der Inhalt, auch der Titel ist noch geheim! Aber den aktuellen Entwurf fürs Cover zeige ich Euch hier schon mal:
Heute geht eine Ära zu Ende: Der Flughafen Tegel wird für immer geschlossen. Dieser so praktische Stadtflughafen, prima erreichbar, besonders für die Nordberliner, war schon zu Lebzeiten eine Legende, um die bis zuletzt heftig gestritten wurde. Ende der Vierzigerjahre diente er als Ziel für die Luftbrücke, mit welcher das von der sowjetischen Besatzungszone abgeriegelte Westberlin aus der Luft versorgt wurde. In den Neunzigern gab es eine erste Volksbefragung um das weitere Schicksal des Standorts, die zugunsten Schönefelds und des BER ausging. Damals hatte ich für Tegel gestimmt, einfach wegen der guten Erreichbarkeit. Nach Schönefeld ist man von Pankow aus nämlich dreimal so lange unterwegs. Im Nachhinein habe ich mich darüber geärgert, denn wie oft fliegt man schon weg? Den Lärm der Maschinen hat man hingegen jeden Tag in den Ohren. Zeitweise alle zwei bis drei Minuten. Und in den letzten Jahren sogar bis weit nach Mitternacht. Wie muss es erst den Menschen ergangen sein, die nur wenige hundert Meter von der Landebahn entfernt wohnten, wo ihnen die riesigen Brummer im Tiefflug direkt über die Köpfe donnerten?
Ich gehörte zu denjenigen, die ein halbes Jahrhundert lang direkt in der Einflugschneise wohnten. Direkt über mir klappten die Flugzeuge ihre Fahrwerke aus. Dabei waren sie bereits so tief, dass man die Namen der Fluggesellschaften erkennen konnte. Was für Kinder noch ein spannender Spaß ist, wird mit zunehmendem Alter und permanent ansteigender Ruhebedürftigkeit allmählich zum Problem.
In der Schule sahen wir die Air Force One mit Präsident Reagan an Bord landen. Und wir sahen die Concorde starten. Majestätisch zog sie direkt über unser Schulgebäude und sah mit ihren ungewöhnlichen Deltaflügeln aus wie von einem anderen Stern. Nicht erwähnenswert ist der Umstand, dass unsere Klassenlehrerin es nicht vermochte, uns auf den Plätzen zu halten. Bei derartigen Ereignissen stürzten wir Schüler natürlich sofort an die Fenster.
Den letzten Kampf inszenierte die Berliner FDP mit dem festen Willen, Tegel weiterhin offenzuhalten. Dabei ignorierte sie anscheinend alle rechtlichen Hintergründe, denn zu diesem Zeitpunkt war das Ende bereits beschlossene Sache und unumkehrbar. Die notwendige Sanierung hätte außerdem Unsummen verschlungen.
Heute nun starten die letzten Maschinen. In Zukunft werden sie das in Schönefeld tun. Damit haben nun die Südberliner das Problem. Mindestens für die nächsten fünfzig Jahre. Dafür mein aufrichtiges Beileid!
Nachtrag von 17 Uhr: Das letzte Flugzeug überflog uns gegen 15.41 Uhr und wurde von vielen Pankowern mit heftigem Feuerwerk verabschiedet. Der Albtraum ist endlich zu Ende. Zumindest für Pankow.

Nun, im Moment bin ich beides. Geschüttelt und gerührt.
Mein Cousin ist Taxifahrer. Er hat es zur Zeit nicht leicht. Aus verschiedenen Gründen. Einer dieser Gründe sind Rollkoffer. „Wenn ich den Mistkerl erwische, der auf die Idee gekommen ist, Rollen an Koffer zu schrauben, reiße ich ihm den Kopf ab!“ Reisende brauchen heutzutage nicht mehr zwingend ein Taxi, um ihre schweren, unhandlichen Koffer zum Bahnhof zu bewegen.
Da könnte man meinen, ich hätte es besser erwischt. Ich sitze in einem Büro, an einem Computer mit zwei bunten Bildschirmen und genieße das leichte Leben. Wenn da nicht der Blödmann gewesen wäre, der meinte, man müsse die Zwischenwände aus Büros entfernen.
Großraumbüros sollen angeblich die Produktivität erhöhen, wegen der kürzeren Wege, und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Was für ein Unfug! Ich habe in meinen 35 Jahren Berufserfahrung noch nirgends so viele vermeidbare Konflikte erlebt, wie in Großraumbüros.
Da gibt es zum Beispiel Wilhelm: Er ist Programmierer und kann die unmöglichsten Wünsche, betreffend unserer Firmenwebseite schnell hinbekommen, was mich regelmäßig staunen lässt. Aber ansonsten hat er eine unangenehme Angewohnheit zu einer erstaunlichen Marotte herangezüchtet, die einzigartig ist. Zu den unschönen Angewohnheiten von Großraumbürokollegen gehört es unter anderem, rücksichtslos irgendwelche Fenster aufzureißen, sobald sie den Großraum betreten. Sommer wie Winter. Es interessiert sie nicht, ob sich diejenigen, die sich bereits in dem Raum befinden, akklimatisiert haben und nun anfangen, zu frieren. Sie kommen von draußen, haben sich durch die Bewegung aufgeheizt und empfinden das vorherrschende Klima als viel zu warm. Statt also erst mal Jacke und Pullover auszuziehen und sich ein paar Minute anzupassen, sorgen sie für frostigen Durchzug.
Wilhelm treibt diese Unsitte zur Vollendung. Anhand einer geheimen Strichliste konnte ich ihm nachweisen, dass er an einer „Fensterstatusquokontrazwangshandlungsstörung“ leidet. Ich nenne dieses Verhalten einfach mal so. Es geht ihm nämlich nicht darum, das Fenster einfach nur zu öffnen oder zu schließen, um es wärmer oder kühler werden zu lassen. Nein, er muss zwanghaft den vorherrschenden Zustand ändern! Ist das Fenster offen, wenn er kommt, macht er es zu. Ist es geschlossen, öffnet er es. Und zwar unabhängig davon, ob es gerade warm oder kalt im Büro ist. Zwei Wochen lang habe ich dieses Treiben penibel aufgelistet, und erst als ich ihm die Liste mit den zu 99 Prozent zutreffenden Ergebnissen präsentieren konnte, ließ er den Unsinn sein.
Dafür hat er sich nun auf anderen Unsinn verlegt: Anfangs öffnete er mehrmals täglich das Fenster an seinem Schreibtisch und fing an, in Richtung Fenster zu pusten. Nachdem ich ihn bei diesem Treiben einige Zeit beobachtet hatte, fragte ich nach, was er damit bezwecken würde. Es meinte, er wolle so den Luftaustauschkreislauf in Gang setzen, damit die schlechte Luft schneller aus dem Büro entweicht. Es kostete reichlich Mühe, ihn davon zu überzeugen, dass dies vollkommen nutzlos ist, besonders, wenn er entgegen des hereinströmenden Luftstromes pustet (auf der anderen Büroseite sind immer ein paar Fenster geöffnet, was automatisch zum Durchzug führt).
Seit einiger Zeit stellt er nun stattdessen ein oder zwei Ventilatoren an. Natürlich auch entgegen des Luftstromes. Ich sitze also in einem Büro und werde alle paar Minuten genötigt, meine bereitliegende Fliesjacke aus- oder anzuziehen, weil sich durch das ständige Öffnen und Schließen von Fenstern, sowie das An- und Ausschalten von Ventilatoren einfach kein gleichmäßiges Büroklima einstellen kann. Diese täglichen Nervereien mit Kollegen können einem den Spaß an der Arbeit wirklich gehörig vermiesen!
Ich habe noch einen Kollegen. Er stinkt. Wegen ihm habe ich nun schon zum zweiten Mal den Schreibtisch gewechselt. Mir ist ein Rätseln, was an der Aussage – du musst die Wäsche mit 60 Grad waschen, sonst geht das nicht weg – so schwer zu verstehen ist.
Wenn ich den Mistkerl erwische, der auf die Idee gekommen ist, Zwischenwände in Büros zu entfernen, reiße ich ihm den Kopf ab!
Hier ein paar Fotos von der Demonstration in Berlin am 29. August, unkommentiert, ohne Bildunterschrift und politische Einordnung. So kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.
Zum Zeitpunkt der gewalttätigen Auseinandersetzungen vor der russischen Botschaft und dem Reichstag war ich nicht mehr vor Ort.
Kürzlich verstarb ein weiterer Schulhof-Held meiner Jugend – Fips Asmussen, der König der Kalauer, der Meister des politisch unkorrekten Altherrenwitzes.
Diese drei im Internet aufgesammelten Schenkelklopfer könnten auch von ihm stammen:
„Kinnas, wusstest ihr schon – an Corona sind mehr Menschen verblödet, als verstorben?!“
„Hört ma: Die Finnen warten schon sehnsüchtig auf das Ende des coronabedingten Lock-Downs und seinem vorgeschriebenen Abstand von 1,5 Metern. Weil sie dann endlich wieder ihren als komfortabel empfundenen Abstand von 5 Metern einnehmen können.“
„Die Corona-Seuche wurde jetzt vom Robert-Koch-Institut offiziell umbenannt! In Spahnsche Grippe.“
Am 29. August gibt es in Berlin schon wieder eine Demo von Corona-Leugnern, Verschwörungstheoretikern, Neuen Rechten, Aluhutträgern, Impfverweigerern, Klimaskeptikern, Quertreibern, Pappnasen, lausigen Amateuren, Rußfurzern, elenden Sozialdemokraten, Nichtskönnern, Versagern, Jammerlappen, Schmarotzern, Windbeuteln, Schlappschwänzen, Klugscheißern, Duckmäusern, Holzköpfen, Hängeohren, Sandhockern, Piesepampeln, Teppichkehrern und Ignoranten.
Klingt doch nach ‘ner interessanten Mischung! Vielleicht gehe ich da auch mal hin!
Heute demonstrierten in Berlin 20.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen, verschiedene Quellen sprechen sogar von mehreren hunderttausend Teilnehmern. Außerdem gab es noch Gegendemonstranten, deren einzige Sorge es war, dass unter den Demonstranten auch Rechtspopulisten und Nazis sein könnten.
Nun, sicher wird es die gegeben haben. Genauso wie Stalinisten, Trotzkisten, Maoisten, Buddhisten, Nihilisten und weiß der Geier, was noch für -isten. So bunt kann das Leben sein!
In der Berliner Abendschau hatte der gewohnt borniert-engstirnig-harthirnige Berliner Bürgermeister Müller in seiner grenzenlosen Debilität dann auch, wie nicht anders zu erwarten, nur Verachtung für diese „Verschwörungstheoretiker und Covidioten“ übrig. Dass er selbst der Covidiot ist, war ihm anscheinend noch immer nicht bewusst.
Tja, Digga, diesmal waren es „nur“ 20.000 Menschen. Beim nächsten Mal werden es hoffentlich hunderttausend sein. Denn es gibt immer mehr Menschen, welche die gegenwärtige Situation nicht einfach mehr so hinnehmen wollen und sich selbständig informieren. Hierzu empfehle ich das Buch „Corona Fehlalarm“ von Karina Reiss und Professor Sucharit Bhakdi. Ich habe es heute in einem Zug durchgelesen, es ist nicht nur stellenweise humorvoll-sarkastisch, sondern auch fachlich fundiert aufbereitet. Und wenn eine Kapazität seines Ranges zu der Einschätzung kommt, die Epedemie sei vorbei und dies auch mit plausiblen Daten belegen kann, neige ich dazu, ihm mehr zu glauben, als unseren erwiesenermaßen öfter mal dummdreist daherlügenden Politikern, die sich im Falle der Corona-Krise jeglicher öffentlicher Diskussion verweigert haben. So wie auch Bürgermeister Müller.
Eine interessante Quelle ist daneben auch noch die Website von Dr. Wolfgang Wodarg, ebenfalls einer der erfahrensten Mediziner unserer Zeit, der interessanterweise bereits in früheren Jahren bei potentiell gesundheitsgefährdenden Lagen von der Regierung als Berater hinzugezogen, dieses Jahr jedoch plötzlich und unerwartet öffentlich diffamiert und kritisiert wurde.
Ich hoffe sehr, dass bei den nächsten Wahlen das Thema nicht bereits vergessen ist und Politiker von Müllers Couleur ihre wohlverdiente Quittung erhalten.




































































